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Wieder Europa: Hoffenheims Pfund bei der Trainer-Suche

Sinsheim – Nach dem dritten Europa-Einzug in vier Jahren ist Alexander Rosen noch lange nicht satt.

«Wir haben noch mehr vor. Wir sind durch Platz sieben sicher in der Qualifikation. Das klare Ziel, das wir uns gesetzt haben, ist Platz sechs zu holen», sagte der Sportchef der TSG 1899 Hoffenheim nach dem furiosen 4:0 gegen Aufsteiger Union Berlin. Das Experiment mit einem späten Trainerwechsel von Alfred Schreuder zu einem ganzen Trainerteam um Koordinator Rosen ist gelungen, das schwierige Jahr ist auch ohne den abgewanderten Erfolgscoach Julian Nagelsmann gemeistert.

«Es war ein Umbruch, uns haben Nationalspieler verlassen und trotzdem zeigt die Mannschaft hier im Schlussspurt, was in Zukunft zu erwarten ist. Das macht einfach große Freude», lobte Rosen, der den Kader für diese Saison unter anderem ohne Kerem Demirbay, Nadiem Amiri und Nico Schulz planen musste. Ein weiteres Abenteuer in Europa ist zwar nach dem überzeugenden Auftritt vom Samstag schon perfekt, doch im Fernduell mit dem punktgleichen VfL Wolfsburg soll nun noch der Sprung auf Rang sechs gelingen, um die lästige Qualifikation im ohnehin schon vollgepackten Herbst überspringen zu können.

Da das derzeitige Trainermodell um Rosen und den früheren Co-Trainer Matthias Kaltenbach zum Saisonende ausläuft, hat die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb ein weiteres großes Plus für die Kraichgauer. Auf der Suche nach einem neuen Nagelsmann, der Hoffenheim mittelfristig durch die kommenden Jahre führt, ist Europa ein starkes Argument, um auch mit namhafteren Kandidaten ins Gespräch zu kommen. «Den Europa-Einzug kann man gar nicht hoch genug bewerten. Wir schaffen es als TSG Hoffenheim im vierten Jahr zum dritten Mal, international zu spielen. Ich bin begeistert und ich bin auch stolz auf die Jungs», bekannte Rosen.

Mit der extrem offensiven Ausrichtung hatte das Trainergespann gegen indisponierte Gäste genau richtig gelegen. In Ihlas Bebou, Andrej Kramaric und Munas Dabbur trafen alle drei aufgestellten Stürmer, bevor der eingewechselte Christoph Baumgartner den Schlusspunkt beim ungefährdeten Sieg setzte. «Wir können sehr, sehr zufrieden sein mit dem 4:0. Wichtig war, dass wir früh unsere Chancen genutzt haben, was uns zuletzt immer wieder das Leben schwer gemacht hat», sagte der Österreicher Baumgartner. Mit Wolfsburg erwarte er am letzten Spieltag «ein cooles Fernduell».

Beide Anwärter im Kampf um Platz sechs kommen mit Rückenwind ins Finale. Wolfsburg hat das klar bessere Torverhältnis, muss aber am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zuhause gegen Meister FC Bayern antreten. Doch auch Hoffenheims letzte Aufgabe ist nicht leicht, die TSG gastiert bei Vize-Meister Borussia Dortmund, wo 2013 schon einmal die Rettung in die Relegation gegen den Abstieg aus der Bundesliga gelang.

«Jetzt hoffe ich, dass wir am letzten Spieltag in Dortmund mindestens einen Punkt holen und uns als Sechster direkt für die Gruppenspiele der Europa League qualifizieren können», sagte Vize-Weltmeister Kramaric, der wie schon beim 3:1 in Augsburg sehr gut mit Sturmpartner Dabbur harmonierte. Manager Rosen lobte das Duo als «brandgefährlich und nicht zu kontrollieren».

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

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