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Sebastian Giovinco – die Atom-Ameise von Juventus Turin

Die deutsche U21-Nationalmannschaft ist Europameister geworden (4:0 gegen England im Finale) und Schwedens Marcus Berg (7 Tore) wurde zum besten Spieler der EM gewählt. Doch auch Sebastian Giovinco machte auf sich aufmerksam. Zeit, die „Atom-Ameise“ vorzustellen.

Atom-Ameise? Ja, denn so lautet der Spitznamen des italienischen Spielmachers. Und zwar in Anlehnung an die gleichnamige Comic-Figur. Und dieser ist aufgrund seiner Spielweise und Körpergröße nicht von der Hand zu weisen.

Gerade einmal 1,64 Meter misst Giovinco. Dennoch zählt er in Italien zu den größten Talenten. Das Fußballspielen erlernte er bei Juventus Turin, wo er alle Jugendmannschaften durchlief.

Spielerisch muss man sich Giovinco als eine klassischen Zehner vorstellen, der über eine herausragende Technik verfügt. Dabei ist der 22-Jährige weniger ein Vollstrecker, sondern eher bekannt fürs Tore vorbereiten. Das hat er seiner großen Spielübersicht zu verdanken.

Abgerundet wird sein Profil durch seine Schnelligkeit sowie Schuss- und Dribbelstärke. Zudem vermag er gefährliche Standards zu treten.

Dennoch hat es bislang noch nicht zum großen Durchbruch gereicht. Juve-Trainer Claudio Ranieri ließ ihn in der letzten Saison insgesamt nur 1.100 Minuten spielen. In dieser Zeit verbuchte Giovinco, dessen Marktwert bei neun Millionen Euro liegt, acht Assists und zwei Tore.

Doch Ranieri ist Geschichte. Und so hofft Giovinco, der noch bis 2013 Vertrag hat, in Zukunft sich öfter auf dem Platz neben seinem großen Vorbild Alessandro Del Piero beweisen zu können. Die Juve-Fans würde es freuen, denn die haben die Atom-Ameise schon tief in ihr Herz geschlossen.