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Real Madrid baut eigenen Freizeitpark und will chinafreundliche Anstoßzeiten

Eins steht fest: Kein anderer Verein versteht es so gut sich selbst zu vermarkten wie Real Madrid. Neuester Plan, die Errichtung eines eigenen Themepark, der in seinem Aufbau an Disneyland angelehnt sein soll. Zudem will Real durch Vorverlegung der Anstoßzeiten mehr Geld auf dem asiatischen Markt einfahren.

Es dauert wohl nicht mehr lang, und wir können statt Micky Mouse und Donald Duck bald Cristiano Ronaldo, Kaka oder Raul als überdimensionale Figuren im Real-Themepark begutachten. So oder so ähnlich sieht nämlich der Plan von Real-Präsident Florentino Perez aus.

„Der Plan ist es, einen wundervollen Real Madrid-Themenpark zu errichten auf einer Fläche von 110 Hektar“, erklärte Perez, der zufälligerweise Baumogul ist. „Das wird jährlich Millionen von Menschen anziehen, die dann sehen werden, was dieser Verein wirklich repräsentiert.“

Baubeginn wohl im nächsten Jahr
Und aus der Vision dürfte bald Realität werden. Denn die spanischen Behörden haben dem Bauvorhaben bereits grünes Licht gegeben und schon im kommenden Jahr soll der erste Spatenstich im Osten Madrids erfolgen. Ganz in der Nähe vom Trainingsgelände der Königlichen. Wie praktisch, dann können die Kiebitze nach dem Besuch einer Trainingseinheit gleich ins „Real-Land“ gehen.

Weitere Parks sollen folgen
Als Investitionsvolumen für den Freizeitpark rechnet man mit ungefähr 150 Millionen Euro. Für Real ein Klacks, schließlich hat man ja erst im Sommer schlappe 250 Millionen Euro für Cristiano Ronaldo, Kaka, Karim Benzema und wie sie alle heißen ausgegeben. Weitere Parks sollen dann in Miami und Peking folgen. Das nenn ich globales Denken.

Protest gegen Anstoßzeiten
Doch Real wäre nicht Real, wenn man nicht schon längst weitere potentielle Geldquellen ins Auge gefasst hätte. Hierfür wollen die Spanier ein größeres Stück vom asiatischen Kuchen haben. Das Problem: Die Spiele von Real Madrid, und auch dem FC Barcelona, werden meist erst um 22.00 Uhr angepfiffen. In Peking ist es dann bereits 4.00 Uhr nachts. Das lockt natürlich weniger Fans vor den Fernseher.

Kein Wunder also, dass die Königlichen jetzt frühere Anstoßzeiten fordern.

Und irgendwie beschleicht einen das Gefühl, dass Real zurzeit das bekommt, was sie wollen. Schließlich haben sie schon vor einem Jahr gesagt, dass sie in dieser Saison Cristiano Ronaldo in ihren Reihen haben würden. Damals wurden sie für diese Aussage noch von vielen Seiten belächelt.