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Geisterspiele notfalls im fremden Stadion?

Frankfurt/Main – Die Deutsche Fußball Liga will sich für den Fall wappen, dass ein Stadion nicht für ein Geisterspiel zur Verfügung steht.

Ein Satzungsantrag für die DFL-Mitgliederversammlung der 36 Proficlubs sieht nach «Kicker»-Informationen vor, dass Spiele kurzfristig in einer anderen Arena ausgetragen werden können – falls dies aus «übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorische und/oder sicherheitstechnischen Gründen» nötig ist. Die Kosten dafür würde demnach die DFL tragen.

Der Fußball ist bei der Durchführung von Geisterspielen auf die Genehmigung der örtlichen Behörden beziehungsweise Bundesländer angewiesen. In der 3. Liga führt dies bereits zu großen Problemen, weil die Politik den Clubs aus Magdeburg, Jena und Halle bisher Mannschaftstraining und Spiele untersagt hat.

Laut «Bild» hat die DFL ein Notfallszenario für den Fall eines Saisonabbruchs entworfen. Sollte die Spielzeit aus rechtlichen Gründen nicht zu Ende gebracht werden können, solle demnach die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Tabelle gewertet werden. Damit könnte ein Meister gekürt werden, es gäbe jeweils zwei feste Absteiger und keine Aufstockung der Ligen. Derzeit belegen der SC Paderborn und Werder Bremen die Abstiegsplätze, Fortuna Düsseldorf liegt auf dem Relegationsplatz. Darüber wolle die DFL die Clubs bei der Mitgliederversammlung abstimmen lassen. Den Vereinen sollen nach Bundesliga und 2. Bundesliga getrennt zwei Papiere vorgelegt werden.

Die Clubs sollen dem Bericht zufolge auch zustimmen, dass die Saison bis zum 30. Juni, notfalls aber auch im Juli abgeschlossen werden könne. Zahlreiche Spielerverträge enden zum 30. Juni. Falls die Saison später endet, würde die DFL abweichende Wechselperioden festlegen. Der Weltverband FIFA hatte sich bereits dahingehend geäußert, dass Verträge über den 30. Juni hinaus gelten können. Die DFL hat sich bisher nicht zu den Medienberichten geäußert.

Fotocredits: Jonas Güttler
(dpa)

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