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Finale der Frauen 2010 wird ausgeschrieben – Abschied des DFB-Pokals von Berlin

Die Finalistinnen des DFB-Pokals fahren ab 2010 nicht mehr nach Berlin. Die Veranstaltung, die seit 1985 gemeinsam mit dem Endspiel der Männer im Olympiastadion stattfand, wird im Frühjahr dieses Jahres neu ausgeschrieben.

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger erklärte: „Dies ist im Hinblick auf die Frauen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland eine richtungsweisende Entscheidung. Das Finale in Berlin war zwar finanziell für die Frauen-Klubs attraktiv, allerdings war die Kulisse meist stark auf das Endspiel der Männer ausgerichtet.“

Hannelore Ratzeburg, die für den Frauenfußball zuständige DFB-Vizepräsidentin, sagte zu diesem Beschluss: „Nach 25 Jahren mit Pokalendspielen in Berlin wollen wir nun den nächsten Schritt für die Entwicklung des Frauenfußballs gehen. Ein Jahr vor der WM 2011 hoffen wir, dass das Experiment gelingt und sich das Finale um den DFB-Pokal der Frauen als eigenständige Veranstaltung etabliert und eine eigene Tradition entwickelt.“

Eine weise Entscheidung, wie eine Äußerung Anouschka Bernhards, Europameisterin 1995 sowie deutsche Meisterin und Pokalsiegerin mit dem FSV Frankfurt, gegenüber der Zeitschrift „Lespress“ beweist: „Du schießt in der 75. Minute das 2:1, und die paar hundert Fans deines Teams jubeln kaum hörbar. Drei Minuten später grätscht du einen Ball ins Aus, und 40.000 Zuschauer jubeln begeistert. Komisch, so spektakulär war die Aktion nicht. Dann kriegst du mit, dass die Fans sich so freuen, weil die Jungs aus dem Männerfinale in Badeschlappen in den Innenraum gekommen sind und ihnen zuwinken.“

Siegfried Dietrich, Manager des siebenmaligen Pokalsiegers 1. FFC Frankfurt, kann sich als neuen Austragungsort Duisburg, Frankfurt am Main oder München vorstellen: „Ob das Pokalfinale schon an einem neutralen Ort stattfinden kann, wo kein starker Bundesligist zu Hause ist, weiß ich nicht.“

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