fussballboom.de

Eintracht mit Arbeitssieg gegen Absteiger Paderborn

Frankfurt/Main – Eintracht Frankfurt hat sich beim Abschied des SC Paderborn aus der Fußball-Bundesliga zu einem mühevollen Arbeitssieg gequält.

Die Hessen gewannen am Samstag mit 3:2 (2:0) und beendeten die Corona-Spielzeit 2019/20 mit 45 Punkten als Tabellenneunter. Sebastian Rode in der 9. Minute, André Silva (32.) und Bas Dost (52.) erzielten die Frankfurter Tore. Für den Absteiger, der in 34 Partien nur vier Siege feierte und mit 20 Zählern abgeschlagen Letzter wurde, trafen Mohamed Dräger (55.) und Sven Michel (75.).

Wegen des Einbruchs in der zweiten Halbzeit verzichtete Frankfurts Trainer Adi Hütter in der Schlussphase darauf, dem Urgestein Marco Russ noch einen Kurzeinsatz zu schenken. Der 34-Jährige, der 22 Jahre lang für die Hessen am Ball war, beendet seine Laufbahn mit 353 Pflichtspieleinsätzen für die Hessen und wird künftig in der Analyse für seinen Herzensverein arbeiten.

Die Eintracht übernahm zu Beginn die Initiative und kam früh zu Chancen. Nachdem André Silva (4.) die Kugel aus kurzer Distanz nicht im Paderborner Tor unterbringen konnte, machte es Rode wenig später besser. Bei einer Flanke behinderten sich die Gästespieler Laurent Jans und Abdelhamid Sabiri, sodass der Frankfurter Mittelfeldspieler freie Bahn hatte und den Ball aus 18 Metern überlegt ins lange Ecke schlenzte.

Doch in diesem rasanten Tempo ging es nicht weiter. Frankfurt agierte in der Folge zerfahren und leistete sich viele Fehlpässe, den Gästen fehlte wie im gesamten Saisonverlauf die Erstligareife. Trotz intensiver Bemühungen kam das Team von Trainer Steffen Baumgart über bescheidene Ansätze in der Offensive nicht hinaus.

Den Hausherren genügte nach einer guten halben Stunde ein vernünftiger Angriff, um die Führung auszubauen. Dost spielte Danny da Costa frei, der von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr auf Silva passte. Der vom AC Mailand ausgeliehene Portugiese hatte aus fünf Metern keine Mühe, zu seinem zwölften Saisontor zu vollenden.

Auch nach dem Wechsel startete Frankfurt elanvoll. Die ersten Möglichkeiten blieben noch ungenutzt, doch dann schlug Dost nach feiner Vorarbeit von Dominik Kohr eiskalt zu. Es war der achte Saisontreffer des Niederländers. Im Vorgefühl des sicheren Sieges leisteten sich die Hessen in der Defensive einige Unkonzentriertheiten. Dräger bestrafte dies umgehend und verkürzte auf 1:3. Auch beim zweiten Gegentor von Michel patzte die Eintracht-Abwehr. In der Nachspielzeit erzielte Paderborn sogar noch den Ausgleich, doch das Tor zählte wegen einer Abseitsposition nicht.

© dpa-infocom, dpa:200627-99-587461/3

Fotocredits: Arne Dedert
(dpa)

(dpa)