bet-at-home.com
fussballboom.de

Welle der Gewalt in Italien

 

 

Nach dem tragischen Tod eines Lazio-Fans, der bei seiner Anreise durch einen Polizisten tödlich verletzt wurde, kam es in ganz Italien zu schweren Ausschreitungen. Der Polizist hatte auf einer Raststätte versucht, einen Pulk von schlagenden Fans mit einem Warnschuss aufzulösen und hatte dabei versehentlich den Fan getroffen. Die Polizei sprach von einem unglücklichen Versehen.

Als Reaktion auf den Tod des Fans kam es landesweit zu Krawallen. In Rom wurden sogar eine Polizeistation und das Büro des Nationalen Olympischen Komitees angegriffen. In ganz Italien wurden mehr als 400 Beamte verletzt, einer schwebt nach einem Angriff mit einer Eisenstange sogar in Lebensgefahr. Die Ausschreitungen dauerte bis in die Abendstunden und erwirkten eine Absage der Spiele zwischen Inter Mailand und Lazio Rom sowie AS Rom gegen US Cagliari. Zudem wurde die Partie zwischen Atalanta Bergamo und AC Mailand abgebrochen.

 

 

Funktionäre und Politiker kündigten ein hartes Vorgehen gegen die Hooligans an. Lange Haftstrafen sollen eine abschreckende Wirkung erzielen und es wird in Betracht gezogen, dass Fans keine Auswärtsspiele mehr live vor Ort verfolgen dürfen. Diese Maßnahme würde die kleinen Teams in Italien besonders treffen, da diese durch das Fehlen der Fans des AC Mailand, von Inter Mailand und Juventus Turin erhebliche Einnahmeverluste erleiden würden.

Leider war das vergangene Wochenende kein Einzelfall in Italien. Beim Römer Derby und Partien des US Palermo gab es auch in der vergangenen Saison heftige Zusammenstöße mit der Polizei. Die Verantwortlichen im Land des Weltmeisters sind angehalten, gegen diese Welle der Gewalt vorzugehen, denn schon nach dem Bekanntwerden des Schiedsrichterskandals haben sie durch ihre lasche Arbeitsweise weltweit für Unmut gesorgt.