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Verletzungen beim Fußball

Fußballer haben aufgrund der hohen Belastungen und dem Fremdeinwirken von Gegnern häufig mit Verletzung zu kämpfen. Fast die Hälfte aller Sportverletzungen beim Mannschaftssport ereignet sich beim Fußball, wobei die Verletzungsgefahr innerhalb des Wettkampfes wesentlich höher ist als beim Training. Ursache sind die erhöhten Belastungen, das stärkere Einwirken des Gegners bei Zweikämpfen, Lauf- und Kopfballduellen. Blutergüsse, Prellungen und Schürfwunden gehören zu den alltäglichen Blessuren des Sports, womit Fußballer zur höchsten Risikogruppe gehören.

Etwas schwerwiegender und langwieriger sind da schon Dehnungen, Zerrungen und Bänderrisse. Deren Heilung kann zwei bis sechs Wochen dauern, ohne dass dauerhafte körperliche Schädigungen entstanden sind. Brüche und Bänderrisse hingegen können Fußballer für Monate außer Gefecht setzen oder gar die Gesundheit und die Karriere des Sportlers gefährden, weil meist eine dauerhafte Schädigung der jeweiligen Gelenke und der Bänderapparate geschehen ist. Zwar können Operationen gewisse Funktionen wieder herstellen, aber die frühere Stabilität wird zu keinem Zeitpunkt mehr erreicht.

Die von Fußballern am meisten gefürchtetste Verletzung ist der Kreuzbandriss. Er bringt nicht nur einen langwierigen Heilungsprozess mit sich, sondern es besteht auch weiterhin die Gefahr eines erneuten Risses. Fußballer wie Jens Nowotny, der sich allein vier Mal das Kreuzband riss, haben immer wieder mit Kniebeschwerden zu kämpfen. Die beiden Kreuzbänder sind im Zentrum des Knies gelagert und verlaufen ausgehend vom Schienbeinkopf durch das Kniegelenk bis zum Oberschenkelknochen. Kreuzbänder sollen dem Kniegelenk Stabilität verleihen und ein Abgleiten des Unterschenkels nach hinten beziehungsweise nach vorn verhindern. Das vordere Kreuzband reißt bei einer Verletzung zehnmal häufiger als das hintere. Die häufigste Operationsmethode ist das Knochen-Sehne-Knochen-Prinzip, dabei wird der Patellasehne ein Stück entnommen und dieses mittels zweier kleiner Knochenstücke als künstliches Kreuzband eingesetzt. Der Heilungsprozess wird in der Regel mit fünf bis zehn Monaten veranschlagt. Aber auch konservative Heilungsmethoden ohne einen operativen Eingriff werden immer häufiger in Betracht gezogen, wie kürzlich beim Wolfsburger Innenverteidiger Ricardo Costa geschehen, der schon nach drei Monaten wieder auf dem Platz stehen konnte. Durch verstärktes Muskeltraining kann das Gelenk entlastet und stabilisiert werden.

Allen Sportlern bleibt aber immer zu wünschen, dass sie von Verletzungenverschont bleiben.