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Neuerungen bei EM

UEFA auf Innovationskurs – diese Neuerungen erwarten Teilnehmer und Fans bei der EM in Frankreich

Seit 10. Juni rollt der Ball auch endlich wieder auf internationaler Bühne. Mannschaften aus allen Teilen Europas kämpfen um den Pokal des Europameisters. Allerdings dürfte sich das europäische Endrundenturnier auch aus finanzieller Sicht lohnen, denn die UEFA schüttet bei dieser EM an die teilnehmenden Mannschaften höhere Prämien aus als je zuvor.

EM-Sieger erwartet Rekordprämie

Für die EM-Teilnehmer von besonderem Interesse, für Fußballfans aber womöglich weniger interessant ist die Gestaltung der Antritts- und Siegesprämien, immerhin haben Zuschauer von den Millionensummen, mit denen die Uefa die Verbände geradezu überschüttet, nur wenig, müssen sich zudem noch mit teils miesen Machenschaften der UEFA in der Ticketpreisgestaltung abfinden. 2016 dürfte sich aber zumindest für alle 24 Mannschaften in Frankreich besonders lohnen, denn bei dieser EM erwartet die Teilnehmer eine neue Rekordsumme.

Der Europameister kann im Idealfall bis zu 27 Millionen Euro einheimsen. 2012 lag die Maximalsumme, die der Europameister mit nach Hause nehmen konnte, noch bei 23,5 Millionen Euro. Dank der immer größeren Begeisterung für den Fußball in Europa und aufgrund der starken Medienpräsenz in TV, Zeitung und Radio steht die UEFA gegenüber Sponsoren und Werbepartnern aber in einer denkbar optimalen Verhandlungsposition und leitet die neuen Erträge erfreulicherweise auch an die Verbände weiter.

Übersicht der Geldprämien und wertvollsten Spieler bei der EM in Frankreich

Infografikquelle: fussballboom.de

Im Palais des Congrès der französischen Hauptstadt Paris gab die UEFA jüngst bekannt, dass jedem der 24 Mannschaften ein Antrittsgeld von acht Millionen Euro sicher ist. Für den Sieg im Pariser Nationalstadion am 10. Juli erhält der neue Europameister nochmals stolze acht Millionen Euro, der Verlierer muss sich mit fünf Millionen Euro begnügen.

Doch auch für die Teams, die es nicht über die Gruppenphase hinaus schaffen, ist jeder Punkt finanziell ertragreich. Eine halbe Million Euro gibt es für einen Punktgewinn, eine Million Euro für einen Sieg gegen einen Gruppengegner. Gestaffelt läuft die Prämienausschüttung in der Finalrunde ab, in der die Achtelfinalisten 1,5 Millionen, die Viertelfinalisten 2,5 Millionen Euro und die Halbfinalisten jeweils vier Millionen Euro erhalten.

Viele Geschäftszweige profitieren von EM

Das große Geld mit der Europameisterschaft wird aber selbstverständlich nicht nur bei der UEFA oder den teilnehmenden Mannschaften und Verbänden erwirtschaftet. Immerhin sind zahlreiche Unternehmen an der Ausrichtung des Turniers beteiligt, von den vielen Tourismus-Unternehmen in Frankreich ganz zu schweigen, die bereits jetzt mit der Organisation der Massen, die allesamt ins französische Nachbarland strömen werden, zu kämpfen haben.

Das Teilnehmerfeld bei der EM wurde von 16 auf 24 Mannschaften aufgestockt. Allen voran profitiert von der nun längeren EM und der höheren Anzahl an Begegnungen natürlich die Wettbranche, die in den letzten Jahren vor allem auch in Deutschland durch die WM im eigenen Land und mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Brasilien einen ungeahnten Aufschwung erlebt hat. „Die WM in Brasilien ist für unseren Umsatz wie ein 13. Monat zu betrachten“, berichtete Christian Gruber, Geschäftsführer von Tipico-Sportwetten Deutschland, nach der WM in Brasilien. Für Hobby-Spieler und echte Wettprofis ist das Turnier in Frankreich eine günstige Gelegenheit, ihr Fachwissen unter Beweis zu stellen und womöglich das große Geld zu machen. Im Internet kursieren bereits zahlreiche Wett-Tipps für EM-Spiele, die anstehende Begegnungen und Quoten analysieren.

Ein weiteres Geschäftsfeld, das in WM- und EM-Jahren hohe Einnahmen generiert, ist die Merchandising-Branche. Im Zuge der WM 2006 in Deutschland wurde hierzulande über eine Milliarde Euro allein mit Fanartikeln erwirtschaftet. Durch das Internet und den damit verbundenen Internethandel ist Merchandising zu einem ertragreichen und lukrativen Tätigkeitsfeld geworden – auch für die Vereine selbst. Zirka ein Viertel des Jahresumsatzes geht bei deutschen Bundesligavereinen auf Fanartikelverkäufe zurück. Angesichts des teils doch recht hohen Preisniveaus mag dies kaum wundern.

Statistik zu Verkaufspreisen von Merchandising-Artikel der EURO 2012

Für Fanartikel müssen Fußballfans gerade während Endrundenturnieren übertrieben hohe Summen bezahlen.

Bildquelle: fussballboom.de

Aus rechtlicher Sicht ist das Geschäft mit Fanartikeln übrigens nicht ganz unproblematisch. Denn um beispielsweise offizielle Logos und Wappen von Vereinen und Nationalmannschaften drucken zu dürfen, muss das jeweilige Unternehmen eine offizielle Lizenz erwerben, die sich Vereine und Verbände selbstredend viel kosten lassen. Da europäische Fußballfans aber zumeist nur Merchandising-Artikel erwerben, wenn ein großes Turnier bevorsteht, lohnt sich das Geschäft allemal und Hersteller dürfen auch 2016 mit zahlender Kundschaft rechnen.

EM erstmals mit 24 Mannschaften

Über die anstehende Europameisterschaft in Frankreich gibt es allerdings nicht nur finanzielle Neuerungen zu berichten, Fans, Spieler und Trainer dürfen sich auch auf einige Innovationen freuen, die von einigen Experten bereits seit langer Zeit gefordert wurden, von anderen wiederum kontrovers diskutiert werden. Torlinientechnik und Teilnehmerzahl heißen die großen Stichwörter, mit denen sich Fußballfans, aber auch Funktionäre in den kommenden Wochen und Monaten auseinandersetzen.

  • Torlinientechnik: Während sie in einigen europäischen Ligen bereits Einzug gehalten hat, weigerte sich die Uefa bislang strikt, die von vielen so sehr herbeigesehnte Torlinientechnik auch in den Wettbewerben der Europa League, Champions League sowie der Europameisterschaft einzusetzen. Dies hat sich nun jedoch geändert. Das Exekutivkomitee der Uefa hat sich in einer Sitzung in Nyon im Januar dieses Jahres für den Einsatz der Technik entschieden, die irreguläre Treffer ausschließen und vermeintliche Fehlschüsse doch als reguläre Tore enttarnen soll. Auf die Torrichter möchte die Uefa dennoch nicht verzichten. Auch für welchen der drei lizenzierten Anbieter sich die Fußballorganisation entscheidet, ist derzeit noch nicht geklärt.

  • Teilnehmerzahl: Seit 1996 wurde das größte europäische Endrundenturnier mit 16 Mannschaften abgehalten. 2016 hat sich die Europäische Fußball-Union (Uefa) dazu entschieden, die EM der Weltmeisterschaft (32 Teilnehmer), zumindest was die Teilnehmerzahl anbelangt, etwas anzugleichen. Denn in Frankreich gehen jetzt gleich 24 Mannschaften an den Start und spielen unter sich den Gewinn des EM-Titels aus. Da sich für diese EM auch viele Drittplatzierte aus den Qualifikationsgruppen qualifizieren konnten, dürfen sich auch Mannschaften, die weniger häufig bei Endrundenturnieren vertreten sind, auf einen spannenden Fußballsommer freuen. Während Fußballfans der Entscheidung auf Erweiterung des Teilnehmerfeldes größtenteils positiv gegenüberstehen, gab es aber auch Kritik. Denn da sich nun fast jede zweite Nation in Europa für das Turnier qualifiziert, sei eine Qualifikationsrunde mittlerweile fast.

Bild oben: Fotolia, 10016860, Fotoimpressionen

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