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Torfabrik Bundesliga: In keiner anderen Top-Liga fallen mehr Tore

Die Bundesliga ist im Torrausch: 330-mal netzten die Profis in den bisherigen 108 Punktspielen der Saison ein, das ist mit 3,06 Toren pro Spiel die höchste Quote seit 1987/88. Damals standen am Saisonende im Schnitt 3,14 zu Buche. Im Vergleich mit Europas Spitzen-Ligen schneidet die Bundesliga deutlich besser ab, Zuschauer freuen sich über attraktive Spiele.

Die Torjäger in Spaniens Primera Division (2,76 Tore), Englands Premier League (2,72), Italiens Serie A (2,28) und der französischen Ligue 1 (2,20) agierten im ersten Saison-Drittel wesentlich verhaltener.

Maßgeblichen Anteil an der Torflut in der Liga hat der stürmische Aufsteiger 1899 Hoffenheim, der bisher die meisten Tore erzielt hat. Gegen Dortmund (4:1), Bremen (4:5), Hannover (5:2) und Hamburg (3:0) war das Team von Trainer Ralf Rangnick an Tor-Spektakeln beteiligt.

Sind die Stürmer so gut oder die Abwehrreihen und Torhüter so schlecht? Spitzenreiter Bayer Leverkusen (29:14 Tore) sowie die Verfolger Hoffenheim (31:17), Bayern München (27:18) und Hamburger SV (19:19) haben viele Tore erzielt, mussten aber auch wie der bisher lediglich auf Platz zehn stehende Vizemeister Werder Bremen (28:23) häufig den Ball aus dem eigenen Netz fischen. Zum Vergleich: Meister Bayern München kassierte in der vergangenen Saison insgesamt nur 21 Tore.

Nun besteht die Aussicht, dass nach 1987/88 (3,14) und 1994/95 (3,02) am Ende dieser Saison wieder mehr als im Durchschnitt drei Tore pro Begegnung erzielt werden. Das war früher übrigens nahezu üblich: Seit Gründung der Bundesliga 1963 und dem Einschnitt in der Saison 1988/89 lag der Schnitt außer 1966/67 (2,92) und 1968/69 (2,85) immer über der 3-Tore-Marke.