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Titz-Einstand, Gladbach-Krise und brisantes Rhein-Main-Derby

Berlin – Beim Einstand des neuen Trainers Christian Titz greift der Hamburger SV nach seiner vielleicht letzten Chance im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga.

Die Hanseaten, die sieben Zähler hinter einem Relegationsplatz liegen, treffen am Samstag auf Hertha BSC. Rivale FSV Mainz 05 ist zeitgleich im Derby bei Champions-League-Anwärter Eintracht Frankfurt zu Gast. Außerdem empfängt der kriselnde Club Borussia Mönchengladbach die TSG 1899 Hoffenheim. Werder Bremen tritt beim FC Augsburg an. Im Spätspiel bekommt es der abstiegsgefährdete VfL Wolfsburg mit dem Tabellenzweiten FC Schalke 04 zu tun.

HOFFNUNG: Christian Titz ist beim HSV nach Markus Gisdol und Bernd Hollerbach bereits Trainer Nummer drei. Der bisherige U23-Coach glaubt noch an die Rettung des Bundesliga-Dinos. «Wir haben eine große Chance, das Spiel zu gewinnen. Dann sehe ich reelle Chancen, dass wir noch vieles herumreißen können», sagte der 46-Jährige vor dem Spiel gegen die Hertha. Damit nach 13 Spielen ohne Sieg die HSV-Fans wieder jubeln können, soll es einige Veränderungen im Kader geben. Gegner Hertha ist auch nicht gut drauf. In den letzten vier Spielen gab es keinen Sieg und auch kein Tor.

KRISE: Das Ziel war eigentlich Europa, mit nur sieben Punkten aus neun Rückrundenspielen ist Borussia Mönchengladbach aber ins Niemandsland der Tabelle abgerutscht. Und die Aussichten für das Heimspiel gegen Hoffenheim sind nicht die besten. Jannik Vestergaard (Mittelfußbruch), Weltmeister Christoph Kramer (Knieprobleme), Vincenzo Grifo (Kreuzbanddehnung) und Denis Zakaria (Muskelfaserriss) haben die ohnehin schon lange Verletztenlistenliste noch erweitert. Damit werden mindestens acht Spieler sicher ausfallen.

LIEBLINGSGEGNER: Augsburgs Stürmer Michael Gregoritsch hat in fünf Spielen gegen Werder Bremen sechs Tore erzielt. So kann es weitergehen. Schießt der Österreicher den FCA auch am Samstag zum Sieg, wäre der Klassenverbleib mit 38 Punkten quasi perfekt. Gregoritsch ist jedenfalls aktuell in Topform. Beim Sieg in Hannover schoss er am vergangenen Wochenende seine Saisontore Nummer zehn und elf.

WIEDERSEHEN: Gerade einmal 38 Tage ist es her, als Eintracht Frankfurt durch ein 3:0 gegen den FSV Mainz 05 das DFB-Pokal-Halbfinale erreicht hatte. Nun kommt es zum Wiedersehen, und für beide Clubs könnten die Vorzeichen vor dem Rhein-Main-Derby kaum unterschiedlicher sein. Frankfurt träumt als Fünfter gar von der Champions League, den Mainzern droht als Drittletzter der Abstieg. «Es geht nicht um Wiedergutmachung. Es geht darum, unsere Situation zu verbessern», sagt der Mainzer Trainer Sandro Schwarz, der übrigens in Frankfurt wohnt.

ZITTERN: Wenn selbst mit dem Retter der Erfolg ausbleibt, ist die Lage ernst. Bruno Labbadia hatte einst den VfB Stuttgart und den Hamburger SV in äußerst bedrohlichen Situationen zum Klassenverbleib geführt, beim VfL Wolfsburg scheinen seine Künste nicht zu wirken. Nur ein Punkt aus drei Spielen bedeuten für Wolfsburg Platz 15. Und nun kommt auch noch der Tabellenzweite Schalke 04 zum Heimspiel. «Wir müssen ins Rollen kommen», fordert Labbadia. Nur wie? Vermeintliche Leistungsträger enttäuschen seit Wochen, hinzu kommen auch noch Verletzungssorgen. Sechs potenzielle Stammspieler fallen aus.

Fotocredits: Daniel Reinhardt
(dpa)

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