bet-at-home.com
fussballboom.de

Silke Rottenberg tritt zurück

Silke Rottenberg beendet ihre internationale Karriere. „Et war ne superjeile Zik“, resümierte die gebürtige Euskirchnerin in rheinischem Idiom. Ihr erstes Länderspiel machte die Torhüterin 1993 gegen die USA. Zwei WM-Titel, drei EM-Titel, zwei olympische Bronzemedaillen und die Wahl zur Welttorhüterin 2003 hat sie seither gewonnen. Am Donnerstag stand die 36-Jährige im EM-Qualifikationsspiel gegen Wales (4:0) zum 125. und letzten Mal im Tor des DFB-Teams, Wehmut war im Spiel: „Dieser Schritt fällt mir nicht leicht. Der Abschied tut weh.“

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger sagte: „Silke Rottenberg ist eine großartige Sportlerin. Alle Titel unserer Frauen-Nationalmannschaft sind eng mit ihrem Namen und ihren Leistungen verbunden.“ Bundestrainerin Silvia Neid lobte: „Was sie im Frauenfußball erreicht hat, ist außergewöhnlich, ist bombastisch.“

Grund für Rottenbergs Rückzug sind die fehlenden Perspektiven in der Nationalelf und zunehmende Verletzungsprobleme. Vor allen Dingen der Kreuzbandriss, den sie sich zu Beginn des vergangenen Jahres zuzog, hinterließ Spuren. Zudem wollte sie das Duell mit Nadine Angerer um den Platz im Tor bei den Olympischen Spielen in Peking nicht auf die Spitze treiben. „Nadine hat eine sehr gute WM gespielt. Und sie hat ihre Form gehalten, so dass es keinen Grund gibt, sie aus dem Tor zu nehmen“, sagte Rottenberg. „Wäre ich ein paar Jahre jünger, hätte ich die Herausforderung angenommen. Jetzt ist aber der richtige Zeitpunkt, um zu gehen.

Ber Blick der Sportsoldatin der Bundeswehr geht über das Ende ihrer aktiven Laufbahn hinaus. „Ich bin im Besitz der Fußball-Lehrer-Lizenz und will die Erfahrungen, die ich als Spielerin gemacht habe, an junge Torhüterinnen weitergeben.“ Zudem wird Rottenberg bald nach Renate Lingor, Sandra Minnert und Britta Carlson zum WM-Botschafterin 2011 ernannt.