bet-at-home.com
fussballboom.de

Schalke im Viertelfinale der Champions League

In den vergangenen Wochen musste der FC Schalke 04, Trainer Mirko Slomka und insbesondere Manuel Neuer jede Menge Hohn und Schelte vertragen, aber dank des überragenden Torhüters Neuer können sich die Verantwortlichen etwas beruhigter zurücklegen, denn gestern erreichte man mit einer durchschnittlichen Leistung das Viertelfinale der Champions League.

Bei Schalke lässt sich grundsätzlich eine Tatsache festhalten – man scheitert an seinen eigenen Ansprüchen. Sicherlich hat man sich in der Meisterschaft etwas mehr versprochen, aber angesichts der Millioneninvestitionen der Bayern und der seit Jahren existierenden Spielkultur der Bremer wäre ein Meistertitel reine Utopie gewesen. Als hat der Aufsichtsratsvorsitzende Schnusenberg prompt erst einmal den Trainer in Frage gestellt und verkündet, dass ein Übungsleiter mit internationaler Erfahrung die Mannschaft übernehmen soll.

Wie absurd diese Behauptung an sich ist, beweist der Viertelfinaleinzug der Schalker am gestrigen Tage. Mit 4:2 setzte man sich im Elfmeterschießen gegen den portugiesischen Meister FC Porto durch und zog in den Runde der besten Acht ein. Schon das Erreichen des Viertelfinales war der größte Erfolg der Schalker in der Champions League, das Achtelfinale nicht nur finanziell von unschätzbaren Wert. Was möchte man eigentlich mehr? Slomka dürfte wohl nur noch eine Siegesserie oder der Gewinn der Champions League vor einem möglichen Rausschmiss retten.

Wie sehr die Aussage Schnusenbergs an der Autorität des Trainers nagt, zeigte die gestrige Auswechslung von Kuranyi. Dieser verweigerte Slomka den obligatorischen Handschlag. Wenn eine Mannschaft nicht mehr zu ihrem Trainer steht, wird es schwer für den Übungsleiter.

Schade, dass eine solche Debatte die Freude rund um den Viertelfinaleinzug und der großartigen Leistung eines Manuel Neuer vollkommen vergessen lässt. Typisch Schalke!