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SC-Coach Streich kritisiert Kommerzialisierung des Fußballs

Freiburg (dpa) – Bundesliga-Trainer Christian Streich vom SC Freiburg hat die zunehmende Kommerzialisierung des Profi-Fußballs kritisiert und vor dem Verlust von Fans gewarnt.

«Immer mehr Menschen wollen am Fußball mitverdienen. Es geht nur noch um Gewinnmaximierung», sagte der 52 Jahre alte Coach der Breisgauer dem «Südkurier». «Irgendwann wenden sich die Leute ab.» 

Die Rahmenbedingungen im Fußball seien «verrückt», sagte der dienstälteste Erstliga-Trainer. «Fußball hat politisch und wirtschaftlich eine Bedeutung gewonnen, die mir nicht angemessen erscheint.» Es sei «Wahnsinn, dass einem Einzelnen ein ganzer Verein gehört».

Streich, seit Ende 2011 Trainer der Freiburger, ist für seine klaren Meinungsäußerungen auch zu sozialen und politischen Themen bekannt. Auch angesichts der steigenden Marktpreise hat der badische Bundesligist in diesem Sommer bisang den österreichischen Innenverteidiger Philipp Lienhart verpflichtet.

Streich sieht es auch kritisch, wie sich im Juniorenbereich die Gehälter entwickeln. «Es kann nicht sein, dass ein 14-Jähriger mehr verdient als der Vater», sagte Freiburgs Cheftrainer.

Fotocredits: Patrick Seeger