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Rummenigge über Champions-League-Reform: «Warum verändern?»

München – Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat eine angestrebte grundsätzliche Reform der Champions League ab 2024 infrage gestellt.

«Warum müssen wir eigentlich überhaupt etwas verändern? Um die Champions League beneidet uns die ganze Welt. Sie ist der mit Abstand beste und am schwierigsten zu gewinnende Wettbewerb der Welt», sagte Rummenigge dem «Spiegel» in einem Interview. «Ich bin auch kein großer Freund der Idee, die Gruppenphase zu erweitern. Wir haben jetzt schon bei dem aktuellen Modell mit den Vierergruppen oft zum Ende hin sogenannte Dead Games, wo es um nichts mehr geht.»

Juventus Turins Vereinsboss Andrea Agnelli treibt als Präsident der ECA, einer Interessenvertretung der europäischen Fußballvereine, unterstützt von spanischen und französischen Spitzenclubs eine Reform der Königsklasse von 2024 an voran. Wenn der neue Vermarktungszyklus beginnt, könnten 96 Teams in einer dreistufigen Champions League spielen. Der Zugang zur lukrativen Top-Liga erfolgt aber nicht mehr über die Platzierung in der nationalen Liga, so die Idee.

Der FC Bayern und Borussia Dortmund als deutsche Branchenführer fühlen sich der Bundesliga verpflichtet, wollen aber von der europäischen Konkurrenz ökonomisch nicht abgehängt werden. «Alle rennen immer dem Geld hinterher. Aber wohin geht dann dieses Geld? Es ist ja nicht so, dass wir jetzt eine Gewinnexplosion hätten und unsere Aktionäre daran partizipierten», sagte der ECA-Ehrenvorsitzende Rummenigge. «Das Geld wandert in die Spielergehälter und Beraterhonorare. Am wichtigsten wird es sein, dass der Europapokal nicht an den Wochenenden ausgetragen wird. Denn das würde einen zu großen Kampf mit den nationalen Ligen erzeugen.»

Fotocredits: Sven Hoppe
(dpa)

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