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Rekordverdächtig: Alexander Löbe ist neunmal abgestiegen

Abstiegskampf in der Bundesliga – welches Team sehen wir in der nächsten Saison montags live im DSF, den 1. FC Nürnberg oder Arminia Bielefeld? Das Team, das den siebten Bundesliga-Abstieg schafft, wird alleiniger Spitzenreiter in der Tabelle der Fahrstuhlmannschaften.

Eine überaus kuriose Fußball-Karriere hat Alexander Löbe, 35, hingelegt. Er begann beim Halleschen FC. Das war eine der sechs Mannschaften, die nach der Vereinigung aus der ehemaligen DDR-Oberliga in die 2. Bundesliga eingegliedert wurden. Löbe spielte sogar mit dem HFC im Europa-Cup gegen Torpedo Moskau, doch aus der 2. Liga stiegen die Sachsen-Anhaltiner ab (1).

Löbe wechselte zur SpVgg Unterhaching, die just in die 2. Bundesliga aufgestiegen war und prompt wieder abstieg (2). Löbe heuerte beim Bundesligisten SG Wattenscheid 09 an. Die Mannschaft stieg ab (3). In der Winterpause ging Löbe zum MSV Duisburg, der auf einem Abstiegsplatz in der 1. Liga stand. Daran änderte sich auch bis Saisonende nichts mehr (4). Nächste Station: der VfB Lübeck, der mit Löbe aus der 2. Liga abstieg (5). Danach stürmte Löbe für den FC Gütersloh, verpasste aber dessen Zwangsabstieg wegen Insolvenz, weil er zum österreichischen SK Vorwärts Steyr ging. Keine gute Alternative, der Club meldete noch während der Saison Insolvenz an und beendete die Saison als Letzter der 1. Liga (6).

Es folgten kuriose drei Profijahre in der Türkei, kurios, weil Löbe nicht abstieg. Instinktsicher kehrte er deshalb zur SG Wattenscheid 09 zurück, die in der Regionalliga Nord spielte. Löbe avancierte zu einem der besten Regionalliga-Torjäger, konnte trotzdem nicht verhindern, dass die Mannschaft schließlich in die Oberliga Westfalen abstieg (7). Löbe ging zum SC Paderborn 07, mit ihm als Kapitän stieg das Team in die 2. Liga auf!

Löbe aber wechselte zum Mitaufsteiger Rot-Weiss Essen und stieg wieder ab (8). Nachdem er seine Profi-Karriere eigentlich beenden und bei der SpVgg. Radevormwald in der Verbandsliga ausklingen lassen wollte, folgte Alexander Löbe Anfang dieser Saison dem Ruf seines Ex-Vereins Paderborn in die 2. Liga. Seit Sonntag steht fest: Paderborn steigt ab (9).