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Portrait Reiner Calmund

Für die älteren Fußballfans ist er untrennbar mit der großen Ära von Bayer 04 Leverkusen verbunden, die Jüngeren werden ihn als die gemütliche, rheinische Frohnatur aus dem Fernsehen kennen. Reiner Calmund ist den meisten Deutschen ein Begriff und spielte im modernen Fußball der Bundesliga eine entscheidende Rolle. Dabei begann seine eigentliche Karriere mit einem Unfall.

Die Jugendjahre

Wie die meisten Offiziellen in der Fußballbundesliga begann auch Reiner Calmunds Karriere auf dem Platz. Allerdings blieb es bei den bescheidenen Anfängen, denn eine schwere Sprunggelenkverletzung beendete die Karriere des damals erst 19-Jährigen. Schon früh wurde der 1948 in Brühl geborene Calmund an der Seitenlinie tätig und widmete sich als Jugendtrainer dem fußballerischen Nachwuchs.
Zwischen 1974 und 1976 arbeitete er als Co-Trainer der Amateurmannschaft des SC Brühl, sein Wechsel nach Leverkusen brachte ihm danach den erhofften Karriereschub.
Den Großteil seiner Karriere verbrachte er dann in Leverkusen, zunächst als Jugendleiter und Vorstandsmitglied, später dann als Manager und zur Hochzeit von Bayer Leverkusen dann als Geschäftsführer. Neben dem Sieg des UEFA Pokals 1988 wurde Leverkusen während Calmunds Amtszeit viermal Bundesliga-Zweiter, was seinem Verein den Spitznamen „Vizekusen“ einbrachte. In der tragischen Saison 2001/2002 wurden außerdem DFB-Pokalfinale und Champions League-Finale verloren.

Große Verdienste für den deutschen Fußball

Dabei gilt Reiner Calmund vor allem als großer Förderer; mit dem damals noch vom Pharmakonzern Bayer prall gefüllten Portemonnaie wurden Spieler wie Bernd Schuster, Oliver Neuville, Bernd Schneider und Michael Ballack zu festen Größen der Bundesliga und der Nationalmannschaft. 2004 legte er sein Amt bei Bayer Leverkusen nieder, offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Gegen ihn wurde jedoch auch wegen ungeklärter Zahlungen ermittelt, zu Ergebnissen kam die Staatsanwaltschaft nie.
Optisch bleibt Calmund üppig. Wie Michael Ballack von den Geschäftsessen mit Reiner Calmund erzählte, galt der üppige Manager trotz seines Gewichtes weniger als deftiger Esser, sondern eher als echte Zuckerschnute.
Um dieses Gewicht dauerhaft zu senken, kooperierte „Calli“ u.a. mit dem Extremsportler Joey Kelly und Stern TV für einen Halbmarathon und verlor dabei 30 seiner anfänglich 163 Kilos. Neben seiner medialen Präsenz ist Calmund aber auch weiterhin ein gefragter Experte und Redner und wird über seine Agentur, die u.a. auch Carsten Maschmeyer und Nina Ruge vertritt, regelmäßig für Veranstaltungen gebucht.

Der omnipräsente Calmund

In den letzten zehn Jahren wurde Calmund aber vor allem als Showman auffällig. In verschiedenen TV-Showformaten bewahrte er sein öffentlichkeitswirksames Image vom rheinischen Lebemann. Auch sportlich ist Reiner Calmund immer noch engagiert und arbeitet derzeit als Berater für den Zweitligisten Dynamo Dresden.

Bildquelle: Starpress