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Podolski Matchwinner gegen Polen

Ausgerechnet Lukas Podolski! Der gebürtige Pole erzielte beide Tore beim 2:0 (1:0) der deutschen Nationalmannschaft gegen Polen beim EM-Spiel in Klagenfurt. Faire Geste beim Torjubel, den der Stürmer von Bayern München äußerst dezent zelebrierte. Im zweiten Spiel der Gruppe B siegte Kroatien 1:0 (1:0) gegen Gastgeber Österreich.

Podolski spielte im linken Mittelfeld, eine ungewohnte Position, zudem mit viel Laufarbeit verbunden, was er lakonisch kommentierte: „Im Vorfeld wird immer viel geredet. Ob ich im Mittelfeld oder im Sturm spiele, ist mir egal.“ Podolski löste seine Aufgabe bravorös und wurde als bester Spieler der Partie ausgezeichnet. Sachlich und gewohnt knapp äußerte er sich nach dem Spiel: „Wir haben ein Spiel gewonnen, gegen Kroatien wird es aber noch schwerer. Da müssen wir uns steigern“.

Im Sturm sind Mario Gomez und Miroslav Klose gesetzt, Klose glänzte gegen die Polen Mutter-Teresa-like als Vorbereiter. Nach durchwachsenen Leistungen im Training ließ Bundestrainer Joachim Löw Bastian Schweinsteiger zunächst auf der Bank. Im rechten Mittelfeld wirbelte der Bremer Clemens Fritz.

Als Sorgenkind der Deutschland galt die Abwehr, und es dauerte keine Minute, bis Torwart Jens Lehmann und Per Mertesacker bei einer Flanke zusammenprallten. Der Ball fiel Jacek Krzynowek vor die Füße, der kläglich vergab. Doch fortan agierte Mertesacker als souveräner Abwehrchef, auch Christoph Metzelder zeigte sich in EM-Form. Lehmann, so ließe sich lästerlich sagen, nutzte die Partie, um Spielpraxis zu gewinnen, und war in der zweiten Hälfte, als die Polen auf den Ausgleich drängten, ein sicherer Rückhalt.

Löw resümierte: „Lukas hat zwei Tore gemacht und stark gespielt, aber die ganze Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt.“ Leo Beenhakker, der niederländische Coach der Polen, sagte: „Die Deutschen haben viele Spieler, die den Unterschied machen können. Wir nicht.“ Gestern war es Lukas Podolski.