Was für ein Krimi im Finale der Champions League in Moskau: Erst im Elfmeterschießen besiegte Manchester United den FC Chelsea. Edwin var der Sar avancierte zum Helden des Abends. Der Niederländer im ManU-Tor parierte zwei Elfmeter und sicherte den “Reds” die größte Trophäe im Klubfußball.

Cristiano Ronaldo gewinnt mit ManU die Champions League © iPure/FlickrStorm

Tragisch war die Niederlage für Michael Ballack, der sich erneut - wie 2002 mit Bayer Leverkusen - die letztlich wertlose Silbermedaille umhängen lassen musste. Indes, der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft war der beste Spieler der Londoner, er dirigierte Chelsea und übernahm auch Verantwortung im bei Engländern - gelinde gesagt - nicht sonderlich beliebten Elfmeterschießen, als er als erster Schütze seines Teams sicher verwandelte. Doch weil John Terry und Nicolas Anelka auf Seiten Chelseas verschossen und nur Cristiano Ronaldo in geradezu hoffärtiger Manier auf Seiten Manchesters vergab, musste sich Ballack geschlagen geben - 5:6 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten stand es nach Toren von Ronaldo (26.) und Frank Lampard (45.) 1:1.

Manchester United - FC Chelsea 1:1 (1:1, 1:1) n.V., 6:5 i.E.
1:0 Cristiano Ronaldo (26.), 1:1 Lampard (45.)
Elfmeterschießen:
1:0 Tevez, 1:1 Ballack, 2:1 Carrick, 2:2 Belletti, Cech hält gegen Cristiano Ronaldo, 2:3 Lampard, 3:3 Hargreaves, 3:4 Ashley Cole, 4:4 Nani, Terry schießt an den Pfosten, 5:4 Anderson, 5:5 Kalou, 6:5 Giggs, van der Sar hält gegen Anelka
Manchester: van der Sar - Brown (120.+5 Anderson), Ferdinand, Vidic, Evra - Hargreaves, Scholes (87. Giggs), Carrick, Cristiano Ronaldo - Rooney (102. Nani), Tevez
Chelsea: Cech - Essien, Carvalho, Terry, Ashley Cole - Makelele (120.+5 Belletti) - Ballack, Lampard - Joe Cole (99. Anelka), Drogba, Malouda (93. Kalou)
Schiedsrichter: Michel (Slowakei)
Zuschauer in Moskau: 61.000 (ausverkauft)
Rote Karte: Drogba nach einer Tätlichkeit (116.)
Gelbe Karten: Scholes, Ferdinand, Vidic, Tevez - Makelele, Carvalho, Essien, Ballack    [...mehr]


Autor: Kerstin

Champions League

Heute Abend treten zwei englische Mannschaften gegeneinander im Finale der Champions League an: der englische Meister Manchester United auf der einen Seite, der Londoner Club FC Chelsea auf der anderen.

Mit dabei ist auch der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft Michael Ballack, der 2002 schon einmal im Endspiel stand. Damals verlor er mit Bayer 04 Leverkusen 1:2 gegen Real Madrid. Es gibt Parallelen: so wurde auch Chelsea diese Saison nur Zweiter in der Premier League, wie damals Leverkusen in der Bundesliga. Zudem steht nach dem Finale wieder ein internationales Turnier an: die EM in Österreich und der Schweiz.

Nicht bei der EM dabei ist bekanntlich die englische Nationalmannschaft. Dafür steht sie heute fast vollständig beim Finale auf dem Platz.

Für Manchester steht auf der anderen Seite einer der vielleicht besten Spieler des Jahres, Cristiano Ronaldo. Mit 31 Toren in der Premier League und sieben in der Champions League steht er bei beiden Torjägerlisten ganz oben. Vor vier Jahren wurde er mit Portugal nur Zweiter, dieses Jahr gewann er mit Manchester United bereits die englische Meisterschaft - weitere Titel nicht ausgeschlossen, zumal er auch eine der Hoffnungen Portugals bei der EM ist.

Beide Mannschaften sind mit namhaften Spielern bestückt, und eines ist klar: auch wenn das Ergebnis noch offen ist, nach England geht der Pokal auf jeden Fall.    [...mehr]


DFB Team in Aktion © missenheim.de/flickr

Ab heute beginnt die Vorbereitung auf die kommende Fußball - EM in Österreich und der Schweiz. Bis zum 30. Mai verweilt unsere Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf Mallorca. Von den bisher 26 Nominierten werden am Ende dieser Zeit noch einmal drei Spieler nach Hause geschickt.

Wie schon vor der WM im eigenen Land, hatten die Spieler auch dieses Mal die Möglichkeit ihre Familien mitzunehmen - allerdings nutzte nur die Hälfte der Profis dieses Angebot. Die jeweiligen Begleitpersonen dürfen bis Freitag auf Mallorca bleiben.
Die einzelnen Trainingseinheiten werden im Stadion des spanischen Erstligisten RCD Mallorca absolviert, zum Ende der Woche dann zweimal täglich. Außerdem erhielt jeder Spieler einen eigenen Trainingsplan.

Nach den 12 Tagen auf der Mittelmeerinsel wird der dann 23köpfige Kader ab dem 3. Juni seine Zelte im EM Quartier in Ascona aufschlagen. Hier bezieht die Mannschaft das Fünf-Sterne Hotel “Giardino”.
Zu dem Zeitpunkt sind es dann auch nur noch fünf Tage, bis das erste EM - Spiel gegen Polen in Klagenfurt ansteht.    [...mehr]


Hopp oder Klopp? Als die Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim im vergangenen Jahr in die 2. Liga aufgestiegen war, moserte der Mainzer Manager Christian Heidel: “Schade, dass so eine Mannschaft einen der 36 Plätze im Profifußball wegnimmt.” Heute kam es noch schlimmer für den FSV Mainz 05: Ein 5:1 gegen den FC St. Pauli reichte nicht zum Aufstieg, da Hoffenheim Greuther Fürth mit 5:0 vom Platz fegte. Hoffenheim hat den von Jürgen Klopp trainierten Mainzern einen von 18 Plätzen in der Bundesliga weggenommen und steigt neben Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln auf. Heidel äußerte nun Anerkennung: “Hoffenheims Aufstieg ist absolut verdient. Wer 60 Punkte holt, gehört in die Bundesliga.”

Hoffenheims Erfolgscoach Ralf Rangnick © forza tus/FlickrStorm

Die TSG Hoffenheim erzeugt Neid und Hass oder Bewunderung. Dabei hat der Verein einfach Glück gehabt. Glück, dass vor vielen Jahren mal ein Jugendlicher namens Dietmar Hopp für die TSG kickte. Der Mitbegründer des Software-Herstellers SAP ist heute Milliardär, seinem Verein ist der frühere Mittelfeldspieler als Mäzen verbunden.

Kritiker monieren, die TSG Hoffenheim sei ein Dorfverein ohne Tradition und ohne Fans, hier werde Geld verpulvert beim Gewaltmarsch in die Bundesliga. Dorfverein ist zumindest richtig, Hoffenheim ist ein Dorf mit etwa 3300 Einwohnern, 26 km von Heidelberg entfernt. Seit 2006 ist Ralf Rangnick dort Trainer, zunächst setzte der Verein auf die Förderung des Nachwuchses vor allem aus der Region. Doch als das Team nach dem Aufstieg in die 2. Liga einen Fehlstart hinlegte, wurden rund 20 Millionen Euro investiert: für den Brasilianer Carlos Eduardo (20), den Nigerianer Obasi Edu (21) und den Senegalesen Demba Ba (22). Hass schlug dem Team nun vor allem auswärts entgegen: “Fußballhure 18,99 Euro”, “Scheiß-Millionäre”, “Scheiß SAP”. Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser sagte damals: “Wenn wir wirklich mit Gewalt in die Bundesliga wollten, hätten wir keine Zwanzigjährigen verpflichtet, sondern erfahrene Spieler.”

Rangnicks Team spielte den attraktivsten Fußball der 2. Liga, offensiv, laufstark mit flinkbeinigem Pressing. Der 49-Jährige, früher mal als Professor verspottet, hat sich ein Fußballlabor geschaffen und er arbeitet mit modernen Methoden wie individueller Leitungsdiagnostik und Bildanalysen. Der Trainer hat kompetente Köpfe um sich geschart wie Burkhard Peters, einst Hockey-Bundestrainer, nun verantwortlich für den Nachwuchs, und den DFB-Psychologen Hans-Dieter Hermann, der die Spieler schon mal trommeln lässt.

Aus dem Fünfjahresplan mit dem Ziel Bundesliga wurde ein nur zweijähriger Triumphmarsch. Nun heißen die Gegner Bayern München, Werder Bremen, Schalke 04 oder VfB Stuttgart. Rangnick zeigte sich überwältigt: “Ich kann es selber noch gar nicht realisieren”, sagte der Erfolgscoach. “Der Druck war brutal.” Anderen schwant schon Großes, jüngst orakelte Horst Heldt, Manager des VfB Stuttgart: “Einen Ribéry können sich in Deutschland nur Bayern oder Hoffenheim leisten.”    [...mehr]


Gestern stand Oliver Kahn zum letzten Mal in der Bundesliga im Tor, zahlreich sind seine Erfolge: Acht deutsche Meisterschaften hat er mit Bayern München gewonnen, dazu sechsmal den DFB-Pokal, 2001 die Champions League, mit der Nationalmannschaft wurde Kahn 2002 WM-Zweiter, dreimal zum Welttorhüter gekürt.

Einzelkämpfer Oliver Kahn © probek/FlickrStorm

Der passionierte Golfer und Buchautor (egomanischer Titel: ICH. Erfolg kommt von innen) hat dabei mehr Respekt denn Sympathien gewonnen, weil ihm die Leichtigkeit fehlte, er stets Aggressivität und Ehrgeiz, gar Verbissenheit verkörperte. Sein früherer Konkurrent beim Karlsruher SC, Alexander Famulla, sagte mal halb im Spaß, aber durchaus mit etwas Wahrheit: “Ich wollte mit Oliver nie das Zimmer im Trainingslager teilen. Ich hatte Angst, dass er mich im Schlaf mit dem Kopfkissen ersticken würde.”

Legendär sind Kahns Ausraster: Er schüttelte seinen Mitspieler Andreas Herzog durch, versuchte Borussia Dortmunds Heiko Herrlich ins Ohr zu beißen, sprang im gleichen Spiel Stéphane Chapuisat in Karate-Pose entgegen, faustete 2001 gegen Hansa Rostock einen Ball ins gegnerische Tor, um nur einige Beispiele zu nennen. Darum war es wohl so überraschend, dass Kahn auch Sportsgeist zeigen konnte, etwa als er seinem Rivalen Jens Lehmann Glück wünschte vor dem Elfmeterschießen im Viertelfinale der WM 2006 gegen Argentinien. Ein Wunder, dass ihn niemand für den Friedensnobelpreis vorschlug.

Nun tritt er ab, Weltmeister Bodo Illgner sagte dem Tagesspiegel: “Sein Abschied wird eine große Lücke in der Bundesliga hinterlassen. Allein sein Blick in den luftleeren Raum bei Interviews ist legendär.” WDR-Reporter Manni Breuckmann lästerte heute im DSF-Doppelpass über Kahns Altersmilde, die er in dieser Saison zeigte: “Erwarte stündlich seinen Übergang zum Buddhismus.”

Alles ist Kahns Leben ist Arbeit, Druck, Kampf. In der Zeit sinnierte der Titan vor seinem letzten Bundesligaspiel: “Einerseits ist es ja wunderbar, dass dieses ‘Jedes Jahr Meister werden müssen’ bald von mir abfällt. Das war wie so ein Riesenklotz, der mir drauflag. Aber die Leere, die dann kommt, die muss ich aushalten lernen. In der Leere findet der Mensch zu sich selbst - und nicht, wenn er vor ihr davonläuft und sie mit falschen Dingen füllt. Mit Alkohol, Drogen Frauen.” Die Süddeutsche Zeitung kontert diese bleischwere Aussage mit einem Zitat der nordirischen Fußballlegende George Best, der 2005 starb: “I spent a lot of my money on booze, birds and fast cars. The rest I just squandered.”    [...mehr]


Hertha flattert fair in den Uefa-Cup © Shuriken Chang Ti/FlickrStorm

Der Tabellenzehnte der Bundesliga, Hertha BSC Berlin, erhält für die Saison 2008/09 als Sieger der Fairplay-Wertung den zusätzlichen Startplatz in der Qualifikation für den Uefa-Cup. 2005 hatte der FSV Mainz 05 als erste und bisher einzige deutsche Mannschaft dieses Recht bekommen.

“Das war nach dem Spiel am Samstag natürlich eine tolle Nachricht”, freute sich Herthas Manager Dieter Hoeneß. Kriterien bei der Bewertung der fairsten Mannschaft sind die Anzahl gelber und roter Karten, das Verhalten der Klubverantwortlichen und der Zuschauer sowie Respekt gegenüber den Gegnern und den Schiedsrichtern.

Wer sich wundern sollte - die Herthaner haben doch Josip Simunic im Kader? Der Kroate flog zwar im November im Pokal gegen Wuppertal mal wieder vom Platz - das war bereits seine vierte Hinausstellung 2007 -, in der Bundesliga jedoch hielt er sich in der abgelaufenden Saison schadlos.    [...mehr]


Die Frankfurterinnen sicherten sich mit einem 1:1 eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am nächsten Samstag in der Commerzbankarena. Insgesamt wurden bereits etwas mehr als 13.000 Karten verkauft.
Das Bild in Schweden war dagegen ein ganz anderes: vor nur 4128 Zuschauern war es die brasilianische Ballartistin Marta Vieira da Silva, kurz Marta genannt, die bereits eine Minute nach Beginn der Partie den Führungstreffer für den schwedischen Meister erzielte. Es war der erste Spielzug der Partie, der sofort zum Tor führte. Doch bereits vier Minuten später konnten die Frankfurterinnen ausgleichen. Conny Pohlers erzielte den Ausgleich nach Zuspiel von Petra Wimbersky.
In der Folgezeit waren es vor allem die Spielerinnen von Umeå IF, die das Spiel dominierten. Doch Silke Rottenberg rettete den amtierenden deutschen Meister des öfteren vor einem abermaligen Rückstand. Am Ende des Spiels wurde sie neben Marta zur besten Spielerin gewählt. Ihr Preis: eine elektrische Zahnbürste.
Auch in der zweiten Halbzeit schenkten sich beide Mannschaften nichts, allerdings führte keine der Aktionen zu einem weiteren Treffer.
Damit bleibt es auch am nächsten Samstag spannend, neben dem Titel geht es auch um den Rekord: beide Mannschaften gewannen den Pokal bereits zweimal - und das, obwohl dieses Turnier erst seit dem Jahr 2002 existiert.

Die Aufstellungen im Einzelnen:

Umeå IK:
Ulla-Karin Rönnlund – Anna Paulson, Johanna Frisk, Karolina Westberg, Frida Östberg - Lisa Dahlquist, Johanna Rasmusen, Mami Yamaguchi – Ramona Bachmann (68. Emmelie Konradsson), Madelaine Edlund, Marta.

1.FFC Frankfurt:
Silke Rottenberg – Katrin Kliehm (56. Sarah Günther), Tina Wunderlich, Gina Lewandowski, Saskia Bartusiak – Meike Weber, Alexandra Krieger – Kerstin Garefrekes, Petra Wimbersky – Birgit Prinz, Conny Pohlers (83. Sandra Smisek).    [...mehr]


Am heutigen Freitag hat Bundestrainer Jogi Löw seinen endgültigen Kader für die anstehende Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz benannt. Für Überraschungen wurde schon im Vorfeld gesorgt, da bereits am Vormittag durchsickerte, dass Timo Hildebrand die Euro 2008 vor dem Fernsehbildschirm erleben muss.

deutsche Nationalmannschaft

Mit diesem Kader möchte Deutschland die EM 2008 gewinnen:

Tor: Jens Lehmann, Robert Enke, René Adler

Abwehr: Philipp Lahm, Per Mertesacker, Christoph Metzelder, Arne Friedrich, Marcell Jansen, Heiko Westermann, Clemens Fritz

Mittelfeld: Michael Ballack, Torsten Frings, Bastian Schweinsteiger, Thomas Hitzlsperger, Simon Rolfes, Tim Borowski, Piotr Trochowski, David Odonkor

Sturm: Miroslav Klose, Łukasz Podolski, Mario Gomez, Kevin Kuranyi, Oliver Neuville    [...mehr]


Die erste Überraschung gab es schon am Vormittag, als bekannt wurde, dass die bisherige Nummer 2, Timo Hildebrand, in diesem Jahr nicht mehr auf den EM-Zug gesprungen. Stattdessen wurde der Shooting-Star der Saison, Rene Adler für den Kader der deutschen Nationalmannschaft nominiert. Zudem hat sich Löw doch entschieden, zunächst mit 26 Spielern in das Trainingslager zu fahren, wovon bis zum 28. Mai drei gestrichen werden müssen.

„Es war keine leichte Entscheidung, die Spieler auszuwählen. Aber wir sind von den jetzt ausgewählten Spielern absolut überzeugt“ so der Bundestrainer auf der Pressekonferenz.

Zudem haben es Marko Marin von Bundesligaaufsteiger Borussia Mönchengladbach und überraschenderweise auch geschafft, womit kaum jemand gerecht hatte. Aber gerade solche Überraschungen hatte Jogi Löw bereits im Vorfeld der Nominierung angekündigt.    [...mehr]


Laut Bericht der Bild-Zeitung hat es der Shooting-Star der Saison, Leverkusens Keeper Rene Adler, in den EM-Kader 2008 geschafft. Seinen Platz räumen muss hingegen Timo Hildebrand, der beim FC Valencia erhebliche Probleme hatte und nun bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz zuschauen muss. Ob diese Entscheidung endgültig ist, können wir aber erst um 13 Uhr erfahren, wenn Bundestrainer Jogi Löw den Kader bekannt gibt.    [...mehr]


Seite 64 von 76« Start...«6263646566»...Ende »