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Michael Rensing zu schwach für Bayern München?

Die erste Niederlage im 28. Bundesligaspiel – Michael Rensing ist der erfolgreichste Debütant der Bundesliga. Doch am vergangenen Samstag riss die Serie, als Bayern München gegen Werder Bremen mit 2:5 unterlag. Seitdem wachsen die Zweifel: Ist der Torhüter zu schwach für die Bayern?

Seit dieser Saison ist der 24-Jährige Stammkeeper beim Rekordmeister, er löste Oliver Kahn ab, ein schweres Erbe, denn der Titan konnte Spiele für Bayern entscheiden und die Unhaltbaren halten. Sicher hatte Rensing nicht allein das Desaster gegen Bremen zu verantworten, versagt hat das gesamte Team. Aber Rensing ließ mehr Bälle durch, als er hielt, wirkte bei Freistößen und Flanken erschreckend unsicher. Und er ist in Deutschland ganz weit davon entfernt, erste Wahl zu sein, viel stärker eingeschätzt werden die jungen Torhüter René Adler (Bayer Leverkusen) und Manuel Neuer (Schalke 04).

Kahn nahm seinen Nachfolger in Schutz: „Ich habe immer gesagt: Wenn man auf junge Spieler baut, muss man die eine oder andere Durststrecke in Kauf nehmen. Es wäre deshalb fatal, Michael Rensing in Frage zu stellen. Man darf um Himmels Willen nicht den Fehler machen, von Rensing zu erwarten, dass er sofort auf dem Niveau weitermacht, das ich vielleicht zu meiner besten Zeit hatte.“

Haben die Münchner, die in den vergangenen Jahren viele Millionen in die Verpflichtung teurer Stars investierten, an der falschen Stelle gespart? Kann Jürgen Klinsmanns Team mit Rensing die Champions League gewinnen?

Die Frage, was den Torwart einer großen Mannschaft auszeichnet, beantwortete Iker Casillas, Keeper von Europameister Spanien in der Süddeutschen Zeitung: „Die Persönlichkeit.“ Ob man sich die aneignen kann? „Ich glaube, die hat man. Oliver Kahn war ein geborener Leader und ein Riesentorwart.“

Gefahr von der Bank droht Rensing indes nicht, da sitzt Hans-Jörg Butt. Der flüchtete einst aus Leverkusen, nachdem er seinen Stammplatz verloren hatte – an René Adler.