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Mehr als nur Ronaldo – So tritt Portugal in Frankreich an

Vorgestellt: EM-Teilnehmer Portugal

Die Zeiten, in denen Portugal ernsthafte Ansprüche auf den EM-Titel stellen konnte, scheinen vorbei. Nur wenige Spieler des Teams von Trainer Fernando Santos können sich aus dem Schatten der Lichtgestalt Christiano Ronaldo lösen. Und dennoch besitzt das Team zumindest Außenseiterchancen.

 

Ein großes Team ohne Turniererfolge

Portugals Fußballgeschichte wurde noch nie mit einem großen Titel gekrönt, auch Ausnahmekönner wie Figo, Costa und Coutu mussten sich mit ihrer glänzenden Spielweise bei der EM 2004 in Portugal schmucklos verteidigenden Griechen geschlagen geben. Und auch unter Christiano Ronaldo blieben dem Team bisher die ganz großen Erfolge vergönnt.

In diesem Jahr steht in Person von Renato Junior Luz Sanches allerdings ein weiteres Megatalent an Ronaldos Seite. Der Aufräumer zwischen Defensive und Offensive gilt vor allem als ballstarker Taktiker. Noch steht Sanches bei Benfica Lissabon unter Vertrag, doch ab der nächsten Saison wird er im Mittelfeld des FC Bayern um einen Stammplatz buhlen.

Generell ist das Mittelfeld mit Mário, Silva, Carvalho, Gomes, Moutinho und Pereira das große Glanzstück der portugiesischen Mannschaft. Von hier aus soll der starke Angriff rund um den gesetzten Ronaldo mit Vorlagen gefüttert werden.

 

Starke Flügel und Ronaldos Tore

Mit Nani, Quaresma, Rafa Silva und Eder ist der Angriff der Portugiesen hochkarätig besetzt, vor allem das Spiel über die kreativen Flügel wird zumindest in der Vorrunde durch die gegnerischen Defensivreihen schneiden wie durch Butter. Dass mit CR7 ein wahrer Spitzenstürmer in den Reihen der Portugiesen spielt, ist nur das Sahnehäubchen auf der portugiesischen Offensive.

Allerdings versagen Ronaldo besonders in Turnieren gerne einmal die Nerven und im Dress der Nationalmannschaft konnte er bisher noch nie an seine Leistungen im Verein anknüpfen.

Im Tor des Achten der FIFA-Weltrangliste geht es dagegen eher unspektakulär zu, denn der 27-jährige Rui Patricio gilt als gesetzt.

Vor Patricio spielt dagegen ein Riegel aus erfahrenen Abwehrrecken. Ricardo Carvalho, Bruno Alves, Jose Fonte und Pepe sind alle schon jenseits der 30, einzig Rechtsverteidiger Soares vom FC Lorient bringt etwas Jugendlichkeit in die Abwehrreihen. Mit dem Wolfsburger Vieirinha hat Santos zudem noch eine hochwertige Option in der Außenverteidigung.

 

Es reicht nicht ganz zum Geheimfavoriten

Doch neben dem frisch gebackenen Champions-League-Sieger Christiano Ronaldo gibt es noch einige andere Punkte, die für Portugal sprechen: Zum einen wäre da die vergleichsweise einfache Vorrundengruppe mit Ungarn, Island und Österreich. Zum anderen ist das Team mannschaftlich geschlossen und konnte unter Trainer Santos bisher fast immer brillieren.
Damit Portugal weiter als bis ins Halbfinale vorstößt, müsste allerdings viel zusammenkommen.

 

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