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Löw für das Spiel gegen Portugal gesperrt

Die Disziplinarkommission der Uefa hat Bundestrainer Joachim Löw für ein Spiel gesperrt. Das Viertelfinale gegen Portugal am Donnerstag muss Löw von oben verfolgen. Löw war am Montag im Spiel gegen Österreich von Schiedsrichter Mejuto Gonzalez wie sein österreichischer Kollege Josef Hickersberger auf die Tribüne verwiesen worden.

Die Mannschaft muss nun von Löws Assistenten Hansi Flick gecoacht werden. Dagegen vorzugehen ist nicht möglich: Bei einem Spiel Sperre besteht laut Uefa keine Möglichkeit, in Berufung zu gehen.

Umstritten ist der Anlass: Den vierten Mann drängte es offensichtlich ins Rampenlicht. Der Slowene gängelte Löw und den österreichischen Trainer Josef Hickersberger permanant, obwohl beide etwas hitzig, aber regelkonform in der Coachingzone agierten. Schiedsrichter Manuel Gonzales rannte plötzlich zur Seitenlinie und schickte beide Trainer auf die Tribüne – ein einmaliger Vorgang in der Turniergeschichte.

Noch nie mussten beide Trainer in einem EM-Spiel die Trainerbank verlassen. Löw klatschte sich mit Hickersberger ab, beide schüttelten verwundert den Kopf. Auf der Suche nach einem freien Platz kam ihm Bundeskanzlerin Angela Merkel entgegen, ebenfalls irritiert. „Ich habe sie begrüßt, und sie wollte von mir wissen, was passiert ist“, sagte Löw. „Aber ich konnte ihr keine Antwort geben, ich wusste es selbst nicht so genau.“