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Leipziger Devise: «Hauptsache, wir sind weiter»

Göteborg – Kein Sieg und dann auch noch ein Gegentor. So schadlos wie erhofft und vorgenommen hielt sich RB Leipzig nicht beim klaren Außenseiter BK Häcken.

Das Tor beim 1:1 fiel erst gegen Ende, als die Ordnung auch durch Auswechslungen verloren gegangen und der Einzug in die nächste Runde der mühsamen Europa-League-Qualifikation geschafft war. Doch schon in der ersten Halbzeit ließ die Elf, die so noch nie zusammen spielte und es vermutlich auch nicht noch mal tun wird, einige Gelegenheiten zu.

Unter dem Strich zählte aber ohnehin nur eines für den Tabellensechsten der vergangenen Saison in der Fußball-Bundesliga: Pflicht erledigt, 3. Runde erreicht. «Dieses Ergebnis geht in Ordnung. Teilweise haben wir es gut gemacht, teilweise haben wir ein paar Konter zu viel zugelassen. Aber Hauptsache, wir sind weiter», sagte Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick.

Gut für Rangnick, dass er dabei auch einigen Spielern eine Chance in Häcken geben konnte, die sonst nicht zum Zug gekommen wären. Darunter drei 18-Jährige in Erik Majetschak und Niclas Stierlin, der sogar von Anfang an spielen durfte, sowie Lukas Krüger, der sich allerdings eine Innenbandverletzung zuzog. Zudem kam auch noch der erst 17-jährige Oliver Bias zum Einsatz.

Bei der kräftezehrenden Spielweise, die Rangnick noch intensiver vom Team einfordert als es Vorgänger Ralph Hasenhüttl machte, dürfte eine große Auswahl an Alternativen nicht schaden. Zumal RB Ziele hat, die die Mehrfachbelastung der vergangenen Saison noch übertreffen dürften: In der Liga am besten auf die Champions-League-Ränge kommen und im Pokal und in der Europa League solange dabei bleiben, wie möglich.

Das, was die Leipziger (wieder) auszeichnen soll, funktionierte allerdings noch nicht im Rückspiel bei den Schweden, die in der Liga gerade mal auf Platz zehn liegen. «Wir haben uns etwas schwer getan, den Ball schnell zu machen», meinte Mittelfeldmann Diego Demme.

Das können sie aber bereits heute schon wieder üben. Gegner wird nahe Seefeld, wo der hochkarätige Rest des Kaders unter anderem mit Nationalspieler Timo Werner im Vorbereitungscamp blieb, Huddersfield Town aus der Premier League sein.

Fotocredits: Michael Erichsen
(dpa)

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