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Kogge kämpft mit Köpfchen um Klassenerhalt

Heute geht die Rückrunde der Bundesliga los, Hansa Rostock empfängt die Bayern. Das Spiel wird in 158 Ländern übertragen, ein Rekord, nie zuvor gab es mehr Länder, die ein Bundesliga-Spiel live ausgestrahlten.

Klassenerhalt ist das Ziel des Tabellen-15. aus dem Nordosten. Ob dafür ausgerechnet heute Punkte gesammelt werden, ist zumindest statistisch zweifelhaft. Gegen keine andere Mannschaft haben die Hanseaten in der Bundesliga zu Hause so oft verloren wie gegen den Deutschen Rekordmeister, der von seinen bislang elf Gastspielen sieben gewinnen konnte.

Was nicht gut für die Moral ist: Am Dienstag flog Hansa im DFB-Pokal beim Zweitligisten Hoffenheim raus. „Wir waren die dümmere Mannschaft, weil wir in der Defensive kräftig mitgeholfen haben“, ärgerte sich Trainer Frank Pagelsdorf. Orestes hatte nämlich die Kogge per Eigentor versenkt.

Für Hansa Rostock ist das Ausscheiden auch finanziell bitter. Der Klub hat etwa acht Millionen Euro Schulden und den kleinsten Etat aller Bundesligisten. Nicht allein aus Gründen der Philosophie hat sich Hansa zum Ausbildungsverein erklärt, auch die Aussicht, Talente zu fördern und gewinnbringend zu verkaufen, dürfte eine Rolle gespielt haben. Das größte Rostocker Talent spielt allerdings seit 2006 bei den Bayern: Toni Kroos wurde mit der Hansa-B-Jugend deutscher Vizemeister, sein Talent fiel den Münchner Scouts auf, die ihn an die Isar lotsten. Dort ist das Trikot mit der 10 für Kroos reserviert, der 2007 bei der U17-WM den Goldenen Ball als bester Spieler erhielt.

Rückkehrer Gledson (VfB Stuttgart) ist der einzige neue Kicker bei Hansa für die Rückrunde. Verstärkt hat sich der Verein im Kopf: Henrik Schrader und Michael Nusser sind Mentaltrainer und werden einen Tag vor jedem Bundesligaspiel zu den Spielern stoßen und sie auf die Partie vorbereiten.