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Königstransfer Pléa macht «reife» Gladbacher zum Topteam

Bremen – Alassane Pléa scheint Bremen zu lieben. Zumindest schießt der Angreifer von Borussia Mönchengladbach an der Weser Tore am Fließband.

Schon in der ersten Runde des DFB-Pokals erzielte der Franzose beim 11:1 gegen den Oberligisten BSC Hastedt drei Treffer und feierte damit auf Platz elf im Schatten des Weserstadions ein bemerkenswertes Pflichtspieldebüt für die Borussia. Rund drei Monate später gelang Pléa beim 3:1 (1:0) der Gladbacher bei Werder Bremen erneut einen Dreierpack, womit er nun gemeinsam mit den beiden Dortmundern Marco Reus und Paco Alcácer mit je acht Treffern die Torschützenliste der Fußball-Bundesliga anführt.

«Ich fühle mich einfach wohl in der Mannschaft», sagte Pléa nach seiner Gala zurückhaltend. Die mitgereisten Gladbach-Fans besangen den für 23 Millionen Euro aus Nizza gekommenen Stürmer nach dem zweiten Auswärtssieg der Saison minutenlang. Doch der Umjubelte blieb ganz bescheiden. «Ich muss meinen Kameraden ein großes Lob aussprechen. Sie haben mich super aufgenommen», sagte Pléa. «Wir haben eine super Mannschaft, arbeiten unheimlich viel und deshalb läuft es auch so gut bei uns.»

Doch natürlich ist es vor allem auch Pléa, der für die Gladbacher in dieser Saison den Unterschied macht. Mit seiner Robustheit, seinem Behauptungswillen im Zweikampf, seiner guten Technik und seinem Torinstinkt gibt er dem Spiel der Borussia etwas, was ihr in der so enttäuschend verlaufenden letzten Saison abging. «Man hat heute alles das gesehen, was wir letzte Saison an Spielerpersönlichkeit noch nicht hatten», sagte Gladbachs Trainer Dieter Hecking.

Beim 1:0 (39. Minute) nahm der Franzose einen abgeblockten Schuss von Lars Stindl in technischer Weltklassemanier an, düpierte in Martin Harnik und Davy Klaassen gleich zwei Gegner mit einer einfachen Körpertäuschung und zirkelte den Ball dann gekonnt ins linke, untere Eck. Beim 2:0 (48.) nutzte Pléa eine einstudierte Eckballvariante, indem er gedanklich einfach schneller als die Bremer Abwehrspieler war. Und beim 3:0 (52.) schloss er eine Traumkombination über Jonas Hofmann und Oscar Wendt ab, als er einfach da stand, wo ein Stürmer stehen muss.

«Wir wussten, dass wir da einen guten Spieler aus Nizza bekommen. Aber dass er so voll einschlägt, ist natürlich super», lobte Kapitän Stindl den Stürmer. Dabei hob der Nationalspieler nicht nur die fußballerischen Fähigkeiten des Franzosen hervor. «Wir freuen uns sehr, dass wir einen so tollen Fußballer, aber auch sehr angenehmen Menschen dazubekommen haben. Er ist sehr, sehr demütig und zurückhaltend, aber immer da, wenn man ihn braucht.»

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl ist damit wieder einmal ein herausragender Transfer gelungen. Vor der Saison kannten Pléa nur Experten, nun ist er allen Fußball-Fans ein Begriff. «Da hat unsere Scouting-Abteilung herausragende Arbeit geleistet», meinte Eberl und gab das Lob an seine Mitarbeiter weiter. Im Sommer standen Eberl und Co. vor der Entscheidung, entweder Pléa oder Niclas Füllkrug von Hannover 96 zu holen. Auch weil 96-Boss Martin Kind bei Füllkrug sein Veto einlegte, wurde es schließlich Pléa. Eine Entscheidung, die in Gladbach niemand bereut hat. Schließlich gehen die Fohlen vor allem auch dank Pléa als Tabellenzweiter und Dortmund-Jäger Nummer eins in die nun folgende Länderspielpause.

Fotocredits: Carmen Jaspersen
(dpa)

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