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Kein Comeback für Kindskopf Kevin Kuranyi – ein Kommentar

52 Länderspiele hat Kevin Kuranyi absolviert, doch keins hat sich in mein Gedächtnis gegraben. Unsterblich indes hat er sich am vergangenen Samstag gemacht, als er von der Nationalelf desertierte. Ein Verhalten, dass wohl alle Sporttreibenden schon mal erlebt haben – sei es in der D-Jugend, in der Schulmannschaft oder Kreisliga.

Kuranyi ist mit seinen 26 Jahren immer noch ein Kindskopf. Einer, der in Interviews gern floskelt, dass er „der Mannschaft helfen will“, aber seinen Wert für das Team nicht einzuordnen vermag, sondern sich grotesk überschätzt.

Die technischen Möglichkeiten des Stürmers sind limitiert, er ist ein sehr guter Kopfballspieler, doch bei schnellen Kombinationen ist er mit seiner an einen Flipper erinnernden Ballbehandlung überfordert. Kuranyi ist ein Kämpfer und Brecher, aber damit kann er der Mannschaft nicht immer helfen. Am wenigsten der Nationalmannschaft, die Bundestrainer Joachim Löw auch schön spielen sehen will.

„Das Gesamte konnte ich nicht mehr tragen“, erklärte der Schalker, der sich bei Löw entschuldigte. Doch das Tor bleibt zu recht vernagelt für Kuranyi, der sich selbst ins Abseits gestellt hat. Sein letzter Länderspieltreffer war ein Eigentor.