Kein Comeback für Kindskopf Kevin Kuranyi - ein Kommentar

Autor: Sonja Beckmann

52 Länderspiele hat Kevin Kuranyi absolviert, doch keins hat sich in mein Gedächtnis gegraben. Unsterblich indes hat er sich am vergangenen Samstag gemacht, als er von der Nationalelf desertierte. Ein Verhalten, dass wohl alle Sporttreibenden schon mal erlebt haben - sei es in der D-Jugend, in der Schulmannschaft oder Kreisliga.

Kuranyi ist mit seinen 26 Jahren immer noch ein Kindskopf. Einer, der in Interviews gern floskelt, dass er “der Mannschaft helfen will”, aber seinen Wert für das Team nicht einzuordnen vermag, sondern sich grotesk überschätzt.

Die technischen Möglichkeiten des Stürmers sind limitiert, er ist ein sehr guter Kopfballspieler, doch bei schnellen Kombinationen ist er mit seiner an einen Flipper erinnernden Ballbehandlung überfordert. Kuranyi ist ein Kämpfer und Brecher, aber damit kann er der Mannschaft nicht immer helfen. Am wenigsten der Nationalmannschaft, die Bundestrainer Joachim Löw auch schön spielen sehen will.

“Das Gesamte konnte ich nicht mehr tragen”, erklärte der Schalker, der sich bei Löw entschuldigte. Doch das Tor bleibt zu recht vernagelt für Kuranyi, der sich selbst ins Abseits gestellt hat. Sein letzter Länderspieltreffer war ein Eigentor.

Kein Platz für Kevin Kuranyi / Foto: pila2007/FlickrStorm


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DJ schreibt
am 13. Oktober 2008 um 21:57 Uhr

Nun, vielleicht sollte man auch überlegen, was dieser Spieler alles durchgemacht hat. Die Ausbootung kurz vor der WM 2006, obwohl er diese mit zahlreichen Treffern verdient hatte. Zudem die ständigen Pfiffe gegen seine Person - unglaublich, was alles auf einen Menschen !!! -die Betonung liegt auf Menschen abgeladen wird. Möglicherweise hat er zu emotional reagiert, aber gerade darin liegt die Natur des Menschen begründet. Man sollte ihm einfach mehr Respekt entgegen bringen.

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Kerstin schreibt
am 14. Oktober 2008 um 11:53 Uhr

Im Grunde war ein Abschied für Kuranyi aus der DFB-Elf eine schlüssige Entscheidung. Er war bei der WM nicht dabei und bei der EM nur Zuschauer. Allerdings ist die Art und Weise wie er sich aus der Nationalmannschaft verabschiedet hat nicht in Ordnung gewesen - vielleicht trifft es das Wort Kindkopf wirklich ganz gut. Er hätte einfach auf den nächsten Tag warten und dann öffentlich abtreten sollen.
Im Grunde ist es aber für ihn, der doch zu Stuttgarter Zeiten so viele begeistert hat, das Beste. Vielleicht trifft er nun auch öfter mal wieder bei Schalke.
Und das er nicht die Beweglichkeit und Technik eines Podolskis hat, ist bei seiner Größe auch normal.

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am 22. Oktober 2008 um 09:44 Uhr
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