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Kehl: Marke des Spielers nicht größer als Verein

Düsseldorf – Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund achtet genau auf die Aktivitäten seiner Fußballprofis in den sozialen Medien.

«Wir beobachten die Kanäle, um die Entwicklung der Persönlichkeit des Spielers zu beurteilen und Dinge frühzeitig zu verhindern. Wichtig ist, dass die Marke des Spielers nicht größer wird als der Verein», sagte Sebastian Kehl, der Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, beim Branchenkongress SpoBis in Düsseldorf. «Man muss klar machen: Wer bezahlt den Spieler? Und was ist wichtig?»

Zu Spekulationen über einen Weggang von U19-Kapitän Tobias Raschl (18) von den Westfalen zum FC Bayern oder zu Bayer Leverkusen sagte Kehl: «Wir werden mit dem Jungen darüber reden. Er wird genau überlegen, wohin er geht. Es wäre schön, mal wieder einen Spieler aus den eigenen Reihen in die Profimannschaft zu bringen.»

In der neuen Konstellation der Führungsspitze sieht Kehl einen Grund für den derzeitigen Erfolg des BVB. «Es ist gelungen, unterschiedliche Generationen zusammenzubekommen», sagte der frühere Nationalspieler (38), der mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (59) und Sportdirektor Michael Zorc (56) ein Führungsteam bildet. «Neuer Input von außen, ein anderer Typ, eine andere Art von Mitarbeiterführung – das funktioniert im Moment sehr gut.»

Kehl betrachtet sich selbst noch als Lernenden: «Sich eine Grundlage zu erarbeiten, ist jetzt das Thema. Ich bin erst ein halbes Jahr in der Funktion, das ist spannend.» Er sieht sich bei seiner Arbeit dicht an den Profis und an Trainer Lucien Favre als «Förderer und Forderer der Spieler» sowie als Bindeglied in die Geschäftsführung.

Fotocredits: Swen Pförtner
(dpa)

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