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Joshua Kimmich – Vom Drittligisten zum EM- Stammspieler?

Joshua Kimmich – Vom Drittligisten zum EM- Stammspieler?

Im Match gegen die Nordiren galt Joshua Kimmich als die Entdeckung des Spiels. Mit viel Engagement und Zweikampfstärke legte der 21-Jährige ein vielversprechendes EM-Debüt hin. Wer allerdings die bisherige Karriere des Jungprofis verfolgt hat, wird nicht verwundert sein.

Rasanter Aufstieg

Geboren wurde Joshua Kimmich am 8.Februar 1995 im kleinen Rottweil in Baden-Württemberg. Bereits mit zwölf Jahren verpflichtete ihn die Jugendabteilung des VfB Stuttgart, für die er auch nach Durchlaufen aller Altersklassen in der A-Jugend-Bundesliga Spiele absolvierte. In der Saison 2013/2014 wurde Joshua Kimmich ein zentraler Bestandteil seines neuen Vereins, dem seinerzeitigen Drittligisten RB Leipzig. Mit Leipzig gelang ihm schon in seiner Premierensaison als Zweitplatzierter der Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Nachdem der VfB Stuttgart in der Saison 2015/2016 von seiner Rückkaufoption Gebrauch machte, kehrte Joshua Kimmich zu seinem alten Verein zurück. Der 1. FC Bayern München nutzte diese Gelegenheit, um einen der talentiertesten deutschen Verteidiger für 8,5 Millionen Euro zu verpflichten. Aufgrund der Verletzungsmisere des 1. FC Bayern wird Joshua Kimmich in seiner ersten Saison vom Startrainer Pep Guardiola mehrfach eingesetzt; dabei kommt der gelernte defensive Mittelfeldspieler als Rechts-, Links- und Innenverteidiger zum Zuge. Der Newcomer absolvierte eine traumhafte erste Saison für den Rekordmeister mit 23 Bundesligaspielen, vier Auftritten im Pokal und elf Einsätzen in der Champions League. Das „Double“ ist der größte bisherige Erfolg in seiner noch jungen Karriere.

Belebendes Element

Siegeswillen, Spielintelligenz, Fleiß und überzeugende Leistungen sicherten Joshua Kimmich den Platz im EM-Kader der deutschen Nationalmannschaft. Das Spiel gegen Nordirland sollte erst sein zweiter Einsatz in der Nationalmannschaft sein. Dennoch durfte er die gesamte Spieldauer als rechter Außenverteidiger im dritten Spiel der Gruppenphase absolvieren. Mit erstaunlich vielen Ballkontakten und Angriffslust belebte er das Spiel der Deutschen. Seine Hereingaben, ob hoch oder flach, sorgten für vier gute Torchancen. Mit dieser Qualität wird er wohl nicht sein letztes Spiel bei dieser EM bestritten haben – hoffentlich.


Bildquelle: Thinkstock, 153491620, iStock, StudioQ1