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Joachim Löw wirft Kevin Kuranyi aus der Nationalelf

Kevin Kuranyi ist während der Halbzeit des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland aus dem Dortmunder Stadion abgehauen. Bundestrainer Joachim Löw strich den Stürmer von Schalke 04 daraufhin aus dem Kader und wird ihn auch nicht mehr nominieren. Wie die Bild am Sonntag berichtet, soll Kuranyi seinen Rücktritt aus dem DFB-Team erklärt haben. Grund für diesen impulsiven Entschluss sei mangelnder Rückhalt von Löw.

Kuranyi gehörte gegen Russland nicht zum Kader und saß eine Halbzeit mit seinem Clubkameraden Jermaine Jones auf der Tribüne. Dann brannten bei ihm die Sicherungen durch. „Ich kann seine Enttäuschung verstehen, aber die Reaktion, die dann am Abend passiert ist, ist nicht akzeptabel und verständlich. Wir sind hier derzeit bei der Nationalmannschaft 20 Top-Leute, und da werden wir Trainer immer wieder aufs Neue harte Entscheidungen treffen müssen“, sagte Löw.

Zwei Freunde von Kuranyi holten noch in der Nacht auf den Sonntag die persönlichen Sachen des Schalkers im Teamhotel ab. Kuranyi absolvierte 52 Länderspiele und schoss 19 Tore, doch seine internationale Karriere verlief wechselhaft: Zu seiner großen Enttäuschung nominierte ihn der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann nicht für die WM 2006. Bei der EM 2008 hatte Kuranyi nur Kurzeinsätze, aber er konnte dem Team keine Impulse geben, vor allem im Finale gegen Spaniens Ballzauberer enttäuschte der technisch limitierte Stürmer.