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Ist Julian Draxler der bessere Götze?

Ist Julian Draxler der bessere Götze?

Bei der Europameisterschaft in Frankreich hat Julian Draxler bis zum Achtelfinale bereits mehr Spielminuten absolviert als bei der gesamten Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Nach seinem Spiel gegen die Slowakei ist der aufstrebende Jungnationalspieler näher an einem Stammplatz dran denn je.

Auf Schalke ausgebildet

Julian Draxler wechselte bereits im Alter von acht Jahren zum FC Schalke 04. Der Nachwuchsstar durchlief dort bis zur U-19-Mannschaft alle Schalker Jugendteams. In Gelsenkirchen fing auch seine Profikarriere an. Im Januar 2011 war es dann so weit – Draxler gab mit gerade einmal 17 Jahren sein Bundesligadebüt. In den kommenden Jahren sollte der talentierte Mittelfeldspieler eine Schlüsselfigur auf Schalke werden. Mit überzeugenden Leistungen in der Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal, wurden die Top-Klubs aus Europa auf den 22-Jährigen aufmerksam. Seit 2015 ist Draxler beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. In seinem neuen Verein konnte er bisher punktuelle Akzente setzen, aber seine spielerischen Fähigkeiten konnte er bisher nicht voll entfalten.

Ein Geduldiger Spieler

Sein Debüt bei einer Weltmeisterschaft gab er beim 7:1-Sieg im WM-Halbfinalspiel gegen Brasilien, als er im letzten Drittel für Sami Khedira eingewechselt wurde. Dass er bei der WM in Basilien kaum eingesetzt werden würde, war ihm von vornerein schon bewusst. Ohne großen Aufstand nahm er dies in Kauf. Gerade deswegen genießt er Löws vertrauen. Nichts wird dem Zufall überlassen – sogar einen eigenen Koch und Physiotrainer hat er eingestellt, um zu den Besten zu gehören. Disziplin und Ehrgeiz verschafften dem Jungnationalspieler schließlich einen Platz in der Europameisterschaft.

Wird die Europameisterschaft sein Turnier?

Gerade einmal 22 Jahre alt, aber mittlerweile schon seit vier Jahren im Kreise der Nationalmannschaft. In seinem zweiten großen Turnier durfte er im Achtelfinalspiel gegen die Slowakei in der Startelf auflaufen. Der kreative Offensivakteur überzeugte mit schnellen Dribblings und scharfen Hereingaben in den Strafraum. Auch seine Eins-zu-eins-Stärke kam zum Vorschein. Voller Ideen und mit Angriffslust war er zu Recht der beste Mann auf dem Platz. Ob er den Platz vom WM-Torschützen Mario Götze einnehmen wird, zeigt sich in der nächsten Aufstellung. Die Entscheidung von Löw hat er allemal nicht einfacher gemacht.


Bild: Thinkstock, 503917667, iStock, batwayne