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HSV stoppt Leipziger Heimserie

Leipzig – Der Hamburger SV hat die beeindruckende Heimserie von RB Leipzig überraschend gestoppt. Die gegen den Abstieg kämpfenden Hanseaten besiegten den Aufsteiger mit 3:0 (2:0).

Die Gastgeber kassierten damit die erste Niederlage in der Fußball-Bundesliga in ihrer Red Bull Arena. Zudem verlor die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl im Oberhaus erstmals zwei Spiele nacheinander.

Vor 42 558 Zuschauern brachte der jüngst erst von Leipzig nach Hamburg gewechselte Grieche Kyriakos Papadopoulus (18.) den HSV in Führung. Der brasilianische Winter-Neuzugang Souza Silva Walace (24.) erhöhte zum 2:0 – ebenfalls per Kopf nach einer Ecke. In der Nachspielzeit markierte der gerade eingewechselte Aaron Hunt den Endstand.

Der HSV setzte unter Markus Gisdol in dessen 100. Bundesligaspiel als Trainer den Aufwärtstrend fort: Es war der fünfte Sieg aus den vergangenen acht Spielen. Damit verließ der HSV, der unter der Woche im DFB-Pokal das Viertelfinale erreicht hatte, den Relegationsplatz. Die Leipziger verloren indes weiter Boden als Bayern-Verfolger und liegen nun schon sieben Punkte hinter dem Tabellenführer. Auch die wohl offensivste Aufstellung seiner RB-Traineramtszeit konnte Hasenhüttl und seine Mannschaft nicht vor der verdienten Niederlage retten – zuletzt hatte RB am 15. April 2016 in der zweiten Liga (0:1 gegen Sandhausen) daheim verloren.

Mit dem zuvor rotgesperrten Emil Forsberg und den beim 0:1 gegen Dortmund grippeerkrankten Timo Werner, Diego Demme und Marcel Sabitzer startete Leipzig. Doch die maximale Offensivkraft brachte minimalen Ertrag. In der Defensive beendete Hasenhüttl der Experiment mit dem französischen Winterneuzugang Dayot Upamecano in der Startelf anstelle des gelbgesperrten Marvin Compper schnell wieder.

RB startete mit viel Tempo. In der dritten Minute knallte Werner eine Eingabe von Marcel Halstenberg knapp über das Tor vom gebürtigen Leipziger René Adler. Zwölf Minuten später verfehlte der Stürmer nach einem Steilpass von Forsberg das HSV-Gehäuse deutlich. Glück hatte RB, als US-Stürmer Bobby Wood nach gewonnenem Zweikampf gegen Upamecano an Peter Gulacsi scheiterte. Bei der anschließenden Ecke setzte sich Papadopoulus im Kopfballduell gegen Halstenberg durch und sorgte für den ersten HSV-Treffer in dieser Saison gegen einen Aufsteiger.

Es kam gegen die zweikampfstarken Hamburger noch schlimmer für die Gastgeber. Nur sieben Minute später schnappte Olympiasieger Walace dem Griechen Papadopoulus den Kopfball weg und erzielte ebenfalls nach einer Ecke das 2:0. Die geschockten Gastgeber hatten in dieser Phase noch Glück: Nach einem Konter verpasste der freistehende Filip Kostic (25.) nur knapp das RB-Gehäuse.

Hasenhüttl reagierte, wechselte den erst 18-jährigen Upamecano aus und beorderte den erfahrenen Stefan Ilsanker in die Viererkette. Vorne brachte er mit Yussuf Poulsen einen weiteren Offensivmann. Der Däne setzte mit einem Pfostenschuss (35.) gleich das Signal zur erhofften Aufholjagd. Doch die Sorgenfalten von Hasenhüttl wurden immer größer. Zwölf Minuten später musste Poulsen nach einem Tritt auf dem Fuß verletzt raus, für ihn kam Edeljoker Davie Selke.

Die Leipziger, die nach Niederlagen immer eine positive Reaktion gezeigt hatten, versuchten alles. Doch es fehlte an Genauigkeit. Die RB-Offensive wirkte gegen eine klug stehende HSV-Abwehr zu verspielt. Stattdessen verpasste der HSV durch den eingewechselten Dennis Diekmeier (87.) bei einem Lattenschuss sogar das 3:0. Das erzielte nach einem stark herausgespielten Konter der eingewechselte Hunt mit seiner ersten Ballberührung.

Fotocredits: Jan Woitas
(dpa)