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HSV bangt mal wieder um van der Vaart

The same procedure as every year: Auf der Hamburger Fußballbühne wird die Oper „Der fliegende Holländer“ gegeben. Zielflughafen ist Madrid, Atletico hat dem HSV ein Angebot für den Mittelfeldspieler Rafael van der Vaart geschickt. Entscheiden ist freilich noch nichts. Ein anderer Star hingegen soll gehen.

Die Hanseaten wollen sich vom ehemaligen argentinischen Nationalmannschaftskapitän Juan Pablo Sorin trennen. Der Club verhandelt über eine vorzeitige Vertragsauflösung. „Ich hoffe, dass wir uns in den nächsten Tagen einigen können“, sagte Sportchef Dietmar Beiersdorfer. Der frühere Star erreichte in Hamburg nie die Form, die ihn in Barcelona, Paris und in der Nationalelf auszeichnete.

Der prominenteste Neuzugang beim Saisonauftakt war der niederländische Trainer Martin Jol, der Huub Stevens ablöst. Die einzigen neuen Spieler sind bislang Dennis Aogo und Jonathan Pitroipa vom Zweitligisten SC Freiburg. Wie lange Jol noch auf van der Vaart bauen kann, ist fraglich. „Kommt ein Topclub, möchte er gehen. Aber er weiß, was er beim HSV hat. Er liebt Hamburg“, sagte Jol. Der Gatte der kapriziösen Spielerfrau Sylvie wird ebenso wie die Oranjes Nigel de Jong und Joris Mathijsen erst am Freitag ins Training einsteigen.

„Man sieht, dass Martin Jol Angriffsfußball liebt“, freute sich Neuzugang Aogo schon nach dem ersten Training. Nachdem dem HSV in der vergangenen Saison in 25 Bundesligaspielen höchstens ein Treffer gelungen war und er insgesamt nur 47 Tore erzielt hatte, sagte Jol: „Das reicht normalerweise nicht für einen Platz dort oben.“

Vincent Kompany wird nicht zu den Olympischen Spielen reisen. „Wir haben heute mit Vince gesprochen und gemeinsam entschieden, dass es für ihn besser ist, wenn er die gesamte Vorbereitung beim HSV bleibt“, sagte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer. Dabei hatte der 22-Jährige zuvor immer gesagt, dass er gerne für Belgien in Peking auflaufen möchte.