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Hansi Flick – Bundestrainer für 90 Minuten

Hansi Flick rückt für 90 Minuten ins Rampenlicht: Er coacht die deutsche Nationalmannschaft im Viertelfinale gegen Portugal. Bundestrainer Joachim Löw sitzt gesperrt auf der Tribüne und darf im Stadion keinerlei Kontakt zum Team aufnehmen. DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sagte: „Flick genießt unser 100-prozentiges Vertrauen. Er hat ja schon als Cheftrainer in Hoffenheim gearbeitet und seine Sache auch am Montag gut gemacht.“

Auch Löw hat in den vergangenen Tagen seinen Co-Trainer immer wieder als absolute Vertrauensperson herausgestellt und dessen menschliche und fachliche Qualitäten ausdrücklich gelobt. „Für mich war er immer die erste Wahl als Assistent“, versicherte Löw, der Flick im August 2006 vom österreichischen Verein Red Bull Salzburg zum DFB gelotst hatte.

Seinen Trainerschein erwarb der gelernte Bankkaufmann 2003 und wurde gemeinsam mit Thomas Doll als Jahrgangsbester ausgezeichnet. Flick, der sich als Teamarbeiter sieht, hat den neuen Bundesligisten TSG Hoffenheim vor drei Jahren in die Regionalliga geführt. „Von daher weiß ich, wie das ist, wenn man als Cheftrainer arbeitet“, sagte der frühere Mittelfeldspieler des 1. FC Köln und von Bayern München.

„Am wichtigsten ist ohnehin die Vorbereitung auf das Spiel, und die wird mit Joachim Löw wie immer ablaufen. Außerdem haben wir genug erfahrene Spieler auf dem Platz. Da ist der Einfluss des Trainers sowieso nicht ganz so groß“, erläuterte der 43-Jährige, der vor allem die Routiniers Michael Ballack, Jens Lehmann und Miroslav Klose in die Pflicht nimmt.

Lehmann dachte indes schon weiter: „Ich mache mir ohnehin seit längerem darüber Gedanken, ob der Cheftrainer im modernen Fußball nicht besser auf der Tribüne aufgehoben ist, von wo er einen viel besseren Überblick hat.“ Lukas Podolski brachte es auf den Punkt: „Wenn sie Jogi sperren, ist eben Hansi Flick Bundestrainer.“