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Hannover mit vierter Saison-Pleite: «Beschissene Situation»

Frankfurt/Main – Nach der vierten Bundesliga-Niederlage nacheinander versammelte Trainer André Breitenreiter seine enttäuschten Profis von Hannover 96 um sich und sprach ihnen Mut zu. Viel Positives gab es zuvor beim 1:4 (0:2) des Tabellenletzten bei Eintracht Frankfurt jedoch nicht zu sehen.

«Es ist eine beschissene Situation, aber man muss da als Mannschaft rauskommen», sagte 96-Fußballprofi Pirmin Schwegler und schob nach: «Das ist natürlich enttäuschend, denn man nimmt sich immer viel vor.»

Die weiter sieglosen Niedersachsen, für die nur Florent Muslija (86.) zum Anschluss traf, stehen mit zwei Zählern ganz unten und sind in ihrer momentanen Verfassung ein Abstiegskandidat. Angeführt vom überragenden Ante Rebic feierte Frankfurt hingegen den ersten Saison-Heimsieg. Evan Obite Ndicka in der 36. Minute, Rebic (45.+1), Jonathan de Guzmán (59.) und Luka Jovic (89.) erzielten vor 46.300 Zuschauern die Tore für den DFB-Pokalsieger, der sich nach der gelungenen Generalprobe für das Europa-League-Spiel gegen Lazio Rom mit sieben Punkten ins Mittelfeld der Tabelle vorschob.

Kroatiens Vize-Weltmeister Rebic war bei seinem Startelfdebüt fast an jeder gefährlichen Offensivaktion der Hessen beteiligt und von Hannovers Abwehr nie in den Griff zu bekommen. Der nach der WM lange angeschlagene Stürmer zeigte mit seinem Tempo und Durchsetzungsvermögen, warum er so wertvoll für die Eintracht ist.

Neben Rebic stand auch der vom FC Liverpool ausgeliehene Brasilianer Allan das erste Mal in der Anfangsformation der Frankfurter, die schwungvoll begannen. Ein auf das Tornetz abgefälschter Kopfball von Lucas Torró (17.) brachte erstmals Gefahr. Sechs Minuten später wurde Sébastien Haller in aussichtsreicher Position im letzten Moment von der 96-Abwehr um den Brasilianer Felipe, der den kurzfristig ausgefallen Kevin Wimmer (Rücken) ersetzte, gestoppt.

Die Führung für die Hausherren fiel fast zwangsläufig und völlig verdient. Filip Kostic hob den Ball nach einer abgewehrten Ecke in den Strafraum, Haller verlängerte per Kopf vor das Tor, wo Ndicka nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte. Es war der erste Bundesligatreffer für den im Sommer vom französischen Zweitligisten AJ Auxerre gekommenen Abwehrspieler. Und Frankfurt legte noch vor der Pause nach. Dieses Mal passte Haller auf seinen Sturmpartner Rebic, der sich gekonnt durchtankte und 96-Torwart Michael Esser keine Chance ließ.

In der Halbzeit reagierte Hannover-Coach Breitenreiter auf die schwache Vorstellung seiner Elf und brachte in Bobby Wood und Hendrik Weydandt zwei neue Offensivkräfte. Die Niedersachsen spielten nun zwar etwas mutiger nach vorne, zündende Ideen blieben jedoch bis kurz vor Ende aus, als immerhin noch der Anschlusstreffer gelang.

Die Hessen waren da viel effizienter. Nach einer knappen Stunde startete Rebic ein Solo und legte dann quer auf De Guzmán, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Der Rest war für die Frankfurter gegen überforderte Gäste nur noch Schaulaufen, auch Jovic traf eine Minute vor dem Ende noch.

Fotocredits: Thomas Frey
(dpa)

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