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Frankfurt nach 3:0 über Schalke vor Bayern

Frankfurt/Main – Pokalsieger Eintracht Frankfurt hat sich mit dem nächsten Sieg an Rekordmeister FC Bayern München vorbei auf die Champions-League-Plätze geschoben.

Dank zweier Treffer des erneut herausragenden Luka Jovic und eines Treffers von Sturmpartner Sebastien Haller (80.) besiegten die Hessen zum Abschluss des elften Bundesliga-Spieltags den FC Schalke 04 mit 3:0 (0:0) und feierten damit den achten Pflichtspiel-Erfolg in den vergangenen neun Partien.

Schalke verlor nicht nur das Spiel, sondern auch seinen Stürmer Mark Uth. Der 27-Jährige erlitt ohne gegnerische Einwirkung eine «schwere strukturelle Muskelverletzung». Dies teilte der Schalke 04 am späten Abend laut Internetportal «Der Westen» mit. Damit würde Uth wohl wochenlang ausfallen, hieß es. Der Schalker muss auch seine Teilnahme an den Länderspielen der Fußball-Nationalmannschaft gegen Russland und die Niederlande absagen. Eine genauere Untersuchung solle in den nächsten Tagen Klarheit bringen.

Vor 50.700 Zuschauern avancierte Jovic mit seinen Toren (61. und 73. Minute) wieder zum Matchwinner für die Elf von Trainer Adi Hütter und übernahm mit nun neun Treffern auch die Führung in der Torjägerliste. «Luka hat hier einen Weg bestritten. Er war bei Benfica in der Versenkung verschwunden, aber wir haben uns an ihn erinnert», sagte Sportdirektor Fredi Bobic über Jovic. Entscheidend für den derzeiten Erfolg sei aber «die Ausgewogenheit in der Mannschaft».

Nur drei Tage nach dem vorzeitigen Weiterkommen in der Europa League eroberte die Eintracht Rang vier in der Bundesliga – vor den Münchnern um Ex-Trainer Niko Kovac und ganze zehn Punkte vor den Gästen aus Gelsenkirchen, die als 14. nur noch einen Zähler vor dem Relegationsrang liegen. «Es war heute nicht verdient, was mit zu nehmen, aufgrund der zweiten Halbzeit. Da haben sie uns mit ihrer Wucht erschlagen», sagte Schalke-Coach Domenico Tedesco.

Im Duell der vielbelasteten Europa-Starter nahmen beide Trainer drei Wechsel in ihrer Startelf vor. Dass die Schalker nach dem souveränen 2:0 gegen Galatasaray in der Champions League zwei Tage mehr Pause hatten, war nicht zu merken. Frankfurt spielte von Beginn an nach vorne und kombinierte über das zuletzt so starke Angriffstrio Jovic, Ante Rebic und Haller schnell nach vorne. Chancen ergaben sich zunächst nicht, erst Verteidiger Evan Ndicka (19.) näherte sich mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke an.

Das Spiel blieb in den ersten 30 Minuten höhepunktarm, die Hauptprotagonisten waren immer wieder Ndicka, David Abraham und Schalkes Salif Sané, die Zweikampf um Zweikampf gewannen. Uth (34.) verpasste auf der Gegenseite mit einem flachen Schlenzer nur knapp. Bitter für den Angreifer: In der zweiten Halbzeit musste er verletzt raus und nun wohl lange pausieren.

Auch nach der Pause nahm die Partie zunächst nicht mehr Schwung auf. Zum Ende von drei Englischen Wochen mit Spielen im Drei-Tage-Rhythmus wirkten beide Mannschaften ein Stück weit ausgelaugt. Unterbrechungen prägten die Partie.

Erst nach genau einer Stunde nahm die Partie Fahrt auf: Schalkes Breel Embolo setzte sich mit einem Solo stark durch und scheiterte am gut reagierenden Kevin Trapp. Direkt im Gegenzug zeigte der Pokalsieger seine ganze Offensivklasse: Bei einem blitzartigen Gegenangriff bediente Rebic seinen Kollegen Jovic, dieser ließ die Schalker Hintermannschaft aussteigen und vollendete. Die Eintracht wirkte danach wie befreit: Der emsige Rebic traf erst noch den Pfosten (67.), dann sorgte Jovic nach präziser Hereingabe von Filip Kostic für die Entscheidung, bevor Haller nochmal nachlegte.

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

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