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Europa-League-Finale: Buhrufe für Özil, Rüdiger Partybiest

Baku – Als Mesut Özil vom Platz schlich, waren Buhrufe deutlich vernehmbar. Bei der Auswechslung von Eden Hazard klatschten die Zuschauer frenetisch, die meisten erhoben sich von ihren Sitzen.

Welcher der beiden Spielmacher mit der Nummer 10 im Europa-League-Finale der prägende war, war schon vor Abpfiff klar. Hazard hatte Chelsea mit zwei Toren und einer Vorlage zum 4:1 (0:0)-Finalsieg gegen den Londoner Stadtrivalen FC Arsenal geführt. Von Özil war während der Partie fast nichts zu sehen.

ABSCHIEDSGESCHENK: Nach seiner Gala deutete Hazard an, was alle ahnten: Er wird den Verein wohl Richtung Real Madrid verlassen. «Ich habe meine Entscheidung getroffen. Ich denke, es ist ein Goodbye», sagte der Bruder des von Mönchengladbach nach Dortmund wechselnden Thorgan Hazard. Sein Trainer Maurizio Sarri ließ durchblicken: «Ich weiß, dass er gerne gehen möchte. Und das habe ich zu respektieren.»

LEISER ABGANG: Mesut Özil wollte einfach nur noch weg. Die Silbermedaille riss er sich sofort wieder vom Hals, bei der Siegerehrung stand er abwesend abseits, und als in der Interviewzone sein Name gerufen wurde, blickte er nicht einmal auf. Der 30-Jährige wartet weiter auf seinen ersten internationalen Vereinstitel. Und sein Auftritt war Wasser auf die Mühlen all jener, die ihm nachsagen, in wichtigen Spielen abzutauchen. Seine Zukunft bei Arsenal ist offen.

PARTYBIEST: Wie Özil wollten auch seine deutschen Teamkollegen Bernd Leno und Shkodran Mustafi nach dem Spiel nichts sagen. Sie hatten nicht nur den verpassten Titel und die verpasste Champions-League-Quali zu verdauen, sondern auch 90 Minuten auf der Bank gesessen. Ihr Nationalmannschafts-Kollege Antonio Rüdiger wurde dagegen zum heimlichen Star der Chelsea-Feier: Kaum ein Spieler war so oft im TV-Bild zu sehen wie der kürzlich am Meniskus operierte Verteidiger. Er saß auf dem Rücken eines Betreuers und reckte eine Krücke in die Luft, hüpfte auf seinen Gehhilfen über den Rasen und machte Faxen. Für den 26-Jährigen war es der erste Vereinstitel überhaupt.

TITELSAMMLER: Rüdigers Teamkollege Pedro hat ihm einige Trophäen voraus. Der 31-Jährige füllte am Mittwoch die letzte große Lücke in seiner Titelsammlung. Der Offensiv-Spieler war mit Spanien 2010 Weltmeister und zwei Jahre später Europameister geworden. Er gewann mit dem FC Barcelona und Chelsea die Champions League. Er holte mit seinen Vereinen in Spanien und England Meistertitel und Pokalsiege, war zudem zweimal Club-Weltmeister und sicherte sich dreimal den europäischen Supercup. Nun ist er auch noch Europa-League-Sieger. «Das ist großartig. Dieser Titel hat mir noch gefehlt», sagte der Torschütze zum 2:0.

Fotocredits: Arne Dedert,Arne Dedert
(dpa)

(dpa)
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