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Erfolgstrainer und Taktiker – Joachim Löw im Porträt

Erfolgstrainer und Taktiker – Joachim Löw im Porträt

Joachim Löw ist seit 2006 Trainer der deutschen Nationalmannschaft und beweist, dass es keinen großen Spieler braucht, um ein großer Trainer zu werden.Bisheriger Höhepunkt seiner Karriere ist sicherlich die Weltmeisterschaft 2014, doch der akribische Taktiker hat noch viele Erfolge vor sich.

Högschde Disziplin! – Der Mann hinter dem Taktiker

Am 3. Februar 1960 wurde Joachim Löw in Schönau im Breisgau geboren, bereits mit 18 Jahren unterschrieb der offensive Mittelfeldspieler seinen ersten Profivertrag. Beim SC Freiburg begann er seine Karriere im Vereinsfußball, für die A-Nationalmannschaft reichte es jedoch niemals. In der Bundesliga steht eine Bilanz von 52 Spielen und 7 Toren zu Buche, doch als Spieler war Löw ohnehin nie Weltklasse.

Als Trainer dagegen begann 1994 für ihn eine neue Laufbahn, über die Jugendmannschaft Winterthur kam Löw über Frauenfeld zum VfB Stuttgart, wo er einst auch selber aktiv spielte. Mit den Schwaben gewann er den DFB-Pokal und scheiterte im UEFA-Pokalfinale knapp gegen Chelsea. Es war jedoch sein letztes Spiel an der Seitenlinie der Stuttgarter.

Über verschiedene Stationen in der Türkei, Deutschland und Österreich fand er schließlich 2004 an die Seitenlinie der A-Nationalmannschaft. Als Assistent des neu berufenen Jürgen Klinsmann.

Ein großer Stratege und ein Weltmeister

Galt Klinsmann als Motivator, war Jogi Löw stets der Stratege, der den größeren Plan im Auge hatte. Mit dem Potenzial der deutschen Nationalmannschaft hatte Löw zudem erstmals Spieler auf dem Feld, die seine Ideen auch umsetzen konnten. Schnelles, athletisches, taktisches und variables Spiel wurde zu seinem Markenzeichen – Löw brachte junge, deutsche Spieler ins Team und legte den Grundstein für die Weltmeisterschaft 2014.

Während das Team 2008, 2010 und 2012 noch den Spaniern hinterhereiferte und den letzten Sprung nicht zu schaffen schien, war 2014 das Jahr des großen Titels.

Eine strategisch und spielerisch überlegene Mannschaft zerlegte Gastgeber Brasilien im Halbfinale und bezwang Argentinien im Finale.

Die DFB Elf wurde fortan mit taktischen Meisterleistungen und jungen, dynamischen Spielern assoziiert. Auch das ist Löws Verdienst.

Rotwein und Zigaretten – Löw als Idol

Und natürlich weckte Trainer Löw auch Begehrlichkeiten in der Werbeindustrie, denn der Breisgauer gilt als Genießer, seine schwäbische Sprachmelodie ist längst Kult geworden. Als Rotweinkenner und gelegentlicher Raucher ist die Presse dem modernen Trainer stets auf der Spur – und mit einem weiteren Titel könnte Löw sich vollends zur Legende machen.

Und mit gerade einmal 56 Jahren hat er auch noch eine große Zukunft als Trainer vor sich – ob nun bei der Nationalmannschaft oder als Kopf eines großen Klubs.


Bildquelle: Starpress, 02296378, AEDT