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EM-Splitter: Fußballfrei bei Mercedes, ein falscher Text und ein Traktor im Autokorso

Alle Räder stehen still, wenn Deutschland gegen die Türkei spielt. Daimler-Boss Dieter Zetsche gibt seiner Belegschaft für das EM-Halbfinale am Mittwoch fußballfrei, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Das deutsch-türkische Halbfinale hat in den Mercedes-Werken große Bedeutung, denn die Türken stellen eine sehr starke Fraktion in der Belegschaft. Der Vorstandsvorsitzende Zetsche kam übrigens am 5. Mai 1953 in Istanbul zur Welt. Sein Vater betreute damals als Bauingenieur ein Staudamm-Projekt bei Ankara. Die Familie kehrte 1955 nach Deutschland zurück.

Hoffentlich klappt es am Mittwoch mit dem Text: Das Schweizer Fernsehen SF2 blendete bei der Übertragung des Spiels Österreich gegen Deutschland im Teletext die von den Nationalsozialisten missbrauchte erste Strophe („Deutschland, Deutschland über alles“) ein. Die deutsche Nationalhymne besteht seit 1991 offiziell aus der dritten Strophe („Einigkeit und Recht und Freiheit“) des Deutschlandliedes. Der Sender entschuldigte sich für den Fauxpas. Zwei junge Mitarbeiterinnen, die die Untertitel schreiben, hätten den falschen Text aus dem Internet kopiert.

Ein Rentner ist in Lauingen (Landkreis Dillingen) mit seinem Traktor unfreiwillig in einen Autokorso türkischer Fußballfans geraten. Wie die Polizei in Dillingen mitteilte, hatte sich der frühere Landwirt am Freitag auf dem Nachhauseweg von einem Recyclinghof mit seinem Traktor verfahren. Familienangehörige meldeten den Mann am Abend als vermisst. Daraufhin starteten die Beamten eine Suchaktion und fanden den Vermissten inmitten jubelnder türkischer Fans. Die Beamten verständigten die Angehörigen, die den 75-Jährigen samt Traktor sicher nach Hause geleiteten.