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EM 2008 Deutschland mit Glückslos

Bei der Gruppenauslosung für die Gruppen bei der Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich konnte sich Deutschland wieder auf sein Losglück verlassen. In der Gruppe B trifft die Nationalmannschaft auf Gastgeber Österreich, auf die von vielen als Geheimfavorit gehandelten Kroaten und unser Nachbarland Polen.Für die Österreicher ist Deutschland ein Glückslos, denn die Partie gegen den WM-Dritten findet fast 30 Jahre nach dem Sieg in Cordoba statt, als es der Alpenrepublik gelang, den Übermächtigen Nachbarn bei der Weltmeisterschaft in Spanien zu schlagen. Die Verantwortlichen der Österreicher betonen aber, dass man 2008 eine ganz eigene Geschichte schreiben und neue Helden schaffen möchte. Die letzte Vorrunden-Partie wird vor 50.000 Fans im Wiener Ernst-Happel-Stadion ausgetragen werden und vermutlich vorentscheidenden Einfluss auf den Ausgang in dieser Gruppe haben. Das deutsche Team ist also gewarnt vor dem vermeintlich leichtesten Gegner der Gruppe, der momentan den 91. Platz der FIFA-Weltrangliste belegt.

An die Polen können sich die deutschen Fans noch sehr gut erinnern. Sie waren bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land schon einmal ein Gruppengegner der Deutschen. Damals siegte Deutschland in Dortmund durch ein Tor von Oliver Neuville mit 1:0 in der Nachspielzeit. Es war das Schlüsselspiel der vergangenen WM, Mannschaft und Fans einten sich zu einer nur schwer schlagbaren Einheit, die erst vom späteren Weltmeister Italien gesprengt wurde. Seit dem Ausscheiden der Polen bei der WM 2006 hat sich einiges verändert im Nachbarland. Der Niederländer Leo Beenhakker übernahm das Ruder und führte Polen souverän durch die Qualifikation zur Europameisterschaft. Am Ende waren sie Erster ihrer Gruppe und konnten Mannschaften wie Portugal, Finnland und Serbien hinter sich lassen. Dank des neuen Trainers hat das Team unheimlich an spielerischer Qualität gewonnen und es wird mit Sicherheit schwer, die Polen erneut zu schlagen.

Kroatien hingegen ist die Entdeckung der Qualifikation. Das Auftreten der Mannschaft um Kapitän Nico Kovac war beeindruckend, zweimal konnten die Engländer geschlagen und regelrecht gedemütigt werden. Der 3:2 Sieg im Londoner Wembley-Stadion bedeutete das EM-Aus der Insel-Kicker und den souveränen Gruppensieg. Mit dieser Energieleistung, die trotz bereits erreichter Qualifikation abgerufen wurde, haben sich die Kroaten zum heimlichen EM-Favoriten aufgeschwungen. Die Mischung aus jungen und alten Spielern ist eines der Erfolgsgeheimnisse der Kroaten, die schon bei der WM 1998 in Frankreich zum Alptraum für Deutschland wurden, als man im Viertelfinale mit 3:0 siegreich waren.

Trotz dieses vermeintliches Glücksloses müssen die deutschen Kicker auf der Hut sein, um ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, schließlich haben sie seit zwölf Jahren kein Spiel mehr bei einer Europameisterschaft gewonnen.

In der Gruppe A treffen die Teams aus Portugal, Tschechien, der Türkei und der Schweiz aufeinander. Portugal und Tschechien gelten aufgrund der jüngsten Erfolge als Favoriten in dieser Gruppe. Die absolute Hammergruppe ist die Gruppe C. Weltmeister Italien trifft auf Vize-Weltmeister Frankreich, auf Holland und Rumänien. Frankreich und Italien sind schon in der Qualifikation aufeinander getroffen und konnten sich knapp vor Schottland behaupten. Rumänien hat es wohl trotz einer sehr guten Qualifikation am schwersten. Einer der drei fantastischen Teams aus Italien, Frankreich und den Niederlanden wird also mit Sicherheit auf der Strecke bleiben. In der Gruppe D spielen Spanien, Griechenland, Schweden und Russland um den Gruppensieg. Hinter den Spaniern haben alle drei Mannschaften Chancen auf ein Weiterkommen.