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Eintracht-Sorgen vor Guimarães

Frankfurt/Main – Abwehrchef Makoto Hasebe fällt mit einem Brummschädel aus, Torwart Kevin Trapp muss wegen einer lädierten Schulter zumindest eine Trainingspause einlegen.

Vor dem Europa-League-Spiel bei Vitoria Guimarães hat Eintracht Frankfurt zwar ein neues Knipser-Duo, dafür aber auch große Sorgen in der Defensive. Hasebe zog sich in der Begegnung beim 1. FC Union Berlin (2:1) eine Gehirnerschütterung zu und verpasst neben dem Portugal-Trip wohl auch das nächste Bundesligaspiel gegen Werder Bremen am kommenden Sonntag.

Trapp erlitt in den Schlusssekunden bei einem Zusammenprall mit dem 35 Jahre alten Japaner, der danach für kurze Zeit bewusstlos auf dem Rasen liegen geblieben war, eine Schulterblessur und wird zur Vorsicht am Montag zunächst eine Trainingspause einlegen. Ob der 29 Jahre alte Nationaltorwart in Guimarães zwischen den Pfosten stehen kann, ist fraglich.

Sollte neben Hasebe auch Trapp ausfallen, wäre die Eintracht ihres defensiven Herzstücks beraubt. Denn beide präsentieren sich seit Wochen in bestechender Verfassung und gehörten auch beim ersten Saison-Auswärtssieg in Berlin zu den wichtigsten Stützen der Frankfurter.

Die starken Vorstellungen von Hasebe und Trapp gingen zuletzt nur etwas unter, weil derzeit viel über die neue Offensive der Hessen geredet wird. Bas Dost und André Silva knipsten bei Union und weckten Lust auf den nächsten Auftritt auf internationalem Parkett. «Wir wollen gewinnen, also müssen wir treffen. Mit unserem Team können wir Torchancen kreieren», sagte der Portugiese Silva.

«Bei meinem Tor habe ich spekuliert. Das ist mein Job, und von so etwas lebt man als Stürmer», erklärte der Holländer Dost. Er war im Sommer für 7,5 Millionen Euro von Sporting Lissabon zurück in die Bundesliga gekommen. «Es freut mich für Bas, nicht nur wegen des Tores, sondern weil er immer gearbeitet hat. Man sieht, dass er körperlich zugelegt hat», sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter zum ersten Startelf-Auftritt von Dost. Für den 30 Jahre alten Ex-Wolfsburger war es das zweite Liga-Tor für Frankfurt und sein insgesamt 38. in der Bundesliga.

Am Donnerstag geht es nun für das Hütter-Team auf der geliebten Europa-League-Bühne bei Vitoria Guimarães weiter. «Das Spiel wird besonders. Es ist ein Spiel in meinem Land, in Portugal – in der Nähe meiner Geburtsstätte», sagte Silva. Der vom AC Mailand ausgeliehene Stürmer erzielte das zweite Tor bei Union nach Traumflanke von Djibril Sow per Kopfball. «André hat trotz einer verpassten Chance nicht aufgehört zu fighten», lobte Hütter.

Silvas Landsmann Gonçalo Paciência, der in dieser Saison auch schon sechs Pflichtspiel-Tore auf dem Konto hat, kam in Berlin erst in der Schlussphase für Dost ins Spiel. Das Trio soll nach dem 0:3-Fehlstart gegen den FC Arsenal auch in der Europa League die Spur der inzwischen abgewanderten Luka Jovic (Real Madrid), Sébastien Haller (West Ham United) und Ante Rebic (AC Mailand) aufnehmen. «Wir können jetzt mit einem sehr guten Gefühl nach Portugal reisen», bemerkte der in Berlin stark spielende Sow.

Fotocredits: Tom Weller
(dpa)

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