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Die Équipe Tricolore – Frankreichs EM-Kader vorgestellt

Die Équipe Tricolore – Frankreichs EM-Kader vorgestellt

Didier Deschamps, seines Zeichens Trainer der Équipe Tricolore, der Nationalmannschaft Frankreichs, hat das endgültige Aufgebot für die anstehende Europameisterschaft bekannt gegeben. Bereits zum dritten Mal nach 1960 und 1984 fungiert Frankreich als Gastgeber der Europameisterschaft. Die Erwartungen sind hoch an den Titelträger von 2000. Die Franzosen träumen vom Gewinn des Pokals im eigenen Land. Grund genug, einmal einen genauen Blick auf den Kader der französischen Mannschaft zu werfen.

Benzema und Valbuena sind nicht dabei

Große Aufregung gab es um die Frage, wer ins Team mitgenommen wird, oder wer die EM im eigenen Land nur als Zuschauer erleben kann. Zwei fahren nicht mit, die im Vorfeld für Schlagzeilen neben dem Platz gesorgt haben: Karim Benzema und Mathieu Valbuena, die in eine Erpressungs-affäre verstrickt sind. Deschamps hatte sie schon im Vorfeld nicht nominiert. Das Fehlen vom Real Madrid-Star Karim Benzema im Sturmzentrum wird sicherlich bemerkbar sein. Olivier Giroud vom FC Arsenal ist ein solider Ersatz und acht Tore in den letzten 14 Länderspielen sind eine ordentliche Bilanz. André-Pierre Gignac hatten die meisten schon von der Nationalmannschaft abgeschrieben, als er im besten Fußballeralter nach Mexiko gewechselt ist, wird aber dennoch regelmäßig von Deschamps als Joker gebracht.

Neue Offensivstars

Die Stars in der Offensive sind aber andere. Da ist zum einen Antoine Griezman, der eine überragende Saison bei Atlético Madrid gespielt hat und maßgeblich an dessen Finaleinzug in der Champions League beteiligt war. Zum anderen ist da Dimitri Payet, der eine klasse Saison für West Ham United in der Premier League gespielt hat. Im 4-3-3 der Franzosen spielt dahinter der nächste Star: Paul Pogba, von Juventus Turin. Der 23-Jährige hat auch dieses Jahr die Liga mit der Meisterschaft beendet und ist heiß auf die EM. Neben ihm kommt überwiegend Blaise Matuidi von Paris Saint-Germain zum Einsatz. Schmerzlich für Deschamps ist die Verletzung von Lassana Diarra, der zuvor als absolute Stammkraft das Mittelfeld nach hinten abgesichert hat. Mit N’Golo Kanté von Englands Überraschungsmeister Leicester City steht jedoch ein mehr als ebenbürtiger Ersatz für die Rolle bereit. Er war einer der alles überragenden Akteure bei Leicesters Meisterschaft. Zusätzlich fürs Mittelfeld nominiert wurden noch Yohan Cabaye von Crystal Palace, Premier-League-Absteiger Moussa Sissoko von Newcastle United und Morgan Schneiderlin von Manchester United .

Die Mannschaft hat wenig junge Spieler

Die meisten Spieler Frankreichs spielen in der Premier League und sind um die 30 Jahre alt. In der Abwehr auf den Außenpositionen sind Bacary Sagna (FC Arsenal), Christophe Jallet (Olympique Lyons) und Patrice Evra schon weit jenseits der 30. Für viele Spieler ist es wohl das letzte große Turnier, aber ganz sicher die letzte Europameisterschaft. Neben Abwehrchef Laurent Koscielny (FC Arsenal) wurde zuletzt Adil Rami (Sevilla) der Vorzug gegeben gegenüber Eliaquim Mangala, der verletzungsbedingt bei seinem Klub Manchester City diese Saison nicht viel zum Zug kam. Raphael Varane, der Jungstar von Real Madrid hatte sich bereits im Vorfeld der EM verletzt. Für ihn wurde Samuel Umtiti von Olympique Lyon mitgenommen, der einer der wenigen Spieler unter 23 ist. Neben ihm sind der Linksverteidiger Lucas Digne vom AS Rom, Kingsley Coman, dem einzigen Bundesliga-Spieler vom FC Bayern und Anthony Martial von Manchester United die einzigen, die den Altersschnitt drücken. Deschamps setzt auf eher erfahrene Spieler und die Form der letzten Spieler scheint ihm recht zu geben. Die letzten Spiele wurden alle gewonnen, unter anderem gegen Deutschland, die Niederlande und Portugal. Einzig gegen England musste sich die Équipe Tricolore geschlagen geben.


Bild: Thinkstock, 460450149, iStock, XiXinXing