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Die Krux des zweiten Spiels – Deutschland spielt nur Remis gegen Polen

Die Krux des zweiten Spiels – Deutschland spielt nur Remis gegen Polen

Deutschland ist als klarer Favorit in die EM gestartet und auch gegen den gefährlichsten Gruppengegner Polen war die Rollenverteidigung bereits vor Anpfiff klar. Dennoch reichte es für ein einfallsloses deutsches Team nur für einen Punkt und das erste torlose Spiel dieser EM.

Langsamer Start in die zweite EM-Partie

Im Vergleich zum Spiel gegen die Ukraine veränderte Nationalcoach Joachim Löw das deutsche Team nur auf einer Position: Der wieder gesundete Mats Hummels rückte für Mustafi in die Innenverteidigung und gab dort ein solides Spiel.
Ansonsten trat die Mannschaft unverändert gegen Lewandowski, Blasczykowski und Co. an.
Die erste Halbzeit war dabei geprägt von einem polnischen Abwehrriegel, das polnische Team verteidigte oft mit neun Mann in der eigenen Hälfte. Chancen waren da natürlich Mangelware, lediglich Khediras frühe Gelbe Karte sorgte für ein wenig Aufregung.
Vor allem mangelndes Tempo und fehlendes Durchsetzungsvermögen sorgten für eine zähe erste Hälfte, in der Neuer überhaupt nicht zum Zuge kam.
Erst nach dem Seitenwechsel kamen beide Teams mit mehr Elan aufs Feld.

Bewegter Anfang mit Raum nach oben

Kaum aus der Kabine, begann die polnische Mannschaft stürmisch und zwang Torhüter Neuer und die deutsche Defensive mehrfach zum Eingreifen.
Auf der Gegenseite hatte Mario Götze in der 48. Minute vielleicht die Chance der Partie, als er alleine vor dem polnischen Keeper Fabianski vergab. Hummels klärte wenig später noch einmal knapp vor dem durchgelaufenen Milik.
Mit André Schürrle für Julian Draxler und Mario Gomez für Mario Götze erhoffte Löw sich mehr Tempo im Spiel, doch die Flanken wollten keinen Abnehmer im Strafraum finden.
In der Nachspielzeit kam Deutschland noch einmal zu einem Freistoß, den die polnische Abwehr aber zum Mittelkreis klärte. Insgesamt ist das 0:0 durch Polens starke Defensivleistung und Deutschlands mangelndes Tempo durchaus gerechtfertigt. Der kleine Misserfolg der DFB Elf ist dabei typisch für das deutsche Team, unter Löws Regie konnte die Mannschaft nur einmal bei einem großen Turnier auch das zweite Spiel gewinnen (ein 2:1 Sieg gegen die Niederlande 2012).

Deutschland muss sich steigern

Das Problem der deutschen Elf bestand klar in der Chancenverwertung und der Arbeit nach vorne. Den kreativen Offensivspielern der DFB-Elf fiel nichts Sinnvolles gegen den polnischen Abwehrriegel ein, und 63 Prozent Ballbesitz konnten nicht in Zählbares verwandelt werden. Zwar ist davon auszugehen, dass die Spiele in der K.O.-Phase mit offenem Visier geführt werden, doch etwas mehr zwingende Arbeit nach vorne würde dem deutschen Spiel guttun. Gegen Nordirland reicht nun theoretisch ein weiteres Unentschieden, alles Andere als ein Sieg gegen die defensiv ebenfalls starken Nordiren am kommenden Montag wäre jedoch eine handfeste Enttäuschung.

 

Fotoquelle: Thinkstock, 77293801, Polka Dot, Polka Dot Images Fussball Tor