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Die Auslegung der Handspiel-Regel – ein Kommentar

„Hand ist Hand“ – eine für mich unsportliche Regel. Die Bundesligasaison ist noch jung und trotzdem hatten wir schon acht gepfiffene Handelfmeter. In der letzten Saison waren es insgesamt 20 und damit schon so viele wie nie zuvor. Hielten wir die Statistik (acht Strafstöße an sechs Spieltagen) aufrecht, würde das nach 34 Spieltagen 45 Handelfmeter bedeuten…
Schiedsrichter Gelbe Karte
Jetzt, wo die Schiedsrichter eigentlich noch entscheiden müssten, ob dem Handspiel eine Absicht voran gegangen ist, schon viel zu viele. Problem, die Schiedsrichter wissen selber nicht genau die Regel auszulegen. Käme man nun zu dem Entschluss, dass jedes Handspiel im eigenen Strafraum zum Strafstoß führen würde, wären wir bei einer so hohen Anzahl an Handelfmetern, dass viele Spiele über eben diese entschieden würden. Aber was ist dann mit der spielerischen Überlegenheit? Sollte nicht der Bessere gewinnen, wenn er denn genügend Tore aus dem Spiel heraus schießt?

Meiner Meinung ist letztere Frage klar mit „Ja“ zu beantworten. Wir alle wissen, dass das hochspringen ohne Handbewegung unmöglich ist. Was also soll der Fußballer tun, wenn ihm der Ball unglücklich touchiert? Anderes Beispiel: Am 2. Spieltag beim Spiel Borussia Mönchengladbach gegen Hannover 96 stoppt Hannovers Sakai aus Versehen den Ball im Strafraum mit dem linken Arm, kurz nachdem er auf den Boden fällt. Wie kann da Absicht dahinter stecken? Auch beim Spiel des Hamburger Sportvereins am selben Spieltag gegen die TSG Hoffenheim fliegt Hoffenheims Elyounoussi der Ball an den Arm, während dieser ganz klar angelegt ist. Auch hier zeigte der Unparteiische auf den Punkt.

Für mich ist alles klar: Die Regel muss dringend überarbeitet werden. Und dann sollte es nicht heißen „Hand ist Hand“!

Bild: Maxisport – Fotolia