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Deutschland sichert sich mit 1:0-Erfolg den Gruppensieg

Deutschland sichert sich mit 1:0-Erfolg den Gruppensieg

Vor dem finalen Gruppenspiel gegen Nordirland stellte Bundestrainer Joachim Löw gleich auf mehreren Positionen um und reagierte somit auf das festgefahrene Spiel gegen Polen. Für Draxler rückte Gomez in die Startelf und Kimmich kam anstelle des defensiveren Höwedes rechts außen zu seinem EM-Debüt. Die offensivere Umstellung sollte sich gegen defensive Nordiren auch bezahlt machen.

Nordirland verteidigt, Deutschland attackiert

Die Marschrichtung des Spiels war bereits nach wenigen Minuten klar – Deutschland spielte deutlich offensiver und war viel spielfreudiger als noch am vergangenen Donnerstag. Nordirland, allen voran der glänzend aufgelegte Torhüter McGovern, setzte alles Menschenmögliche in eine geordnete Defensive.
Bereits in den Anfangsminuten prüften Kroos und Gomez die nordirische Abwehr, verzogen aber noch. In der achten Minute parierte McGovern gegen den freistehenden Özil. Götze, Gomez und Müller scheitern mit nicht ganz konsequenten Abschlüssen mehrfach am nordirischen Torhüter. Vor allem Müller, der bis zu Spielbeginn noch keinen Torschuss im Turnier vorweisen konnte, zog ein ums andere Mal ab.
Erst nachdem Müller in der 30. Minute auf den anlaufenden Gomez zurücklegte, schob dieser zum 1:0 ein.
Auch in der Folge blieben die Nordiren harmlos, ziellose Konter und eine Ecke, die in Neuers Händen landete, versprühten nur wenig Gefahr.

Nicht effektiv, aber siegreich

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielfluss. Zwar versuchte der nordirische Trainer O’Neill mit mehreren Umstellungen mehr offensiven Schwung in das Spiel zu bringen, doch seine Anstrengungen verpufften an einer gut geordneten deutschen Offensive. Gerade Mats Hummels zeigte sich in Bestform und lief ein ums andere Mal Bälle ab, selbst Özil war in der Rückwärtsbewegung allgegenwärtig .
Die wenigen Freistöße des nordirischen Teams verteidigte die DFB-Elf elegant, stellte die Angreifer ins Abseits und ließ so gar keine Chancen entstehen.
Khedira mit einem Fernschuss und Gomez mit mehreren knapp verpassten Flanken kamen in der zweiten Hälfte auf deutscher Seite zu den besten Chancen.
Die Einwechslungen von Schürrle und Schweinsteiger (für Götze und den gelb vorbelasteten Khedira) machten sich spielerisch nicht bemerkbar. In der 76. Minute kam Höwedes noch zu einem Kurzeinsatz in der Innenverteidigung, da Boateng leichte Wadenprobleme anzeigte. Im Vorfeld des Turniers hatte der Münchner mit bereits Beschwerden an der Hüfte zu kämpfen.

Deutschland tut seine Pflicht in der Vorrunde

Mit einem glanzlosen 1:0 und einer verbesserungsfähigen Chancenauswertung zieht Deutschland vor Polen ins Achtelfinale ein – auch die Nordiren haben als Gruppendritte im neuen Modus noch Chancen.
Besonders die schwungvolle erste Hälfte des deutschen Teams macht Lust auf mehr und lässt auf weitere Offensivwirbel im Turnierverlauf hoffen – dann vielleicht auch mit etwas mehr Effizienz.

 

Fotoquelle: Thinkstock, 467375785, iStock, AlbertoChagas