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Cordoba – war da was? Deutschland besiegt Österreich 1:0

Wien bleibt Wien: Michael Ballack ließ den österreichischen Traum vom Cordoba 2008 kurz nach dem Seitenwechsel mit einem fulminant getretenen Freistoß in den rechten Winkel platzen. Souverän war die Leistung des Teams von Bundestrainer Joachim Löw nicht, doch gegen die harmlosen Österreicher reichte es.

Im Wiener Ernst-Happel-Stadion war vor allem Mario Gomez ein Nervenbündel. Der Noch-Stuttgarter brachte das sensationelle Kunststück fertig, eine Vorlage von Miroslav Klose aus zwei Metern Entfernung nicht zu verwandeln. „Mario Gomez hat schon hervorragende Qualitäten. Ihm fehlt ein Tor, das würde seinem Selbstwertgefühl gut tun“, nahm Löw den Stürmer in Schutz.

Vier Minuten nach dem Seitenwechsel drosch der bis zu diesem Zeitpunkt schwache Ballack einen Freistoß zum 1:0 in die Maschen. Die Abwehr um Jens Lehmann, Per Mertesacker und Christoph Metzelder hielt den zahlreichen, aber ungeordneten Angriffen der Österreicher stand, doch Akzente konnte die DFB-Elf kaum setzen. In der Schlussphase vergaben Miroslav Klose und der eingewechselte Neuville beste Möglichkeiten, das Ergebnis zu erhöhen. Der Kapitän sagte nach dem Spiel: „Für uns stand viel auf dem Spiel. Wir konnten nur verlieren. Es war klar, dass wir nicht locker und gelöst auftreten konnten.“

Abseits des Spielfelds drängte der vierte Mann ins Rampenlicht. Der Slowene gängelte Löw und den österreichischen Trainer Josef Hickersberger permanant, obwohl beide regelkonform in der Coachingzone agierten. Schließlich schickte Schiedsrichter Manuel Mejuto Gonzalez beide Trainer in der 40. Minute auf die Tribüne, wo Löw kurz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel fachsimpelte.