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Chelsea London und Mourinho trennen sich

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben sich der FC Chelsea London und Jose Mourinho in beiderseitigem Einverständnis mit sofortiger Wirkung getrennt. Grund dafür war vor allem der schlechte Start in der Premier League (11 Punkte aus 6 Spielen) und das enttäuschende Unentschieden gegen Trondheim in der Champions League. Der Schritt ging wohl in erster Linie von Mourinho aus. Er stand zwar schon etwas länger beim Verein in der Kritik, eine Entlassung stand bislang aber noch nicht an – wäre aber bei der momentanen Leistung der Mannschaft eine Frage der Zeit gewesen.

Heute will Mourinho offiziell der Mannschaft seine Entscheidung mitteilen. Denn bis jetzt hatte er nur fünf Spieler per SMS über seinen Rücktritt informiert (das spricht auch für sich).

Mit der Entscheidung, den Verein zu verlassen, entgeht Mourinho wahrscheinlich eine Entlassung seitens des Vereins. Er kann somit eventuell noch sein Gesicht wahren. Das Verhältnis zwischen Abramowitsch und Mourinho war schon lange gespannt.
Der Beginn der Querelen war die Verpflichtung von Shevchenko, er ist ein Wunschspieler von Abramowitsch gewesen, aber nicht von Mourinho. Dann das Theater mit Ballack – wurde er wegen seiner Verletzung nicht für die Champions League gemeldet oder ist Mourinho bockig auf Ballack und lässt ihn deshalb nicht spielen?
Ich denke, er hat den Rückhalt der Mannschaft verloren. Und dann sollte ein Trainer auch den Hut nehmen und gehen.

Mourinho war drei Jahre in London. Er kam als Champions League Sieger vom FC Porto und gewann mit Chelsea zweimal die englische Meisterschaft, einmal den englischen Pokal und zweimal den Ligapokal. Es waren schon drei erfolgreiche Jahre, allerdings konnten die „Blues“ bislang in der Champions League keine Akzente setzen. Und das ist angesichts des riesigen Budgets des Vereins unverständlich. Aber Geld allein schießt keine Tore. Und wenn man sich den Kader anschaut, sind die Erfolge von Mourinho auch zu relativieren, denn diese Mannschaft muss einfach erfolgreich sein, auch wenn sie sich selbst trainieren müssten.

Laut Medienberichten soll Juande Ramos (FC Sevilla) als Nachfolger gehandelt werden.