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Chelsea gegen Barça – «Wer Angst hat, sollte nicht spielen»

London – Chelsea-Verteidiger Antonio Rüdiger hat keine guten Erinnerungen an den FC Barcelona. Der deutsche Nationalspieler kassierte in der Saison 2015/16 mit AS Rom eine bittere 1:6-Klatsche im Camp Nou.

Doch vor der erneuten Begegnung mit dem spanischen Spitzenclub ist Rüdiger selbstbewusst. «Was vor dem Spiel passiert ist, ist egal», sagte der Defensivspieler. «Wer Angst hat, sollte nicht spielen. Ich bin bereit für sie.»

In den vergangenen Wochen kriselte es beim englischen Meister. Von der Titelverteidigung spricht bei 19 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Manchester City sowieso schon lange niemand mehr. Doch Chelsea kassierte deftige Pleiten beim FC Watford (1:4) und sogar zuhause gegen den AFC Bournemouth (0:3). Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied von Meistermacher Antonio Conte kamen auf. Der Trainer selbst beklagte mangelnden Rückhalt im Verein.

Zuletzt gelang den Blues immerhin ein 3:0 gegen Liga-Schlusslicht West Brom und ein 4:0 im Pokal gegen Zweitligist Hull City. «Es war wichtig für uns, nach zwei Niederlagen zurückzukommen», betonte Rüdiger. «Wir können mit einem guten Gefühl ins Hinspiel gehen.»

Beim Tabellenführer der Primera División läuft es besser. In der Liga gab es für den FC Barcelona zuletzt zwar zwei Remis in Serie, aber das 2:0 am Samstag beim Überraschungsteam SD Eibar verhinderte so etwas wie eine «Mini-Krise». Verfolger Atlético Madrid konnte den Sieben-Punkte-Abstand auf die Mannschaft um Nationalkeeper Marc-André ter Stegen und Superstar Lionel Messi nicht weiter verkürzen.

Vor dem Wiedersehen mit den früheren Kollegen Cesc Fábregas und Pedro sind die Katalanen optimistisch, so auch Andrés Iniesta. Der Spielmacher hat eine gute Erinnerung an das Chelsea-Stadion: den sogenannten «Iniestazo». Mit seinem Last-Minute-Treffer zum 1:1 schoss er Barça 2009 in London ins Champions-League-Finale, das sein Team dann mit 2:0 gegen Manchester United gewann.

«Das war eines der glücklichsten Momente meines Lebens», sagte Iniesta jetzt. Das Spiel gegen Chelsea war allerdings von zahlreichen umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen gegen Chelsea geprägt. Referee Tom Henning Övrebö räumte in diesen Tagen Fehler ein. «Das war wirklich nicht mein bester Tag», sagte er in einem Interview.

Vor dem erneuten Duell stapeln die Trainer beider Clubs tief. «Wir sprechen hier sicher über eine der besten Mannschaften der Welt», sagte Conte. Auf der anderen Seite warnte Valverde nach dem Sieg in Eibar vor Euphorie: «In London wird das ein ganz anderer Film.»

Tatsächlich war Chelsea vor allem zuhause, aber auch in Barcelona noch nie ein leichter Gegner für die Blaugrana. Bei sieben offiziellen Gastauftritten gab es nur einen Sieg – bei einem Remis und fünf Niederlagen. Und das Aus im Halbfinale gegen die Blues läutete 2012 das Ende der Ära von Pep Guardiola ein.

Messi traf gegen Chelsea übrigens noch nie. Und wenn es nach Antonio Rüdiger geht, soll das auch so bleiben. Der Nationalspieler schickte eine Warnung nach Barcelona. «Es wird nicht leicht für sie, hier herzukommen, mit all den Fans in unserem Rücken», sagte Rüdiger. «Das ist eine Chance für uns, die Dinge richtig zu machen. Und die müssen wir nutzen.»

Fotocredits: Adam Davy
(dpa)