» Fußball EM 2008

Deutscher Fan © flickr / yabokz

Seit heute 10 Uhr können die deutschen Fußballfans Karten für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz auf dem neu eingerichteten Ticketportal des DFB erwerben.

Das Verfahren zur Verlosung der Karten wird ähnlich wie bei der Weltmeisterschaft 2006 gehandhabt. Von den 21.765 Eintrittskarten, die dem DFB für die EURO 2008 zur Verfügung gestellt wurden, gehen 14.400 Tickets in den freien Verkauf. Das übrige Kontingent geht an Landes- und Regionalverbände sowie an Vereine und Sponsoren. Jeder, der Karten erwerben möchte, kann unter Angabe seiner persönlichen Daten bis zu vier Eintrittskarten für ein Spiel bestellen. Für die Bestellung müssen aber auch die Daten der Begleitpersonen bereit gehalten werden, weil diese ebenfalls erforderlich sind, um einen Verkauf auf dem Schwarzmarkt zu verhindern. Nach dem Ablauf der Frist (12. Februar um 24 Uhr) werden unter notarieller Aufsicht die jeweiligen Gewinner gezogen und anschließend benachrichtigt.

Für die ersten beiden Gruppenspiele in Klagenfurt am 8.Juni gegen Polen und am 12. Juni gegen Kroatien stehen lediglich 5.722 Karten zur Verfügung, weil das Wörthersee-Stadion nur eine Kapazität von 30.000 Plätzen besitzt. Für das abschließende Gruppenspiel gegen Österreich am 16. Juni im Wiener Ernst-Happel-Stadion erhält der DFB 10.321 Karten. Die Ticketpreise variieren zwischen 45 Euro und 110 Euro. Sollte die deutsche Nationalmannschaft das Viertelfinale erreichen, erhält der Deutsche Fußball Bund erneut 22.000 Karten, wovon circa 70 Prozent in den freien Verkauf gehen. Allerdings erhält der Käufer nur einen Voucher, der dann vor Ort gegen eine Karte getauscht werden kann. Diese Prozedere ist notwendig, um zu verhindern, dass mehr Karten im Umlauf sind, denn wenn das deutsche Team ausscheiden sollte, wird der Geldbetrag innerhalb von acht Tagen zurück überwiesen und die Karte wird für eine andere Nation freigeschaltet.

Dann viel Glück!    [...mehr]



Nach einer Leidenszeit von acht Monaten ist Michael Ballack bei Chelsea London in den Profikader zurückgekehrt. Sein letztes Spiel hatte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft am 22. April gegen Newcastle United absolviert, musste dort aber nach einem brutalen Foul von “Magpies”-Verteidiger Titus Bramble ausgewechselt werden.

Seitdem laborierte Ballack an einer komplizierten Knochenabsplitterung am Knöchel, die auch durch mehrere Operationen nicht behoben werden konnte. Für den Trainer des deutschen Teams Jogi Löw stand immer fest, dass Ballack zurückkehren und an alte Leistung anknöpfen wird. Trotz aller Dementis verriet Ballack in der Wochenzeitung “Die Zeit”, dass er sich auch mit einem möglichen Karriereende auseinandergesetzt hat, was angesichts der Dauer der Verletzung auch niemanden verwundert.

Ballack unternimmt nun einen zweiten Anlauf beim englischen Topteam FC Chelsea. Bisher konnte der offensive Mittelfeldspieler seine Kritiker in England nicht wirklich Überzeugen, auch wenn Ex-Trainer Mourinho immer an ihm festgehalten hat. Auch der neue Trainer Grant bezeichnet Ballack als Weltklassespieler und hofft, das Ballack dem nach der Niederlage gegen Arsenal angeschlagenem Team mehr Stabilität verleihen kann.

Auch angesichts der Europameisterschaft im kommenden Jahr dürfte die Genesung positiv sein. Die letzten Auftritte der deutschen Nationalmannschaft ohne die Führungsspieler Ballack, Schneider und Frings waren etwas leb- und ideenlos.    [...mehr]



Der einstige Weltklasse-Stürmer und heutige Nationaltrainer der Niederlanden konnte sich mit den Verantwortlichen des niederländischen Verbandes auf keinen neuen Vertrag einigen. Das jetzige Vertragswerk ist bis zum Ende der Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich datiert.

Nach Meinung vieler Experten geht van Basten damit möglichen Rücktrittsforderungen aus dem Weg, falls das angestrebte Ziel, der Gewinn der Europameisterschaft 2008, nicht erreicht wird. Die Niederlande wurden bei der Auslosung der Gruppen in die sogenannte “Todesgruppe C” mit Italien, Frankreich und Rumänien gezogen. Zahlreich einheimische Fans gehen inzwischen davon aus, dass man die Gruppenphase nicht überstehen wird und vorzeitig ausscheidet.

Dabei waren so viele Hoffnungen in den einstigen Stürmer van Basten gelegt worden, hatte er doch das niederländische Team 1988 mit seinen Traumtoren zum bisher einzigen Titel geführt. Sein Name war eng mit der Vorstellung vom offensiven und schönen Fußball der Holländer verbunden. Dass die Nation inzwischen immer wieder an ihren Vorstellungen scheitert, nimmt die Öffentlichkeit kaum wahr. Der Anspruch an die Nationalelf ist es, nicht nur erfolgreich, sondern auch schön zu spielen. Somit sind viele Spieler bei großen Partien in Schönheit gestorben und haben den Erfolg vergessen. Bei der Europameisterschaft 2004 scheiterte man im Halbfinale am Gastgeber, worauf der damalige Bondscoach Dick Advokaat seinen Hut nehmen musste und van Basten Übernahm. Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland scheiterte Holland erneut an Portugal, allerdings war die Partie eher eine Schlacht als ein ansehnliches Spiel. Mit einem neuen Rekord an gelben Karten ging dieses Spiel in die Geschichte der Weltmeisterschaften ein.

Van Basten, der immer häufiger von der Öffentlichkeit und der Presse attackiert wird, ist es nie gelungen, eine Harmonie in das Team zu bringen. Stars wie Ruud van Nistelrooy und Mark van Bommel haben sich mit dem Trainer Überworfen, lediglich van Nistelrooy wurde nach einer Aussprache mit dem Trainer zurück geholt. Van Basten versucht, alles dem Titelgewinn unterzuordnen, aber ob es für den Titel reicht, ist fraglich.    [...mehr]


Bei der Gruppenauslosung für die Gruppen bei der Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich konnte sich Deutschland wieder auf sein Losglück verlassen. In der Gruppe B trifft die Nationalmannschaft auf Gastgeber Österreich, auf die von vielen als Geheimfavorit gehandelten Kroaten und unser Nachbarland Polen.Für die Österreicher ist Deutschland ein Glückslos, denn die Partie gegen den WM-Dritten findet fast 30 Jahre nach dem Sieg in Cordoba statt, als es der Alpenrepublik gelang, den Übermächtigen Nachbarn bei der Weltmeisterschaft in Spanien zu schlagen. Die Verantwortlichen der Österreicher betonen aber, dass man 2008 eine ganz eigene Geschichte schreiben und neue Helden schaffen möchte. Die letzte Vorrunden-Partie wird vor 50.000 Fans im Wiener Ernst-Happel-Stadion ausgetragen werden und vermutlich vorentscheidenden Einfluss auf den Ausgang in dieser Gruppe haben. Das deutsche Team ist also gewarnt vor dem vermeintlich leichtesten Gegner der Gruppe, der momentan den 91. Platz der FIFA-Weltrangliste belegt.

An die Polen können sich die deutschen Fans noch sehr gut erinnern. Sie waren bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land schon einmal ein Gruppengegner der Deutschen. Damals siegte Deutschland in Dortmund durch ein Tor von Oliver Neuville mit 1:0 in der Nachspielzeit. Es war das Schlüsselspiel der vergangenen WM, Mannschaft und Fans einten sich zu einer nur schwer schlagbaren Einheit, die erst vom späteren Weltmeister Italien gesprengt wurde. Seit dem Ausscheiden der Polen bei der WM 2006 hat sich einiges verändert im Nachbarland. Der Niederländer Leo Beenhakker übernahm das Ruder und führte Polen souverän durch die Qualifikation zur Europameisterschaft. Am Ende waren sie Erster ihrer Gruppe und konnten Mannschaften wie Portugal, Finnland und Serbien hinter sich lassen. Dank des neuen Trainers hat das Team unheimlich an spielerischer Qualität gewonnen und es wird mit Sicherheit schwer, die Polen erneut zu schlagen.

Kroatien hingegen ist die Entdeckung der Qualifikation. Das Auftreten der Mannschaft um Kapitän Nico Kovac war beeindruckend, zweimal konnten die Engländer geschlagen und regelrecht gedemütigt werden. Der 3:2 Sieg im Londoner Wembley-Stadion bedeutete das EM-Aus der Insel-Kicker und den souveränen Gruppensieg. Mit dieser Energieleistung, die trotz bereits erreichter Qualifikation abgerufen wurde, haben sich die Kroaten zum heimlichen EM-Favoriten aufgeschwungen. Die Mischung aus jungen und alten Spielern ist eines der Erfolgsgeheimnisse der Kroaten, die schon bei der WM 1998 in Frankreich zum Alptraum für Deutschland wurden, als man im Viertelfinale mit 3:0 siegreich waren.

Trotz dieses vermeintliches Glücksloses müssen die deutschen Kicker auf der Hut sein, um ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, schließlich haben sie seit zwölf Jahren kein Spiel mehr bei einer Europameisterschaft gewonnen.

In der Gruppe A treffen die Teams aus Portugal, Tschechien, der Türkei und der Schweiz aufeinander. Portugal und Tschechien gelten aufgrund der jüngsten Erfolge als Favoriten in dieser Gruppe. Die absolute Hammergruppe ist die Gruppe C. Weltmeister Italien trifft auf Vize-Weltmeister Frankreich, auf Holland und Rumänien. Frankreich und Italien sind schon in der Qualifikation aufeinander getroffen und konnten sich knapp vor Schottland behaupten. Rumänien hat es wohl trotz einer sehr guten Qualifikation am schwersten. Einer der drei fantastischen Teams aus Italien, Frankreich und den Niederlanden wird also mit Sicherheit auf der Strecke bleiben. In der Gruppe D spielen Spanien, Griechenland, Schweden und Russland um den Gruppensieg. Hinter den Spaniern haben alle drei Mannschaften Chancen auf ein Weiterkommen.    [...mehr]



“The End” titelte gestern die “Times” in England und wird wohl auch auf lange Sicht recht haben, wenn es um die englische Nationalmannschaft geht. Das Mutterland des Fußballs wird die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz nur vor dem Fernseher verfolgen und die Gründe für das Scheitern sind derart vielfältig, dass man ihnen fast ein Buch widmen kann.

Alles begann mit dem Amtsantritt von Steve McLaren, einem biederen Trainer ohne Charisma, dessen einzige Eigenschaft im Anforderungsprofil des Nationaltrainers jene war, das er Brite ist. Kein Spitzenclub der Welt hätte jemals McLaren unter Vertrag genommen und nicht umsonst war er immer der zweite Mann hinter Persönlichkeiten wie Sir Alex Ferguson (ManU-1999) oder Sven Göran Erikson. Zwar verfolgte Deutschland den gleichen Weg, aber hier war schnell die eigene Handschrift von Jogi Löw erkennbar, der eine Philosophie fortführte, an deren Entstehungsphase er einen entscheidenden Anteil hatte.

Die mangelnde Kompetenz von McLaren äußerte sich besonders deutlich, als er im letzten und entscheidenden Spiel der EM-Qualifikation den jungen Scott Carson, der bisher lediglich ein internationales Spiel absolviert hatte, gegenüber Paul Robinson den Vorzug gab. Nicht das jener ohne Fehl und Tadel wäre, schließlich hatte Robinson die Niederlage in Kroatien durch einen Blackout verursacht, aber er konnte immer wieder durch gute Leistungen die passende Antwort geben.

Zudem beging er im Spiel gegen Kroatien den gleichen Fehler wie zu Beginn seiner Amtszeit, indem er David Beckham aus der Startelf verbannte. Erst wollte er mit der Absetzung und Ausbootung des einstigen Kapitäns ein Zeichen für den Neubeginn setzen, aber letztendlich blieb Beckham das einzige Bauernopfer. Schon damals gab die schillerndste Figur des englischen Fußballs die passende Antwort, als er im Trikot von Real Madrid noch einmal auftrumpfte und die spanische Meisterschaft errang. Auch nach seiner Einwechslung war Beckham die treibende Kraft bei der Aufholjagd des englischen Teams und bereitete mit einer genialen Flanke den 2:2 Ausgleich durch Crouch vor.

Ein weiterer negativer Aspekt, den man McLaren ankreiden kann, ihm gelang es nie die beiden besten Mittelfeldspieler der Premier League Steven Gerrard und Frank Lampard in ein sinnvolles System einzuordnen. Die beiden agieren bei ihren Vereinen auf absolutem Weltklasseniveau, stehen sich aber in der englischen Nationalmannschaft nur im Weg.

Die wirkliche immense Verletztenliste trägt der Trainer zwar keine Verantwortung, aber selbst bei Deutschland fiel zwischendurch das gesamte WM-Mittelfeld aus, weshalb die Verletzungen nur bedingt als Hinderungsgründe zulässig sind. Das England schließlich auf ein Team aus Kroatien trifft, das trotz bereits erfolgte Qualifikation für die Europameisterschaft in Wembley über sich hinaus gewachsen ist, war nur der Gipfel der gesamten Misere.

Was von Steve McLaren übrig bleibt, ist der Titel “erfolglosester Trainer der englischen Geschichte” und jenes Zeitungsbild mit der Unterschrift “Der Trottel mit dem Schirm“, das um die Welt ging. Für den Fußball ist es schade, dass eine große Fußballnation den kontinentalen Meisterschaften fern bleibt.




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Mit einer doch eher enttäuschenden Leistung beim 0:0 gegen Wales hat sich das deutsche Team gestern vom Fußballjahr 2007 verabschiedet. In der Frankfurter Commerzbank Arena konnten die Mannen von Trainer Jogi Löw zu keinem Zeitpunkt an die gute spielerische Leistung wie gegen Zypern anknüpfen. Am Ende belegt Deutschland mit 27 Punkten den zweiten Platz in Gruppe D hinter Tschechien, die auf Zypern mit 2:0 gewinnen konnten.

Im Tal der Tränen befinden sich die Kicker von der Insel, die nach einer 2:3 Niederlage gegen Kroatien nur den dritten Rang hinter Russland und Kroatien belegen. Nach der Niederlage Russlands am vergangenen Wochenende hätte den Engländern ein Punkt für die Qualifikation zur EM 2008 gereicht, aber am Ende zerstörte der Dortmunder Petric mit seinem Treffer alle Hoffnungen. Dabei hatte Trainer Steve McLaren entscheidende Maßnahmen im Vorfeld des Spieles getroffen, indem er David Beckham auf die Bank verbannte und den jungen Scott Carson von Aston Villa ins Tor stellte. Dies sollte sich aber als der entscheidende Fehler des Trainers herausstellen, als der junge Carson in seinem 2. Länderspiel einen harmlosen Schuss des Kroaten Kranjar nicht festhalten konnte. Als Olic vom Hamburger SV noch auf 2:0 erhöhte schien das englische Schicksal besiegelt, aber der eingewechselte Beckham trieb sein Team voran und durch Tore von Lampard und Crouch gelang ihnen noch der 2:2 Ausgleich, bis Mladen Petric mit seinem Tor den Sieg der Kroaten festigte. Russland konnte knapp mit 1:0 beim Fußballzwerg Andorra gewinnen und sicherte sich so das zweite EM-Ticket in der Gruppe E.

In der Gruppe F hatten Schweden und Nordirland noch die Möglichkeit sich für die Europameisterschaft 2008 zu qualifizieren.

Die Schweden, die nur noch einen Punkt benötigten, gewannen mit 2:1 durch Tore des Ex-Rostockers Markus Allbäck und Kim Köllström, das Gegentor erzielte Laizans. Damit hatte die Partie Spanien gegen Nordirland nur statistischen Wert. Am Ende siegte Spanien mit 1:0 durch ein Tor von Xavi kurz nach der Halbzeit.

Ein weiteres Ticket gab es noch in der Gruppe C zu vergeben, wo die Türkei im letzten Spiel durch den 2:1 Sieg gegen Norwegen die bessere Ausgangsposition gegenüber den Skandinaviern hatten. Norwegen gewann zwar dank eines Überragenden Steffen Iversen (3 Tore)mit 4:1 gegen Malta, konnte aber durch den türkischen 1:0 Erfolg gegen Bosnien Herzegowina nicht mehr an der Türkei vorbeiziehen. Den Gruppensieg hatte sich bereits der amtierende Europameister Griechenland gesichert.

Bereits früher konnten sich die Mannschaften aus Polen, Portugal, Italien, Frankreich, Spanien, Rumänien und der Niederlanden für die Europameisterschaften qualifizieren. Am 2. Dezember 2007 werden die jeweiligen Gruppen zur Europameisterschaft ausgelost.

Schon am kommenden Sonntag werden die Gruppen für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ermittelt. Deutschland kann dank des neuen Setzsystems (nach der Weltrangliste) auf keines der Topteams treffen. Die Qualifikation beginnt im Anschluss an die Europameisterschaft im August 2008.    [...mehr]


Am kommenden Wochenende beginnen die entscheidenden Spiele in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Neben Deutschland haben schon Griechenland, Tschechien, Rumänien und die Gastgeberländer ihre Tickets bereits sicher. Voller Spannung erwarten die Fans in England, Spanien, Frankreich und Italien die Spiele ihrer Mannschaften.Die schlechteste Ausgangsposition haben die Kicker aus dem Mutterland des Fußballs. Sie liegen zwar momentan mit 23 Punkten auf Platz 2 der Qualifikationsgruppe E, haben aber schon eine Partie mehr absolviert als das russische Team, das mit 21 Punkten auf Platz 3 liegt. Die Engländer müssen nun auf einen Ausrutscher der Russen in Israel oder gegen Andorra hoffen, sonst würden sie das Turnier nur in der Zuschauerrolle erleben.

Ähnlich ergeht es Weltmeister Italien und Vizeweltmeister Frankreich. Bei der Auslosung sah es noch so aus, als ob sich Frankreich und Italien die Tickets für die EM teilen würden, dabei wurde das wieder erstarkte Team aus Schottland vollkommen übersehen. Alle drei Mannschaften haben noch die Möglichkeit auf den EM-Zug aufzuspringen. Dabei kommt es am Samstag zum direkten Duell zwischen Italien und Schottland. Der Weltmeister dürfte aber gewarnt sein, denn die Schotten haben Frankreich vor eigenem Publikum schlagen können. Ein Verpassen dürfte im Land des Weltmeisters für weitere weitere Welle der Gewalt in Italien sorgen, ein Land im Ausnahmezustand.

Bei den Spaniern müssten schon mehrere Unglücke zusammen kommen, wenn die Kicker von der iberischen Halbinsel die EM noch verpassen sollten. Sie liegen mit 22 Punkten auf Platz 2 ihrer Gruppe hinter Schweden. Beide Spitzenteams treffen am Wochenende aufeinander. Sollte Spanien wie im Hinspiel aber den Kürzeren ziehen, könnte Dänemark, das fünf Punkte hinter Spanien liegt, noch ein wenig hoffen. Bis zum nächsten Mittwoch entscheidet sich dann, welche Mannschaften die Europameisterschaft 2008 unter sich ausspielen werden.




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In der Schweiz will die “Klubschule Migros” Frauen für die Euro 08 fit machen. Egal ob Fußballregeln, Sportfotografie oder leckere Halbzeitsnacks - die Klubschule hat entsprechende Kurse.

Auch Frauen sollen an der Europameisterschaft 2008 in der Schweiz groß auftrumpfen und mitdiskutieren können, sagt Armin Riebli. Der 2.-Liga-Schiedsrichter, der seit 17 Jahren auf dem Fußballplatz pfeift, leitet ab Oktober den Kurs “Fußball-Regelkunde für Frauen”.

Dabei werden mit Hilfe von Videos und Aufstellungstafeln den Frauen alles Wissenswerte über Abseitsfalle, Viererkette und Fallrückzieher beigebracht. Je näher die Fußballeuropameisterschaft rückt, desto mehr Frauen werden sich anmelden. Denn gut aussehen reicht beim Fußball nicht mehr aus, Frau will auch mitreden können.    [...mehr]


Die EM 2008 kann kommen. Nach eineinhalbjährigen Verhandlungen haben ARD und ZDF die Übertragungsrechte vom Rechtehändler “Sportfive” bekommen. Lediglich das Aufsichtsgremium von ARD und ZDF muss noch zustimmen. Über die Kosten wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart, es handelt sich dabei aber ungefähr um 115. Mio Euro.

Die Übertragungsrechte gelten für 27 Spiele. Die übrigen 4 Spiele, die noch nicht dazuzählen, sind die letzten Spiele der Gruppenphase, sie werden wie üblich zeitgleich angepfiffen. Deshalb wird nur eins live übertragen. “Die schwierigen Verhandlungen der vergangenen eineinhalb Jahre haben sich gelohnt: Heute ist es gelungen, das Fußball-Highlight des Jahres 2008 für das öffentlich-rechtliche Fernsehen zu vertretbaren Konditionen zu sichern. Jetzt machen wir uns an die Arbeit, um unseren Zuschauern dieses Großereignis in gewohnter Qualität präsentieren zu können”, wurde der ZDF-Intendant Markus Schächter zitiert.

Beide öffentlich-rechtlichen Anstalten sicherten sich ein Auswahlrecht für die Spiele des 3. Spieltags in der Gruppenphase. Des weiteren können ARD und ZDF die EM 2008 unverschlüsselt über Satellit und Hörfunk ausstrahlen. Die ganze Welt kann so Delling und Netzer sehen und hören. :-)

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Eine Studie des Bundesamts für Sport zeigte, dass die Schweizer mit 1,5 Milliarden Franken Mehreinnahmen durch die EM 2008 rechnen können. Es werden bis zu 5,4 Millionen Besucher erwartet, davon ungefähr 1,4 Millionen ausländische Gäste. Die 1,5 Milliarden Franken würden 0,18 % vom Bruttoinlandsprodukt ausmachen.

Genauso wie in Deutschland, will die Schweiz “Public-Viewing”-Plätze einrichten. Diese Art der Live-Übertragung wurde erstmals in Deutschland bei der WM 2006 angeboten. Es hat sich herausgestellt, dass dadurch auch ausländische Gäste ohne Eintrittstickets angelockt werden.

Vor allem die Touristikbranche (überwiegend Hotels und Restaurants) werde vom Fussballboom profitieren. Ebenfalls die Baubranche, Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie die Werbe-u. Medienbranche können sich nach der Studie über Mehreinnahmen während der Europameisterschaft freuen.

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