» Fußball EM 2008

Seine Fans nennen ihm “The Hunter” - Klaas-Jan Huntelaar wird bei der EM 2008 für die “Elftal” auf Torjagd gehen. Noch steht der 24-Jährige bei Ajax Amsterdam unter Vertrag, doch europäische Topclubs wie Manchester United und Real Madrid bieten bis zu 30 Millionen Euro für den niederländischen Stürmer. Kein Wunder, die Bilanz Huntelaars könnte beeindruckender kaum sein: In den vergangenen zwei Jahren erzielte der Hobby-Angler 70 Tore für Ajax und 6 Tore in 11 Länderspielen.

Klaas-Jan Huntelaar, Tor-Jäger und Fischer © Wikipedia

Huntelaar begann seine Karriere in der Jugend des PSV Eindhoven, 2002 wechselte er in die Profi-Mannschaft. Doch schnell galt der Stürmer als nicht tauglich für die Ehrendivision. Im Januar 2003 wurde er an De Graafschap Doetinchem ausgeliehen, nach sechs Monaten schob ihn der PSV in die 2. Liga ab zu AGOVV Apeldoorn. Hinter dieser Abkürzung versteckt sich der Begriff “Apeldoornse Geheel Onthouders Voetbal Vereniging” - Appeldoorner Abstinenzler-Fußballverein.

Was Alkohol angeht, vermochte Huntelaar dem Vereinsnamen gerecht zu werden, dafür schenkte er seinen Gegnern auf dem Platz kräftig ein: 35 Treffer in einer Saison, der Torjäger ging zurück in die 1. Liga zum SC Heerenveen, eine Zwischenstation, denn mit 26 Toren empfahl sich Huntelaar für Rekordmeister Ajax Amsterdam, der 9 Millionen Euro Ablöse zahlte. Und Huntelaar zahlte in seiner Währung zurück, in Toren: Zweimal, 2005/06 und 2007/08, wurde er Torschützenkönig der niederländischen Ehrendivision.

Ein gewohntes Bild: Klaas-Jan Huntelaar torjubelt © azzurri nr1/FlickrStorm

Marco van Basten, Bondscoach der niederländischen Nationalmannschaft, hat sieben hochkarätige Stürmer für die EM 2008 nominiert, neben Huntelaar Ruud van Nistelrooy, Robin van Persie, Ryan Babel, Arjen Robben, Dick Kuyt und Jan Vennegoor of Hesselink. Überlebt die “Elftal” die “Todesgruppe” C mit Italien, Frankreich und Rumänien, könnte van Basten nicht nur als Spieler (1988), sondern auch als Trainer Europameister werden.    [...mehr]


Die Spielzeit 2006/2007 war seine Saison: mit 20 Treffern sicherte sich der Grieche nicht nur die Torjägerkrone, sondern war auch ein Garant für seinen ehemaligen Verein VfL Bochum. Sein damaliger Trainer Marcel Koller bezeichnete ihn als eine “Lebensversicherung” für den Club aus dem Revier. Seit 2007 spielt er für Bayer 04 Leverkusen, für die er in der letzten Saison 11 Tore erzielte.

Gekas wurde in Larisa geboren und begann in eben dieser Stadt auch seine Karriere als Fußballprofi. 2001 erfolgte der Wechsel zum Athener Verein Kallithea FC, für den er bis zum Jahr 2005 seine Tore erzielte und in seinem letzten Jahr 2004/2005 griechischer Torschützenkönig wurde. Es folgte ein weiteres Jahr in Athen, beim damaligen Champions League Teilnehmer Panathinaikos. Nur knapp verpasste er in dieser Spielzeit mit 15 Treffern den wiederholten Gewinn der Torjägerkrone.
In Form eines Leihgeschäftes kam Gekas schließlich zum VfL, doch nach dem gesicherten Klassenerhalt und einer Anfrage aus Leverkusen bat der Grieche um seine Freigabe. Bei Bayer04 konnte er entgegen aller Hoffnungen noch nicht an seine Bochumer Zeit anknüpfen. Über eine mögliche Abgabe des Griechen wird in den Medien bereits heiß diskutiert.

Sein erstes Tor für die griechische Nationalmannschaft erzielte Theofanis Gekas am 2.Juni 2007 in der Qualifikation zur diesjährigen Europameisterschaft gegen Ungarn. In seinem Heimatland wird er momentan zu den besten Torjägern gezählt. Und wer weiß, vielleicht gelingt es ihm und der Nationalmannschaft ja für abermalige Überraschungen zu sorgen.



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Kim Källström

Nur dabei statt mittendrin, dieser verdrehte DSF-Slogan könnte für die schwedische Nationalmannschaft gelten. Häufig qualifiziert für Welt- und Europameisterschaften, sprang in jüngerer Zeit nicht mehr als das Halbfinale bei der EM 1992 in eigenen Land und Platz 3 bei der WM 1994 in den USA heraus. Bei der Euro 2008 spielt Schweden in der Wundertütengruppe D gegen Spanien, Griechenland und Russland.

Das Viertelfinale scheint möglich, und das liegt vor allem an Kim Källström. Der 25-jährige Mittelfeldstratege, der gerade mit Olympique Lyon die französische Meisterschaft gewann, führt Regie im Mittelfeld der Schweden. Er ist ein Instinktspieler, der mit genialen Pässen die gegnerische Abwehrformation zerschneidet. Versiert mit links und rechts, klebt ihm der Ball bei Dribblings geradezu am Fuß. Källströms Vorbild ist der Tscheche Pavel Nedved.

Sein Talent fiel früh auf, bereits als 16-Jähriger spielte Källström für BK Häcken aus Göteborg in der 2. Liga und stieg gleich in die 1. Liga auf. In seiner Zeit bei Häcken erzielte Källström in 69 Spielen 14 Tore. Nur logisch, dass renommiertere Vereine auf das Talent aufmerksam wurden. Djurgården IF verpflichtete Källström im Jahr 2001, mit 26 Toren in 48 Spielen schoss er das Stockholmer Team zu zwei Meisterschaften.

Nun lockte das Ausland, 2004 wechselte Källström zum französischen Club Stade Rennes und setzte sich durch. Der französische Serienmeister Olympique Lyon nahm den torgefährlichen Mittelfeldspieler 2006 unter Vertrag. Im den hochklassigen Ensemble glänzt Källström nun mehr als Vorbereiter denn als als Torschütze.

Sein Debüt für Schweden feierte 2001 gegen Finnland, in 54 Spielen hat er acht Tore geschossen. Der schwedische Nationaltrainer Lars Lagerbäck lässt sein Team offensiv spielen, Källström ist das Gehirn der Mannschaft. Mit seinen Ideen, Pässen und Toren könnte er - wie das Fußballerdeutsch so munter floskelt - “seiner Mannschaft helfen”, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren.



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Er gilt schon lange als eines der größten Talente Europas: Andrés Iniesta Luján. Bei der WM 2006 bereits hoch geachtet, könnte die EM in diesem Jahr sein großer Durchbruch sein.

Der erst 24 Jahre alte Fußballer begann seine sportliche Laufbahn beim spanischen Club Albacete Balompié, bei dem unter anderem auch Fernando Morientes in jungen Jahren unter Vertrag stand. Bereits mit 12 Jahren wurde er von Scouts des FC Barcelona entdeckt und in die Jugendmannschaft des Vereins geholt.
Seit Dezember 2002 trägt er das Trikot der Profimannschaft und kann inzwischen bereits mit einigen Erfolgen aufwahrten: So wurde er in den Jahren 2005 und 2006 spanischer Meister. Des Weiteren gewann er mit dem FC Barcelona 2005 und 2007 den spanischen Superpokal und 2006 die UEFA Champions League.

Der technisch visierte Iniesta scheint für die Katalanen unverkäuflich. So wurde eine 60-Millionen-Euro Offerte von Real Madrid im Jahr 2007 abgelehnt. Stattdessen verlängerte der FC Barcelona den Vertrag im Januar 2008 vorzeitig bis zum 30.06.2014. Die festgeschriebene Ablösesumme liegt bei sagenhaften 150 Millionen Euro. Ein taktisch cleverer Trick, wenn man die Tatsache beachtet, dass das Interesse internationaler Topclubs an jungen Spielern nach einem solchen Turnier besonders groß ist!

Iniesta ist ein laufstarker Spieler, technisch stark und auf vielen Positionen einsetzbar. So kam der zentrale Mittelfeldspieler bereits als Stürmer und Verteidiger zum Einsatz. Er selbst sagte, dass er seine Karriere beim FC Barcelona beenden möchte - Liebesbekenntnisse eine jungen Spielers, bei dem man meinen möchte, er stände mit seinen jungen Jahren erst am Beginn einer großen Karriere. Dabei hat diese schon längst begonnen.



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Bundestrainer Joachim Löw hat Marko Marin, Patrick Helmes und Jermaine Jones aus dem EM-Kader gekickt. In der Nacht war die DFB-Delegation vom Freundschaftsspiel gegen Weißrussland in Kaiserslautern (2:2) nach Mallorca zurückgekehrt. Nach dem Frühstück hatte Löw das Trio in persönlichen Gesprächen davon unterrichtet, dass sie nicht mit zur Europameisterschaft fahren werden.

“Die Entscheidung ist unserem Trainerteam sehr schwer gefallen. Es war eine Millimeter-Entscheidung, denn jeder der drei Spieler hätte es verdient gehabt, dem Kader anzugehören”, sagte Löw. Dies sei keine Entscheidung “gegen ihre Qualität”, ergänzte er: “Sie haben im Trainingslager einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin haben gute Perspektiven, nach der EM wieder im Kreis der Nationalmannschaft dabei zu sein und eine gute Rolle zu spielen.”

Michael Ballack führt die Bergtour 2008 an © ny-shirley/FlickrStorm

Der EM-Kader:

Tor: Jens Lehmann (54 Länderspiele / 0 Tore), Robert Enke (1/0), René Adler (0/0)
Abwehr: Arne Friedrich (56/0), Philipp Lahm (40/2), Marcell Jansen (21/1), Per Mertesacker (42/1), Christoph Metzelder (40/0), Clemens Fritz (13/2), Heiko Westermann (2/0)
Mittelfeld: Michael Ballack (80/35), Bastian Schweinsteiger (50/13), Thomas Hitzlsperger (33/5), Tim Borowski (31/2), Torsten Frings (71/10), Simon Rolfes (9/0), Piotr Trochowski (12/0), David Odonkor (14/1)
Angriff: Mario Gomez (9/6), Miroslav Klose (75/39), Lukas Podolski (47/25), Kevin Kuranyi (46/19), Oliver Neuville (67/9)    [...mehr]


Als im April sein Wechsel von Dinamo Zagreb zu den Tottenham Hotspurs bekannt gegeben wurde, wunderten sich viele Sportjournalisten, dass Luka Modric nicht von einem größeren Verein wie Chelsea oder Arsenal geholt wurde. Die über 20 Millionen Euro Ablösesumme, die der Londoner Verein an Dinamo Zagreb überweisen musste, erscheinen angesichts der beeindruckenden Fähigkeiten des 23- jährigen Mittelfeldspielers aus Kroatien wie ein echtes Schnäppchen.

Zu Modrics größten Stärken zählen Spielintelligenz und technische Kreativität. Der Tagespiegel-Journalist Mathias Klappenbach verglich ihn mit der französischen Fußballlegende Michel Platini. Vielerorts wurde er auch als das Klon von Johan Cruyff bezeichnet. Durch seine außergewöhnlichen Spielmacherqualitäten und die Fähigkeit, Pässe zielgenau zu platzieren, kann Modric das Geschehen auf dem Platz in seinem Sinne lenken. Das beidfüßig spielende Supertalent ist besonders stark in Dribblings und scheut auch nicht davor zurück, in der Defensive zu arbeiten.

Bevor er zum Spielmacher des kroatischen Meisters Dinamo Zagreb aufstieg, setzte er sich bei den kleineren Vereinen Zrinjski Mostar (Bosnien- Herzegowina) und Inter Zapresic (Kroatien) durch. Auch in der kroatischen Nationalmanschaft vermochte Modric zu überzeugen. Nach seinem Debüt am 01.03.2006 gegen Argentinien wurde er in das Kader für die WM in Deutschland berufen. Die Kroaten hoffen, dass er der Mannschaft bei der diesjährigen EM zum Titelgewinn verhelfen könnte. Angesichts seiner fußballerischen Klasse wäre dies gar nicht verwunderlich. Was man jetzt schon mit Gewissheit sagen kann ist, dass Tottenham nicht die letzte internationale Station des talentierten Spielmachers bleiben wird. Doch nicht allen wegen ihm schätzt man die mannschaftlich starken Kroaten als Deutschlands unangenehmsten Vorrundengegner ein. Vorsicht ist für Jörgi Löws Jungs auf jeden Fall geboten, vor allem wenn man sich das folgende Video ansieht.



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Österreichs langjähriger Kapitän gilt als der größte Hoffnungsträger des mittlerweile oft als “Fussballzwerg” bezeichneten Landes, das die diesjährige Europameisterschaft mit ausrichtet. Dabei ist der Mittelfeldregisseur gerade mal 24 Jahre alt.

Bereits mit 19 trug er zum ersten mal die Kapitänsbinde und wurde in Österreich zum neuen Hans Krankl hochgejubelt. Doch der jüngste österreichische Nationalmannschaftskapitän aller Zeiten musste sich gegen kritische, teilweise auch missgönerische Kollegen durchsetzen und sich Respekt als Kapitän verschaffen.

Nachdem er durch gute Leistungen bei der Nationalmannschaft und seinem Verein Rapid Wien überzeugte und 2003 zu österreichs Fußballer des Jahres gekürt wurde, begannen die heimischen Medien sogar von einem bevorstehenden Wechsel zu Bayern München zu munkeln. Doch Ivanschitz blieb bis Januar 2006 in Wien und wechselte dann zu Red Bull Salzburg. Als die Mannschaft von Giovanni Trapattoni übernommen wurde und er seinen Stammplatz in der ersten elf verlor nutzte der junge Österreicher das Angebot von Panathinaikos Athen aus Griechenland. Dort konnte er sich schnell zu einem wichtigen Leistungsträger entwickeln. In seiner ersten Saison absolvierte er 40 Pflichtspiele für Panathinaikos und wurde in das “ALLSTAR TEAM 2007″ der griechischen Liga gewählt. Im April 2008 schoss er beim 4:1 Sieg gegen Stadtrivalen AEK Athen zwei Tore.

Unsere südlichen Nachbarn hoffen, dass er bei der Heim-EM an seine guten Leistungen in Athen anknüpfen kann. Allerdings bleibt abzuwarten, ob dies gegen die schweren Vorrundengegner Deutschland, Kroatien und Polen ausreichen wird. Ivanschitz hat seine spielerische Klasse mehrmals eindrucksvoll unter Beweis gestellt, weshalb er trotz schwacher österreichischer Mannschaftsleistungen durchaus zu einem EM- Superstar werden könnte. Eine Kostprobe seiner spielerischen Eleganz ist im folgenden Video zu sehen.



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Alexander Frei gegen Brasilien wikipedia ©Reto StaufferÄhnlich wie Bundestrainer Jogi Löw musste sich der Trainer der Schweizer Nationalmannschaft „Nati“ auf einen EM-Kader von 23 Spielern festlegen. Allein sechs EM-Teilnehmer des Gastgeberlandes verdienen ihre Brötchen in der Bundesliga. Alexander Frei, Philipp Degen (Borussia Dortmund), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart), Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt), Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen) und Torwart Diego Benaglio (VfL Wolfsburg) haben den Sprung geschafft. Steve von Bergen (Hertha BSC) und Mario Eggimann hingegen müssen ihren Traum von der Europameisterschaft 2008 begraben.

Tor: Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), Pascal Zuberbühler (Xamax Neuchatel), Eldin Jakupovic (Grasshopper Zürich)

Abwehr: Valon Behrami (Lazio Rom), Philipp Degen (Borussia Dortmund), Johan Djourou (FC Arsenal), Stéphane Grichting (AJ Auxerre), Stephan Lichtsteiner (OSC Lille), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart), Patrick Müller (Olympique Lyon), Philippe Senderos (FC Arsenal), Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt)

Mittelfeld: Tranquillo Barnetta (Bayer 04 Leverkusen), Ricardo Cabanas (Grasshopper Zürich), Gelson Fernandes (Manchester City), Daniel Gygax (FC Metz), Benjamin Huggel FC Basel), Gökhan Inler (Udinese Calcio), Hakan Yakin (Young Boys Bern), Johan Vonlanthen (Red Bull Salzburg)

Angriff: Eren Derdiyok, Marco Streller (beide FC Basel), Alexander Frei (Borussia Dortmund)    [...mehr]


Die Familien sind abgereist, nun steht der Ball im Mittelpunkt des Trainingslagers der deutschen Nationalmannschaft auf Mallorca. Bis zur Abreise zum Länderspiel gegen Weißrussland stehen sieben Trainingseinheiten auf dem Programm. In den Tagen zuvor arbeiteten Joachim Löws Kicker im Fitnessraum oder vergnügten sich “polysportiv”, wie sich Teammanager Oliver Bierhoff auszudrücken beliebte.

Von den 26 Spielern wird Löw drei streichen müssen. Gleich zwölf der 16 qualifizierten Teams nutzen ein Trainingslager zum Casting, nur Kroatien, Portugal, Spanien und Tschechien haben sich bereits auf die 23 Akteure festgelegt, die vom 7. bis zum 29. Juni in Österreich und in der Schweiz um den EM-Titel spielen.

Marko Marin, der

Ziemlich sicher dabei sein dürfte der 19-jährige Marko Marin, den der Bundestrainer in höchsten Tönen lobt: “Der Kleine ist wahnsinnig positiv. ich habe das Gefühl, dass er sich sehr freut auf die EM, und hoffe, dass er so frech spielt wie in Gladbach.” Als Löw den Mittelfeldspieler jüngst beobachtete, war er sofort beeindruckt: “Ich hätte nach zehn Minuten nach Hause fahren können”, so nachhaltig drängte sich der “Kleine” - O-Ton Löw - auf. Der hoch begabte Dribbler, nur 1,69 Meter groß, könnte die besondern Akzente sezen, wenn sich zwei gleich starke Teams taktisch egalisieren und das Spiel zu erstarren droht.

Im Sturm kämpfen Oliver Neuville und Patick Helmes um einen Platz im EM-Kader, Tendenz Neuville, für den Gladbacher spricht die Erfahrung, zudem hat er in Kapitän Michael Ballack einen einflussreichen Fürsprecher. Zwei Mittelfeldspieler werden die EM lediglich am Bildschirm verfolgen können, aus dem Trio David Odonkor, Jermaine Jones und Piotr Trochowski wird vermutlich nur einer zur “Bergtour 2008″ aufbrechen.    [...mehr]


Hinter den prominenten Vertretern im Sturm der Italiener tummelt sich mit Fabio Quagliarella ein Spieler, den viele nicht auf der Rechnung, doch könnte er ebenso wie Diego Benaglio zu einem Superstar der Euro 2008 aufsteigen.

Der größte Vorteil von Fabio Quagliarella sind seine vielseitigen Fähigkeiten. Während Luca Toni vor allem im Strafraum zu Hause ist, beherrscht der 25jährige die gesamte Bandbreite, angefangen von Kopfbällen, über Fernschüsse bis zu feiner Technik. Durch seine mangelnde Popularität wird der 1,80 große Stürmer immer noch gerne unterschätzt.

Begonnen hat die Karriere von Fabio Quagliarella beim Torino Calcio, von wo aus er nach Florenz und Calcio Cheti ausgeliehen wurde. Seinen großen Durchbruch feierte er jedoch bei Sampdoria Genua, wo er in 35 Spielen der Serie 13 Tore schießen konnte. In dieser Saison, bei Udine Calcio, gelangen ihm wieder 12 Tore – gute Argumente, weshalb Italiens Nationaltrainer Donadoni am flinken Stürmer nicht vorbeikam und ihn 2007 erstmals in die Squadra Azzura berief. Inzwischen hat er acht Länderspiele absolviert und dabei drei Tore erzielt.

Zwar wird Fabio Quagliarella zunächst im Schatten der beiden großen Stürmer Luca Toni und Alessandro del Piero stehen, aber als Joker könnte er auf jeden Fall zu Einsatz kommen und seine Stärken unter Beweis stellen.    [...mehr]


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