» Fußball EM 2008
“Christoph Metzelder ist barttechnisch in Bestform, sollte seine Strategie allerdings im Turnierverlauf überdenken. Sieht sonst bald nichts mehr. Hätte dadurch andererseits den Vorteil, dass er nicht mitbekäme, wie ihm die Gegenspieler enteilen.”
Der bestimmt gut rasierte Andreas Lesch in der Berliner Zeitung nach dem 1:2 gegen Kroatien.
“Flop Schwiiz. Ein trauriges Ende eines Wasserballspiels.”
Der Kurier aus Österreich fühlt mit den Kickern des Nachbarlandes.
“Die verrückten Türken haben uns wieder eine unglaubliche Nacht beschert. Ihr habt an der Schweizer Schokolade geknabbert - lasst es Euch schmecken!”
Bei der Fanatik aus der Türkei geht Fußball durch den Magen.
“Tätowiert von oben bis unten - steht herum wie eine vollgesprühte Mauer … Armer Matrix!”
Die Repubblica würdigt die Leistung des Italieners Materazzi beim desaströsen 0:3 gegen die Niederlande.
“Immerhin bleibt die Schneefallgrenze so hoch, dass davon der EM-Spielbetrieb nicht negativ beeinflusst werden sollte. Selbst hoch geschlagene Flanken sollten noch ohne Vereisung des Balles im Strafraum ankommen.”
Der Deutsche Wetterdienst zur erwarteten Schafskälte in diesen Tagen.
“Hätten wir anders gespielt, dann wären wir schon zur Halbzeit 0:5 zurückgelegen.”
Griechenlands antiker Trainer Rehhakles rechtfertigt seine unansehnliche 7-0-3-Taktik beim 0:2 gegen Schweden.
Weitere schöne Worte
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Damit haben die wenigsten Fans gerechnet, aber am Montag kommt es bereits zum ersten Endspiel für die deutsche Nationalmannschaft. Nach der Niederlage gegen Kroatien stehen die Deutschen zwar noch auf dem zweiten Tabellenplatz, sind aber im Falle einer Niederlage gegen Österreich ausgeschieden. Ein Unentschieden sowie ein Sieg reichen auf jeden Fall zum Weiterkommen, man muss sich aber mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Dies wiederum bedeutet, dass man im Viertelfinale schon auf einen weiteren Titelfavoriten der Euro 2008 treffen würde – Portugal. Diese konnten sich in der Gruppe A schon souverän qualifizieren und können sich die Qual der deutschen Nationalmannschaft vor dem Fernseher anschauen. [...mehr]
Die Europameisterschaft hält zahlreiche Überraschungen für die Fans parat. Hatte man sich teilweise schon über das vermeintliche Abseitstor im Spiel zwischen den Niederlanden und Italien gewundert, wird man möglicherweise überrascht sein, dass es schon in der Gruppenphase zum Elfmeterschießen kommen kann.
Dieses Szenario kann beispielsweise in der Gruppe A auftreten, wo die Türkei und Tschechien über die gleiche Punktzahl, über die gleiche Anzahl von geschossenen sowie kassierten Tore verfügen. Da es im dritten Gruppenspiel zum direkten Aufeinandertreffen der Mannschaften kommen wird, müsste ein Elfmeterschießen zur Entscheidung herhalten, wenn sich beide Teams mit einem Unentschieden trennen. Nun müssen sich die Türkei als auch Tschechien mit einem möglichen Elfmeterschießen befassen.
Ansonsten kommen folgende Regeln in folgender Reihenfolge zu Anwendung:
• direkter Vergleich
• Tordifferenz
• Anzahl der geschossenen Tore
• Uefa-Koeffizient aus den Qualifikationsspielen der WM 2006 und EM 2008
• Fairplay-Verhalten
• Das Los [...mehr]
Heute 18.00 ist es wieder soweit, in Deutschland steht die Welt 90 Minuten still und alles dreht sich dann wieder um die schönste Nebensache der Welt. Deutschland darf wieder ran und kann gegen Kroatien den Einzug ins Viertelfinale der Europameisterschaft perfekt machen. Aber wer darf heute ran und es KROACHEN lassen (die Bild findet einfach die besten Headlines)
Hier wieder mein zweiter Versuch die Startaufstellung richtig zu tippen: [...mehr]
Heute Abend kommt es zum Duell zwischen den beiden Verlierern des 1. Spieltages in der Gruppe A. Für den Verlierer des Spiels dürfte die Europameisterschaft vorzeitig beendet zu sein. Aber nicht nur diese Tatsache birgt Brisanz – Fußballfans erinnern sich sicherlich noch an die Play-Off Spiele zur Weltmeisterschaft 2006, wo es zu folgenreichen Rangeleien kam. Ob beide Teams diese brisante Vergangenheit ausblenden können, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall müssen beide Mannschaften in diesem Duell auf wichtige Leistungsträger verzichten. Alexander Frei hatte sich im Auftaktspiel der Schweiz am Knie verletzt und wird dieses Turnier nur von der Ersatzbank aus verfolgen können. Bei der Türkei fällt ebenso der Kapitän für dieses Spiel aus, Emre leidet unter muskulären Problemen in der Wade.
Startaufstellung:
Schweiz: Benaglio - Behrami, Müller, Senderos, Magnin - Vonlanthen, Inler, Fernandes, Barnetta - H. Yakin – Streller
Trainer: Kuhn
Türkei: Volkan - Sabri, Emre Asik, Servet, Hakan - Hamit Altintop, Mehmet Aurelio, Tuncay Sanli, Semih - Mevlüt, Nihat
Trainer: Terim [...mehr]
“Unsere besten Spieler waren die beiden Pfosten.”
Die türkische Zeitung Milliyet nach dem 0:2 gegen Portugal.
“Sverkos wurde später von den tschechischen Reportern gefragt, ob dies das wichtigste Tor seiner Karriere gewesen sei. Genauso gut hätte man einen Einäugigen nach seinem Lieblingsauge fragen können. Sverkos’ Torbilanz der letzten Jahre liest sich ja wie ein Huub-Stevens-Thriller: Überall stand die Null.”
Raphael Honigstein in der Süddeutschen Zeitung nach dem 1:0 Tschechiens gegen die Schweiz.
“Alle Österreicher gemeinsam haben technisch nicht so viel drauf wie ich.”
Selbsteinschätzung des kroatischen Nationalspielers Josip Simunic.
“Ich suche nicht nach Alibis, aber die Luftfeuchtigkeit war hoch.”
Kroatiens Trainer Slaven Bilic hadert nach dem kümmerlichen 1:0 mit dem tropischen Klima im Alpenstaat Österreich.
“Diese Abseitsfrage! Ich stelle jetzt oft die Gegenfrage: Können Sie mir den weiblichen Zyklus erklären?”
Eva Glawischnig, Vize-Chefin der österreichischen Grünen, verheiratet mit einem früheren Fußball-Profi.
Aus deutscher Sicht kann man regelrecht aufatmen, wenn es um das Thema Verletzungen geht. Lediglich Bernd Schneider, lange Zeit ein tragendes Glied in der deutschen Nationalmannschaft erlebt das Turnier vor dem Fernsehbildschirm. Weil sich die Verletzung weit im Vorfeld der EM ereignete, konnte sich Bundestrainer Jogi Löw weitere Alternativen überlegen, die anscheinend in Clemens Fritz gefunden hat. Andere Nationen wie Italien, Schweiz, Russland, Frankreich oder Polen haben kurz vor oder bei der EM 2008 erhebliche größere Sorgen. [...mehr]
Die Elftal hat die Squadra Azzurra in einer temporeichen Partie mit 3:0 (2:0) besiegt. Die Tore für die beeindruckend spielenden Niederländer schossen Ruud van Nistelrooy, Wesley Sneijder und Giovanni van Bronckhorst. Die Elftal macht nach dem schlappen Remis zwischen Rumänien und Frankreich den mit Abstand lebendigsten Eindruck in der “Todesgruppe” C. Italien hingegen steht am Abgrund und muss am Freitag gegen Rumänien punkten.
Die erste Chance im Berner Stadt de Suisse hatten die Weltmeister in der fünften Minute, doch Luca Toni köpfte eigensinnig weit am Tor vorbei, anstatt das High-Tech-Spielgerät abzulegen. Danach übernahmen die Niederländer die Initiative. Nach einigen guten Möglichkeiten erzielte Ruud van Nistelrooy in der 26. Minute die Führung für die Mannschaft von Trainer Marco van Basten, als er einen Schuss von Wesley Sneijder ins Tor ablenkte. Fünf Minuten später erhöhte Sneijder selbst auf 2:0.
In der zweiten Halbzeit bemühte sich Italien wacker, doch die niederländische Abwehr stand sicher. Kam doch mal ein Ball aufs Tor, entschärfte ihn Edwin van der Sar. Auch die Einwechslung von Evergreen Alessandro del Piero brachte nichts Zählbares. Der vierfache Welttorhüter Gianluigi Buffon hingegen wurde noch einmal bei einem Konter überwunden, als in der 79. Minute van Bronckhorst das 3:0 köpfte.
Bei den Italienern lief nichts zusammen, auffällig waren höchstens die dramatischen Gesten von Toni und Christian Panucci. Schmerzlich vermisst wurde Kapitän Fabio Cannavaro, der sich im Training verletzt hatte und auf die EM-Teilnahme verzichten muss.
Italiens Trainer Roberto Donadoni bemängelte nach dem Spiel die Naivität seiner Mannschaft und blickte lieber gleich voraus: “Wir müssen jetzt gegen Rumänien gewinnen.” Der Bondscoach wunderte sich: “Wir haben eigentlich gar nicht die Spieler für so ein Spiel.” Die Kombinationssicherheit und Zielstrebigkeit der Niederländer erinnerte phasenweise an den „totaal voetbal“ der 70er Jahre.
Die Trainer kennen sich übrigens gut: Bondscoach van Basten und Italiens Commissario Tecnico Donadoni sammelten als Spieler gemeinsam etliche Titel beim AC Milan und sind gut befreundet, telefonieren häufig. “Dabei reden wir meistens über sein Golf-Handicap und meine Haare. Oder umgekehrt”, verriet Donadoni der Süddeutschen Zeitung. Heute dürften beim Commissario Tecnico ein paar graue hingekommen sein.
Ein Wort in eigener (Fan-)Sache: Die um Objektivität bemühte Autorin schwang sich nach dem Spiel auf ihr Fahrrad, das eine niederländische Fahne ziert, und fuhr als Fahrradkorso klingelnd durch Berlin. [...mehr]
Die Franzosen kamen in ihrem ersten Spiel der Gruppe B nicht über ein 0:0 gegen Rumänien hinaus. Damit ist die französische Nationalmannschaft am Freitag gefordert, will man nicht schon vorzeitig ausscheiden. Denn mit den Niederlanden und Italien stehen ihnen noch zwei schwere Gegner in dieser “Todesgruppe” bevor.
Gegen die Osteuropäer, die ihre Defensive gut organisierten, scheiterte der französische Sturm mit seinen wenigen Initiativen. Gebildet wurde die Offensive übrigens von Nicolas Anelka und Karim Benzema, Frankreichs Fußballer des Jahres. Henry saß aufgrund einer Gesäßmuskelzerrung dagegen nur auf der Bank.
Auf rumänischer Seite war noch weniger Zählbares auszumachen. In der ersten Hälfte gelang ihnen nur eine Torchance - per Distanzschuss. Und auch in der zweiten Hälfte kamen die Rumänen nicht gefährlich genug vors französische Tor. Adrian Mutu, der in der EM Vorbreitung noch sechs Treffer erzielte und einer der bekanntesten Spieler Rumäniens ist, wurde sogar vorzeitig ausgewechselt.
Bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Spielen mehr Tore fallen.
Es spielten:
Rumänien: Lobont - Contra, Tamas, Goian, Rat - Radoi (93. Dica), Chivu - Nicolita, Cocis (64. Codrea), Mutu (78. Marius Niculae) - Daniel Niculae.
Frankreich: Coupet - Sagnol, Thuram, Gallas, Abidal - Toulalan, Makelele, Ribéry, Malouda - Benzema (77. Nasri), Anelka (72. Gomis). [...mehr]
Heute kommt es zu den ersten Duellen in der sogenannten „Todes-Gruppe C“, wo zunächst Frankreich auf Rumänien trifft und um 20.45 Uhr Holland gegen Italien spielt. Mit großer Spannung wird dabei gerade in der Partie die Startaufstellungen der beiden fantastischen Mannschaften von Holland und Italien erwartet:
Holland: van der Sar - Boulahrouz, Ooijer, Mathijsen, van Bronckhorst - de Jong, Engelaar - Afellay, van der Vaart, Sneijder - van Nistelrooy
Trainer: Van Basten
Italien: Buffon - Panucci, Barzagli, Materazzi, Zambrotta - Gattuso, Pirlo, de Rossi - Camoranesi, di Natale – Toni
Trainer: Donadoni
Anstoß: 20.45 Uhr - Stade de Suisse Wankdorf [...mehr]









